Merkur CUP – seine Geschichte von 1995 bis 2015

Wie alles begann: Lesen Sie, wie sich der Merkur CUP seit 1995 zum größten E-Junioren-Fußballturnier der Welt entwickelt hat:

1995

Was ist wichtig, wenn man zu den Anfängen des Merkur CUP blickt? Eigentlich hatte damals im Jahr 1995, als die erste Austragung bevorstand, alles eine große Bedeutung, auch wenn die Sache noch so klein erschien. Es wurde von den Verantwortlichen des Münchner Merkur und Bayerischen Fußballverbandes bis zur letzten Sekunde beurteilt, diskutiert und gefeilt. Mit den ISAR-AMPERWERKEN, Vorgängerunternehmen von E.ON, konnte als Hauptsponsor ein geeigneter und langjähriger Partner gewonnen werden. Als es dann Anfang Mai so weit war und bei „Heide Volm“ in Planegg die erste Zusammenkunft mit den Vereinsvertretern hinter allen lag, gab es ein kollektives Aufatmen und die Feststellung, mit dem E-Junioren-Turnier die richtige Wahl getroffen zu haben. Erster Schirmherr für das größte Nachwuchsturnier der Welt war übrigens Karl-Heinz Rummenigge. Zum Pilotprojekt mit 383 Mannschaften und mehr als 4.500 Spielern aus Oberbayern referierte Verbandsjugendleiter Heinz-Peter Birkner unter dem Motto: "Die Freude erhalten, nicht sklavisch Fußball spielen." Aus der Theorie wurde Praxis, am Ende stand in Unterpfaffenhofen-Germering das erste große Bezirksfinale mit acht Mannschaften. Alle staunten. Eine gute Sache war geboren.

1996

Im nächsten Jahr sanken die Bedenken. Man hatte erste Erfahrungswerte und präsentierte gleich die erste Änderung. Das sogenannte Bezirksfinale war nicht mehr der letzte Wettbewerb, weil 16 Kreise nun zusätzlich ein ranghöheres Finale notwendig machten. Die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften erhöhte sich, die Preise und Gewinne für die Teilnehmer wurden noch einmal aufgestockt. Rummenigge stellte fest: "Fußball ist lebendiger denn je." In Unterhaching stieg im Juli die zweite große Fete, die Stimmung war prächtig, weil Deutschland Fußball-Europameister geworden war und Steffi Graf wieder in Wimbledon siegte, womit sie ihr 100. Tennisturnier gewann.

1997

Löwe Manni Schwabl ("Spaß ist wichtiger als der Sieg") wurde neuer Schirmherr und auch Paul Breitner sammelte als Gast bei der Auftaktveranstaltung viel Pluspunkte. Er selbst schickte ein Team aus Brunntal ins Rennen. Sein Leitmotiv im Umgang mit den jungen Kickern lautet: "Bloß keinen Libero spielen lassen." Beim Finale in Eching tritt zum ersten Mal der Ballkünstler Alfred Reindl auf und von den Blauen muss Schwabl den Roten zum Sieg gratulieren. Fußball ist eben in: Die deutschen Fußball-Frauen triumphierten bei der EM in Oslo.

1998

Im vierten Jahr, inzwischen mit solidem Fundament, gedeiht die Veranstaltung und plötzlich ist ein Löwen-Trainer der Bühnengast. 700 Klubvertreter werden mit Werner Lorants Ideen zum Jugendfußball konfrontiert ("Unter 16 sollte keiner zu einem Großverein") und die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Edmund Stoiber übernommen. In Geretsried kommt es zum großen Finaltreffen, wobei das 0:3 der Deutschen gegen Kroatien im WM-Viertelfinale noch in den Köpfen steckte. Die Gastgeber tischen für ihre Gäste toll auf, im Merkur steht: "Halsgrat a la Hansi".

1999

Neues in der fünften Auflage: Merkur-Sportchef Heinrich Lemer befragt Ex-Bundestrainer Berti Vogts vor 750 Vereinsoberen zum Thema Jugend-Fußball. Der Büttgener, bis 1998 für die Nationalmannschaft verantwortlich, sagt: "Der Ball ist das wichtigste Spielzeug für Kinder." Dies untermauert auch Akrobat Reindl, der beim Finale in Wolfratshausen seine WM-Schau darbietet. Er sagt: "Wir brauchen wieder mehr Techniker." Der Fußball lebt, auch beim Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Unterhaching regt sich etwas: Der Klub hat Ludwig Kögl verpflichtet. Er soll - wie ehemals beim FC Bayern - am Flügel wirbeln.

