Nach der Corona-Pause startet das U11-Turnier heuer wieder

Der Merkur CUP ist zurück: Das Comeback des Jahres

Unterhaching ist das Ziel: In diesem Jahr gibt es wieder einen Merkur CUP.
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Unterhaching ist das Ziel: In diesem Jahr gibt es wieder einen Merkur CUP.

Ein bisserl überlegen muss man schon, um sich an den letzten Merkur CUP zu erinnern. 2019 war das. Vor Corona. Das Kreisfinale ging unten am Sportplatz am Staffelsee in Murnau über die Bühne.

Garmisch-Partenkirchen – Mit dem Überraschungsteam aus Farchant. Die Kicker von der Föhrenheide, die Gastgeber Murnau im Halbfinale aus dem Wettbewerb warfen. Sie folgten dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen als Vertreter des Landkreises ins Bezirksfinale und durften es sogar auf dem Sportplatz in Farchant ausrichten – Motto „Finale dahoam“.

In der Runde der besten 32 aus dem Verbreitungsgebiet des Münchner Merkur und seiner Heimatzeitungen war dann Schluss – für beide Teams aus dem Werdenfelser land. Lang ist’s her. Es folgten zwei Absagen und triste Zeiten für die jungen Fußballer, für die der Merkur CUP immer einer der Höhepunkte im Terminkalender jeder Fußballsaison war. Nun soll diese Auszeit aber ein Ende haben. Wenn nicht die Pandemie wieder eine überraschende Wende erfährt, dann kommt es definitiv zum Comeback des Jahres: Denn der Merkur CUP 2022 ist beschlossene Sache. „Die Zeichen sehen besser aus, als in den vergangenen zwei Jahren“, sagt Uwe Vaders, der Gesamtleiter der Traditionsveranstaltung, die 1995 erstmals ausgerichtet worden ist. Die Hoffnung ist groß, dass das Infektionsgeschehen die Ausrichtung des weltweit größten Turniers für Jugendkicker der Klasse U11 (E-Jugend) möglich macht. „Für die neun- und zehnjährigen Nachwuchsfußballer gibt es wieder Licht am Ende des Tunnels“, ergänzt Vaders.

Die Planungen laufen bereits, den Ablauf für 2022 haben die Verantwortlichen auf einer gemeinsamen Tagung von Merkur-Vertretern und Bayerischem Fußballverband – seit Beginn an Partner des Wettbewerbs – festgezurrt. Alles steht unter dem Motto „Road to Haching“, denn im dortigen Sportpark von Unterhaching ist für 16. Juli das Finale angesetzt.

17 Spielkreise umfasst das Turnier, 357 Mannschaften aus dem Einzugsbereich des Münchner Merkur haben für die Neuauflage gemeldet. „Insgesamt ist die Zahl leicht rückläufig“, betont Vaders. Für das dann ausgefallene Turnier in 2020 hatten noch 369 Vereine ihre E-Jugend angemeldet. Ob der Rückgang Corona geschuldet ist? Darüber lässt sich freilich nur spekulieren. „Die Zahl der Spielgemeinschaften ist in jedem Fall gewachsen“, betont das Merkur-CUP-Urgestein.

Immer dünner wird das Feld vor allem im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Nur noch neun Mannschaften treten im Spielkreis 8 beim Merkur CUP an: 1. FC Garmisch-Partenkirchen, TSV Murnau, SG Uffing/Seehausen, SV Eschenlohe, FC Bad Kohlgrub, SG Farchant/Grainau, SG Mittenwald/Krün, FC Oberau, SV Ohlstadt. Nicht gemeldet haben der TSV Oberammergau und der SV Hechendorf.

Gerade mal zehn Teams sind es in der Nachbarregion Bad Tölz. Das bringt für dieses Jahr eine gravierende Änderung mit sich. In beiden Kreisen entfallen künftig die Vorrunden. Dort steht direkt das Kreisfinale an. Einen Termin dafür gibt es bereits: Es steigt am Sonntag, 1. Mai, ab 10 Uhr. Auch der Gastgeber ist bereits bekannt: „Das Turnier richtet der SV Eschenlohe aus“, betont Stefan Fischer, der Spielleiter im Auftrag des BFV. Auch der Weilheimer gehört zu den Neuheiten beim Merkur CUP 2022. Denn er hat die Verantwortung für den Spielkreis Garmisch-Partenkirchen heuer neu von Sabine Gerold übernommen. Die Wahl eines Austragungsortes fiel ihm leicht: „Eschenlohe hatte sich schon im vergangenen Jahr für ein Turnier beworben“, verrät er.

Das ist aber nicht das einzige Novum in Sachen Turniermodus: Denn die beiden Erstplatzierten der beiden Mini-Gruppen qualifizieren sich nicht mehr automatisch für das Bezirksfinale. Insgesamt müssen sogar vier Spielkreise – neben Garmisch-Partenkirchen und Tölz noch Schongau und Wolfratshausen – quasi in die Verlängerung. Sie tragen heuer ein eigenes Qualifikationsturnier für die Runde der letzten 32 aus. Von den acht Teilnehmern schaffen vier den Sprung – immerhin 50 Prozent also. So schlecht stehen die Chancen da also gar nicht.

Los geht’s im Münchner Raum schon in diesen Märzwochen mit den ersten Vorrunden. Verantwortlich sind laut Vaders vor allem die Schulferien zu Ostern und Pfingsten. Daher ist auch der Muttertag heuer kein Tabu mehr, müssen die Teams in den Kreisen Ebersberg und München-Nord ran. Wenn die geringe Teilnehmerzahl für die Vereine aus der Region einen Vorteil hat, dann, dass es keine Terminhatz gibt. Denn im südlichen Landkreis sind einige Vereine schon froh, wenn es aktuell nicht noch letzte Schneereste auf den Rasenplätzen gibt. (Christian Fellner)

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