Die E-Jugenden dürfen sich im Merkur CUP wieder messen

Merkur CUP: Nach zweijähriger Zwangspause - Wettbewerb nimmt Spielbetrieb wieder auf

Jeder Rettungsversuch kommt zu spät: Die Rotter Spieler versuchen vergeblich, im Spiel gegen Peiting einen Gegentreffer zu verhindern. Die Peitinger gewannen mit 5:1. 
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Endlich ist es wieder soweit. Nach zweijähriger Zwangspause nimmt der Merkur CUP den Spielbetrieb wieder auf. Für die E-Junioren geht es wieder ums Weiterkommen.

Denklingen – Zwei Jahre Pandemie bedeuteten auch: zwei Jahre kein Merkur CUP. Was das mit vielen hundert Kinder in Oberbayern gemacht hat, umreißt Katja Wegner-Hens ganz gut. Sie ist Trainerin beim TSV Steingaden und trat mit ihrer E-Jugend am vergangenen Wochenende beim Vorrundenturnier in Denklingen an. Sie sagt: „Die Spieler in der D-Jugend sind ganz neidisch, weil sie die Chance nicht hatten.“ Für zwei komplette Jahrgänge fiel der größte U11-Wettbewerb der Welt aus. „So ein Turnier ist der Wahnsinn“, schwärmt Katja Wegner-Hens – und dabei geht es gar nicht einmal um Tore, Siege und Punkte.

Ihr Kollege Thomas Kollek drückt es so aus: „Wir sind einfach froh, dass wir spielen können.“ Zwei Jahre Corona haben eine große Leere geschaffen, die praktisch nicht zu füllen war. Keine Punktspiele, keine Freundschaftsduelle, keine Turniere – alles, was mit Wettkampf zu tun hatte, war untersagt. „Das ist extrem abgegangen“, sagt Kollek, Trainer bei der SG Schwabbruck/Schwabsoien. Die Vorrunde in Denklingen war nun ein weiterer Schritt zurück in die Normalität.

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Zwölf Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet der „Schongauer Nachrichten“ hatten sich für die erste Runde angemeldet. Jeweils zwei Teams aus den vier Dreiergruppen schafften es ins Kreisfinale. Für das Turnier am kommenden Samstag, 30. April, in Apfeldorf haben sich der TSV Peiting, TSV Rott, SV Kinsau, SG Schwabbruck/Schwabsoien, SV Hohenfurch, TSV Schongau, TSV Steingaden und die SG Pfaffenwinkel qualifiziert.

Auffällig: Den Kindern merkte man die lange Pause keineswegs an. Was sie an Tricks und Moves zeigten, sieht man auch in höheren Klassen. Thomas Kollek hat eine Erklärung, warum die Entwicklung trotz Corona nicht stagnierte. „Die Plätze waren zwar gesperrt, aber die Kinder auf dem Land haben riesige Gärten“, sagt der Coach der Burschen aus Schwabbruck und Schwabsoien. Katja Wegner-Hens hat gleich drei Kinder, die in ihrer Mannschaft bei Steingaden kicken.

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Die drei Geschwister verlebten die Pandemie praktisch pausenlos mit Tor und Ball im eigenen Garten. Über Sohn Quentin, der gleich im ersten Spiel fünf Treffer beim 5:4-Erfolg über Hohenpeißenberg schoss, sagt sie: „Der Quentin ist mit dem Ball groß geworden. Der hatte keine Milchflasche, der hat einen Ball.“ Genauso weiß sie aber auch von vielen Familien, die es schwerer hatten. „Für die Kinder ist es großartig, die Freunde am Platz wieder zu treffen. Die letzten zwei Jahre waren schlimm.“ Seit Teamtraining ohne Auflagen erlaubt ist, hat sie gemerkt, wie das Mannschaftsgefüge wieder stärker geworden ist. „Das Miteinander hat gefehlt.“

In Schwabbruck und Schwabsoien griffen die Trainer daher zu einem kleinen Trick: Sie organisierten Video-Trainings, aber nicht für das fußballerische Gusto. Sondern um den Kontakt untereinander nicht zu verlieren. „Das war eine Riesen-Sache. Das haben wir den ganzen Winter durchgezogen“, erklärt Kollek. Hat sich ausgezahlt, wie die Vorrunde in Denklingen gezeigt hat. Obwohl der Spielgemeinschaft doch einige Kicker fehlten – Stichwort Osterurlaub –, gelangen ihr zwei Siege. „Ich hab’ das Glück, dass alle Spieler sehr hungrig sind. Körperlich gewinnen wir nichts.“

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Doch mit der richtigen Mentalität lässt sich so manches Defizit ausgleichen. Denn wenn Corona eines nicht geschafft hat, dann die Lust auf Fußball zu nehmen. Bei diversen Mannschaften kamen über die Pandemie sogar viele Spieler hinzu. Steingaden trat etwa mit fünf Anfängern an. Logisch, dass da die Ergebnisse nur zweitrangig waren. Thomas Kollek sagt: „Wir wollen so viel Spaß wie möglich haben. Wir nehmen alles mit, genießen jedes Turnier, jedes Spiel nach der Pandemie.“ (Andreas Mayr)

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