2000

Hinein ins neue Jahrtausend, der Merkur CUP ist dabei. Die Anzahl der Klubfunktionäre steigt auf über 800 an und Peter Pacult, damals beim TSV 1860, ist Gast bei dem Auftakttreffen. In seinem Grußwort sagt Stoiber: "Der Sport ist eine Schule fürs Leben." Die Preise in Markt Schwaben übergibt an seiner Stelle Monika Hohlmeier. Die Stimmung ist bestens beim Finale; nicht nur, weil Deutschland den Zuschlag für die WM 2006 bekommen hat und Rudi Völler neuer DFB-Teamchef ist.

2001

Neues Spiel, neues Glück für 2001. Mittlerweile hat das Turnier weit über 400 Mannschaften als Teilnehmer. Sensationell. Auch Klaus Augenthaler, Ex-Profi des FC Bayern und Trainer beim 1. FC Nürnberg, zollt dem Wettbewerb Anerkennung. Von BR-Moderatorin Marianne Kreuzer befragt, sagt der Baldhamer: "Wir brauchen keine Fußball-Internate." In Oberammergau geht die Post ab beim Finale und die jungen Unterhachinger lassen 1860 und den FC Bayern alt aussehen.

2002

Das Finale findet auf der Sportanlage in Aschheim statt. Wieder bestreiten acht Mannschaften von 429 gestarteten die Endrunde bei großer Hitze. Das Fest läuft bestens, auch wenn Deutschland das WM-Finale in Yokohama mit 0:2 gegen Brasilien verloren hat. Strahlende Gesichter gibt es im Löwen-Lager. Präsident Karl-Heinz Wildmoser übergibt seinem eigenen Nachwuchs den großen Siegerpokal. Bei der Auftaktveranstaltung hatte Bayerns Amateurtrainer Hermann Gerland erklärt: "Bayern bildet überragend aus."

2003

Im neunten Jahr des Bestehens des Merkur CUP denkt schon jeder an das Jubiläum 2004. Aber gemach: Zuerst gibt Löwen-Chef Wildmoser Einblick in die Jugendarbeit bei den "Sechzigern", Schirmherr ist zum sechsten Mal Edmund Stoiber und Alfred Fackler, BFV-Präsident im Bezirk Oberbayern, sagt: "Der Merkur CUP ist nicht mehr wegzudenken." Das Finale in Murnau wird bei 34 Grad Hitze zur Tortur für Spieler und Zuschauer. Fallschirmspringer, Reindl und eine gigantische Bewirtung durch den gastgebenden Verein werden zum würdigen Rahmen eines unvergessenen Endspieltages.

2004

Jubiläumsjahr. Das zehnte Turnier startet mit einem Paukenschlag. Bundestrainer Michael Skibbe ist Gast der Auftaktveranstaltung mit über 800 E-Junioren-Trainern und Betreuern. Unter den Augen von Martin Max und Löwen Coach Rudi Bommer holen sich drei Monate später die Nachwuchs Löwen zum dritten Mal in Folge und fünften Mal insgesamt den begehrten Pokal. Sie sind jetzt die Merkur CUP Könige, noch vor dem FC Bayern München. Löwen Trainer Schmitt musste bis zur Siegerehrung Haare lassen. Seine jungen Kicker wollten nämlich „die Glatze sehen“.

2005

Ein Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft steht der elfte Merkur CUP ganz im Zeichen des kommenden Großereignisses. Bei der Auftaktveranstaltung in der Heide Volm spricht Alfred Fackler, Präsident im Bezirk Oberbayern, von der „Champions League der E-Junioren. Reiner Maurer, damaliger Löwen-Chefcoach, ist erstaunt über die unglaubliche Zahl von 33.953 Kindern, die seit 1995 am Turnier teilgenommen haben. Beim Finale in Olching setzt sich der FC Bayern durch und zieht nun in der ewigen Bestenliste mit den 60ern gleich.

2006

Kurit - das Merkur CUP Maskottchen

Der Auftakt bei der Heide Volm findet in diesem Jahr unter Rekordbeteiligung statt: 445 Mannschaften, darunter acht Mädchen-Teams, spielen im WM-Jahr 2006 um die heiß begehrte Trophäe des Merkur CUP. Ehrengast ist Walter Schachner, Trainer des TSV 1860 München. Im zwölften Jahr des CUP wird am 7. April 2006 das neue Maskottchen des Merkur CUP geboren. Alfred Backs, Geschäftsführer des Münchener Zeitungs-Verlages, bedankt sich bei Heinz-Peter Birkner, Jugendleiter des Bayerischen Fußball-Verbandes und Alfred Fackler, Präsident im Bezirk Oberbayern, für die langjährige Zusammenarbeit beim Merkur CUP. Die Löwen holen in Raisting erneut den Titel und führen jetzt unangefochten vor den Bayern mit sechs Siegen. An diesem Tag erhält das CUP Maskottchen seinen Namen: Kurti.

