Auftakt der E-Juniorinnen im Merkur CUP 2022

Merkur CUP: Vorrunde der E-Juniorinnen in Lengdorf - Spaß und Spannung bis zum Abpfiff

Derbyzeit: Hanna Baumgartner und Julia Moll (v. l.) vom FC Lengdorf im Zweikampf mit Sara Jurkowski vom FC Schwaig. 
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Derbyzeit: Hanna Baumgartner und Julia Moll (v. l.) vom FC Lengdorf im Zweikampf mit Sara Jurkowski vom FC Schwaig. 

Der FC Lengdorf organisierte die Vorrunde perfekt und sorgt zudem für den sportlichen Höhepunkt. Aber auch der FC Moosinning darf sich über das Weiterkommen freuen.

Lengdorf – Irgendwie fühlte sich der Gastgeber für alles zuständig in dieser Vorrunde des Merkur CUP 2022. Der FC Lengdorf stellte nicht nur ein tolles Rahmenprogramm auf die Beine. Seine Fußballerinnen waren es dann auch, die am spannendsten Spiel beteiligt waren. Letzte Partie eines langen Merkur-CUP-Tages: Der FCL braucht einen Punkt, um die nächste Runde zu erreichen. Es steht 1:1, doch der Post SV München drängt auf den Führungstreffer.

Aber blicken wir zurück. Eigentlich ging den ganzen Tag schon die Post ab auf dem Vereinsgelände des FC Lengdorf. Der Club hatte vom BFV den Zuschlag erhalten, die Vorrunde des Merkur CUP 2022 auszurichten. Für Turnierleiterin Venja Quast heißt das aber nicht nur Fußball, auch das Drumherum sollte stimmen. Von TS Teamwear organisierte sie das Fußballdart, bei dem es auch Preise für die Besten gab. Haarbänder zum Beispiel. „Die hatten wir noch von unserer DFB-Aktion zum Mädchentag des Fußballs“, erzählt Quast. Und auf noch etwas konnte sie zählen: „Unsere Crêpe-Station war wieder mal der Renner.“

Besser hätte das Wetter sein können, zumindest am Vormittag. Wer alles positiv sieht, würde es Fritz-Walter-Wetter nennen, und damit kam der FC Fasanerie-Nord am besten zurecht. Drei Siege, 13:0 Tore – so etwas nennt man wohl Dominanz. Ebenso verdient in der nächsten Runde ist der FC Perlach als Gruppenzweiter. „Das war alles sehr eindeutig“, bilanziert Quast.

Enger sollte es am Nachmittag werden. Inzwischen hatte sich auch Petrus durchgerungen, seine mächtige Bewässerungsanlage auszuschalten. Regen war auch wirklich nicht mehr nötig, es flutschte ja auch so.

Zum Beispiel für den FC Moosinning, der mit acht Punkten als Tabellenzweiter das Ticket für die Zwischenrunde löste. Im ersten Spiel gegen den ESV München schaffte der FCM ein 2:2. Julia Lammer und Sarah Maier hatten die beiden Tore gegen den späteren Gruppensieger erzielt, nachdem sie schon 0:2 in Rückstand gelegen waren. Gegen den FC Teutonia reichte ein frühes Tor von Ella Glaser, die auch beim 5:0-Sieg über den FC Ottobrunn traf. Den Rest erledigten Lammer und Maier mit jeweils zwei Toren. FCM-Trainer Nils Rosenzweig war hochzufrieden: „Unsere Supermädelz zeigten eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung. Eine klasse Verteidigungsleistung, tolles Passspiel, und sie hatten den Willen, Tore zu machen. Das macht Lust auf die zweite Qualifikationsrunde.“ Der FCM-Coach bedankte sich „beim FC Lengdorf für die großartige Organisation“.

Das sah auch Helmuth Renner so: „Ein tolles Erlebnis für die Mädels und die Trainer.“ Für das neugegründete E-Jugend-Team des FC Schwaig war es der erste Wettbewerb in dieser Größe. „Entsprechend nervös sind die Mädels auch ins Turnier gestartet“, sagt der Trainer. „Sie konnten sich jedoch von Spiel zu Spiel steigern. Die Belohnung war der Sieg im letzten Spiel.“ Isabell Paproth und Julia Raßhofer schossen die beiden Tore beim 2:0-Sieg gegen den TSV Milbertshofen. Zuvor hatte der FCS gegen den Post SV verloren und dem SC Baldham-Vaterstetten ein 0:0 abgerungen. Und Emily Salbeck erzielte den Ehrentreffer beim 1:3 gegen den FC Lengdorf.

Freude beim FC Moosinning: Julia Lammer und Sarah Maier (v. l.) bejubeln einen Treffer und das Erreichen der nächsten Runde im Merkur CUP.

Womit wir beim Gastgeber wären, der im Lokalderby gegen Schwaig eine Matchwinnerin hatte. Theresa Menzinger erzielte alle drei Treffer gegen den Lokalrivalen. Auch beim 5:0 über den TSV Milbertshofen war sie unter den Torschützen. Die restlichen Treffer teilten sich Julia Moll und Sara Printimalli. Durch die 0:1-Niederlage gegen Baldham brachte sich der FCL allerdings in die Situation, dass das letzte Spiel alles entschied: Ein Erfolg würde den Gruppensieg bedeuten, ein Remis würde für Platz zwei und damit die nächste Runde reichen. Bei einer Niederlage wären die Lengdorferinnen raus.

Dumm nur, dass mit dem Post SV München der stärkste Gegner wartete. Vor großer Kulisse „war das dann noch mal ein richtiger Nervenkitzel“, erzählt Quast. Mit einem schönen Freistoß brachte Hanna Baumgartner das Heimteam in Führung, doch nur zwei Minuten später gelang den Münchnerinnen der Ausgleich. In der zweiten Halbzeit lieferte der Post SV so richtig ab, bestürmte das Lengdorfer Tor, „aber die Mädels haben durchgehalten“, erzählt die Turnierleiterin. Beim Abpfiff dann der große Jubel. Platz zwei, der FCL ist in der Zwischenrunde dabei. Sie wird am 25. Juni ausgetragen. Der Ausrichter ist noch nicht bekannt.

Quast hofft, dass es ein ähnliches Fußballfest wird wie dieses Turnier, bei dem nahezu alles gestimmt habe. Der einzige Wermutstropfen sei eine Oberarm-Verletzung einer Ottobrunner Spielerin gewesen. Sie musste mit dem Sanka zum Arzt gebracht werden. „Ansonsten war alles prima. Faire Spiele, keine negativen Vorkommnisse, friedliche Stimmung, kein Gezicke“, berichtet Quast, die auch von den beiden Schiedsrichtern Werner Ramml und Thomas Thaler begeistert war, die das komplette Turnier durchgepfiffen haben. Überhaupt sei die Organisation große Teamarbeit gewesen, meint sie. Quast: „Leute wie Willi Brambring, Claudia Altmann, Stefan Weiherer oder Dietmar Fischer sind einfach eine Riesenhilfe.“ (Dieter Priglmeir)

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