2007

Der Merkur CUP hat mit E.ON Bayern Vertrieb und uhlsport erstmals zwei Premiumsponsoren. Auf der Auftaktveranstaltung am Freitag, den 13. (April) wird der offizielle Merkur CUP Spielball den 800 Vereinsvertretern vorgestellt. Die Webseite unter www.merkur-online.de/merkurcup hat ein neues Design und Felix Magath ist Stargast der schwungvollen Auftaktveranstaltung in Planegg. Bei höchsten Temperaturen verfolgen über 1.000 Zuschauer das große Finale im Juli in Wartenberg (Ldkr. Erding). Mit Blasmusik, jungen Trachtlerinnen, Böllern und Konfettiregen werden die besten acht Teams geehrt. Die jungen Bayern ziehen mit den Junglöwen gleich und verbuchen ebenfalls den sechsten CUP-Erfolg. Mehmet Scholl und Dieter (Mucki) Brenninger schwärmen.

2008

Ensinger Mineral-Heilquellen heißt der neue, nunmehr dritte Premiumsponsor beim Merkur CUP und bildet mit E.ON Bayern Vertrieb und uhlsport ein engagiertes Trio. Am 28. März 2008 werden der neue Schirmherr Stefan Reuter, Weltmeister von 1990 und heutiger Fußballmanager beim TSV 1860 sowie Ex-Nationalspieler und heutiger DFB Sportdirektor Matthias Sammer von den 750 Gästen der Auftaktveranstaltung begrüßt. Unter den Gästen auch Dr. Rainer Koch, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes und Präsident des BFV. Am Turnier selbst nehmen 343 Teams teil.

15 Wochen später, am 12. Juli begeisterte das große Merkur CUP Finale in Gaißach (Ldkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) nach 137 Turnieren, 1.242 Spielen und 4.193 Toren trotz Dauerregens über 1.200 Zuschauer. Darunter auch zahlreiche Prominente wie Stefan Reuter, Guido Buchwald, Andreas und Martina Ertl, Annemarie Gerg und Axel Kammerer, die den siebten CUP-Erfolg der Junglöwen verfolgten.

2009

Die Auftaktveranstaltung am 20. März beginnt mit einem Paukenschlag: Drei Weltmeister machen der 15. Auflage des Merkur CUP ihre Aufwartung: Stefan Reuter, Guido Buchwald und Uli Hoeneß. Der Bayern-Manager steht BR Moderatorin Marianne Kreuzer 45 Minuten lang engagiert und überzeugend Rede und Antwort. Zum Schluss sein Versprechen: Der FC Bayern wird sich künftig in die Reihe der Partner und Sponsoren einreihen. In Freising dann am 18. Juli das große Merkur CUP Finale. Nach Gaißach 2008 abermals verregnet, aber spannend wie eh und je. Die kleinen Bayern haben letztlich die Nase vorn, verweisen im Endspiel die Löwen mit einem 2:0 auf Rang 2 und genießen die Apfelschorlen-Dusche. Jetzt sind die beiden Großen gleichauf; jeweils sieben 72 cm große Merkur CUP Pokale zieren die Vitrinen der beiden Clubs.

2010

Im Jahr der Fußball WM in Südafrika startet der Merkur CUP zum 16. Mal. Mit Stefan Reuter hat der CUP im dritten Jahr einen Schirmherrn, der als Weltmeister den E-Jugend-Spielern das größte Vorbild ist. Ebenso wie der jetzige Nationalspieler Thomas Müller, der im Jahre 2000 noch in den Diensten des TSV Pähl im Markt Schwabener Finale des Merkur CUP kämpfte. Uli Hoeneß hat sein Versprechen wahr gemacht: die 16 Sieger der Kreisfinals erhalten jeweils ein Trikot des Rekordmeisters mit den Original-Unterschriften aller Spieler. Außerdem werden die Spieler in die Allianz Arena eingeladen.

Das große Finale findet am 17. Juli in Rottach-Egern am schönen Tegernsee statt. Die Siegermannschaften dürfen sich wie die ganz Großen fühlen, Uli Hoeneß ließ es sich trotz strömenden Regen nicht nehmen allen Teilnehmern zu gratulieren. Der FC Bayern München konnte wie auch im Vorjahr den 1. Platz sichern, dicht gefolgt von den Löwen und dem SC Fürstenfeldbruck.

2011

In diesem Jahr steht während des gesamten Merkur CUP 2011 ein gewichtiges Thema im Fokus: Über den Fußball hinaus gibt es eine Erklärung für soziale Verantwortung – das Buch der Werte. Dieses wird bei der Auftaktveranstaltung am 25. März 2011 in der Heide Volm vorgestellt. Im Sport-Talk stand diesmal Hans Jörg Butt, Nationaltorhüter vom FC Bayern München Rede und Antwort. Auch in diesem Jahr erhalten die 16 Seiger der Kreisfinals ein Trikot des FC Bayern mit den Original-Unterschriften aller Spieler. Natürlich sind auch wieder Tickets für die Allianz Arena ausgelobt worden. In Dachau spielen am 16. Juli 2011 die acht Finalisten um den Pott. Auch Merkur CUP Schirmherr Stefan Reuter und Gudio Buchwald, die Weltmeister von 1990, beehren das Turnier-Finale. Die ersten drei Plätze werden wie im Vorjahr belegt. Sieger wirde der FC Bayern München, gefolgt von den Löwen und dem SC Fürstenfeldbruck.

2012

Im Jahr der Fußball EM in Polen und der Ukraine startet der 18. Merkur CUP mit der Auftaktveranstaltung wie gewohnt in der Heide Volm. Schirmherr Stefan Reuter gibt sich die Ehre. Zum Talk, der bereits eine lange Tradition hat, kommen Michael Tarnat (Jugendscout FC Bayern) und Manni Schwabl (Nachwuchskoordinator SpVgg Unterhachiang). Zum ersten Mal steht bereits auch der Finalort fest: Beim VfB Hallbergmoos–Goldach e.V. wird am 14. Juli 2012 um den Pott gespielt. Im Endspiel des Turniers bezwingen die Löwen den SC Fürstenfeldbruck mit 2:0. Den Sieg kommentiert Florian Hinterberger, der Sportchef der 60er: „Das passt gut rein bei uns zur Zeit". In der ewigen Bestenliste liegen die „Roten“ im Vergleich mit den „Blauen“ nur noch mit 9:8 Siegen in Führung.

2013

Die Auftaktveranstaltung findet am 22. März 2013 wieder in der Heide Volm in Planegg statt. In diesem Jahr wird Guido Buchwald für einen Kurztalk zur Verfügung stehen. Der Schirmherr Stefan Reuter ist als Haupt-Talkgast geladen. Zum zweiten Mal steht bereits beim Auftakt der Finalort fest. Am Samstag, 20. Juli 2013 findet das Final-Turnier um den Merkur CUP beim SC Gaißach im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen statt.

Erstmals spielen im Finale zwei Mädchen-Mannschaften um den Mädchen-Merkur CUP. Sieger bei den Mädchen wird der FFC Wacker. Bei den Jungen geht die SpVgg Unterhaching als Sieger aus dem Turnier hervor. Nach 2001 gewinnt die SpVgg Unterhaching zum zweiten Mal den CUP.

2014

Großes Jubiläum: Der Merkur CUP wird 20! Die Schirmherrschaft übernimmt in diesem Jahr erstmals Philipp Lahm, Kapitän des FC Bayern und frisch gebackener Fußball-Weltmeister. Beim Auftakt in Planegg steht Harald Cerny im TalkRede und Antwort.

Das Finale findet bei der SpVgg Unterhaching im Alpenbauer Sportpark statt - ein großes Erlebnis für die Kids. Im Endspiel setzt der Jungs setzt sich der FC Bayern gegen die Löwen durch. Bei den Mädels holt der FFC Wacker München den Pokal. Viel Prominenz am Spielfeldrand: Neben Manni Schwabl feuern unter anderem Christian Ziege, Guido Buchwald, Hasan Salihamidžić und der gesamte Kader der SpVgg Unterhaching die Nachwuchskicker an.

2015

Die Auftaktveranstaltung präsentiert sich am 26. und 27. Februar in der Alten Rotation im Pressehaus mit neuem Gesicht. Nach der Begrüßung und Vorstellung der Sponsoren referiert der Sportmediziner Dr. Rüdiger Degwert aus München über „Medizinische Vorsorge und Therapie im Nachwuchsbereich“.

Finale der Mädchen am 9.7.2015 beim Gastgeber TSV Schwabhausen. Der FFC Wacker München macht das Triple perfekt.

Das Finale der Jungen in Ebersberg am 16.7.2015. Es wird Geschichte geschrieben. Zum ersten mal in seiner Vereinsgeschichte hat der Ismaninger Nachwuchs den Merkur CUP gewonnen. Im großen Finalturnier ließen die Buben des FC Ismaning die üblichen Favoriten Bayern, 1860 München und die SpVgg Unterhaching allesamt hinter sich und schnappten durch eine taktische Meisterleistung dem starken SC Fürstenfeldbruck im Finale den Titel vor der Nase weg.

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