Ein Tor fehlte zum Halbfinale

Merkur CUP - TSV Weilheim mit Pech Bezirksfinale – Seeshaupt erreicht Platz sieben

Einschwören aufs Bezirksfinale: Die Seeshaupter schlugen sich in Waakirchen wacker,
fürs Halbfinale reichte es aber nicht
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Einschwören aufs Bezirksfinale: Die Seeshaupter schlugen sich in Waakirchen wacker, fürs Halbfinale reichte es aber nicht

Beim Bezirksfinale hat es für den TSV Weilheim und den FC Seeshaupt nicht für den Traum vom großen Finale in Unterhaching gereicht.

Seeshaupt/Weilheim – Die Buben des TSV Weilheim – sie waren beim Bezirksfinale des Merkur CUP so etwas wie die tragischen Helden. Sie besiegten beim Turnier in Heimstetten den späteren Finalisten Murnau und schieden dennoch aus. Am Ende belegten sie den achten Platz. Der Traum vom großen Finale blieb auch für den FC Seeshaupt unerfüllt. Beim Bezirksfinale in Waakirchen erreichten die wacker kämpfenden Nachwuchskicker vom Starnberger See einen ehrenvollen siebten Platz.

Auch wenn es am Ende zum großen Wurf – sprich: dem Einzug ins Halbfinale – nicht gereicht hatte, konnte das die Laune bei Seeshaupts Trainer Martin Kronier nicht trüben: „Es war eine tolle Sache für unsere Kinder.“ Allein schon das Bezirksfinale im Merkur CUP erreicht zu haben und damit zu den besten 32 Teams des größten E-Junioren-Turniers der Welt zu gehören, sei für den FCS ein großer Erfolg gewesen.

Dass man „als Dorfverein“, so Kronier, in Waakirchen zu den Außenseitern zählen würde, war allen Beteiligten beim FC durchaus bewusst. Trotzdem ging die Mannschaft selbstbewusst aufs Feld. Dass es am Ende Platz sieben im Achterfeld wurde, war zweitrangig. Vielmehr zählte das Erlebnis. Und mit dem Erfolg im Platzierungsspiel und einem denkbar knappen 0:1 im Auftaktmatch gegen den SC Armin München konnten die Seeshaupter gut leben. Zumal diese Partie mit etwas Glück auch zu Gunsten der Seeshaupter hätte enden können. „Wir wussten, dass wir hier auf andere Kaliber treffen würden“, war Kronier von vornherein klar. „Was einige an Spielanlage und Technik gezeigt haben – Hut ab“, so der FC-Trainer. Er war sichtlich beeindruckt vom Auftreten der Großen und dem grundsätzlich hohen Niveau der Spiele: „Alle haben sehr, sehr tollen Fußball gespielt.“ Allen voran der SV Waldperlach, den einige Experten auf der Favoritenliste ganz oben stehen haben.

Im zweiten Gruppenspiel ging es gegen den späteren Tagessieger Waldperlach und bei ihrer 0:5-Niederlage ließen die Seeshaupter Buben so viel Kraft, dass TuS Geretsried anschließend leichtes Spiel hatte und den FC mit 4:0 bezwang. Einen verdienten 2:0-Sieg holte der FC im Platzierungsspiel gegen Gastgeber MSW Oberland (Tore: Timo Schwarzrock und Sebastian Kronier).

Auftakt nach Maß: Im ersten Gruppenspiel gegen den späteren Finalisten Murnau feierten die Weilheimer Buben einen 2:0-Sieg

Am Ende wurden die FC-Buben jedenfalls ausgiebig von den mitgereisten Eltern gefeiert. Strahlende Gesichter gab es auch, als jeder Spieler mit einem kleinen Merkur CUP-Pokal für die Bezirksfinal-Teilnahme geehrt wurde. Die Erinnerung an ein besonderes Fußballturnier wird lange bleiben, und einige Spieler aus dem Seeshaupter Team dürfen es im nächsten Jahr noch einmal versuchen – vielleicht klappt es dann mit dem Sprung zum großen Finale in Haching.

Irgendwie passte das Ende zu diesem aus Sicht des TSV Weilheim so unglücklich verlaufenen Bezirksfinales: Nach einer 3:4-Niederlage nach Achtmeterschießen im Platzierungsspiel gegen die SG Hausham musste er sich mit dem achten und letzten Platz begnügen.

Der Tag in Heimstetten hätte aber auch ganz anders laufen können. Die Weilheimer waren zwischenzeitlich klar auf Halbfinalkurs. Im ersten Spiel ließ es Albert Ritiviu zweimal krachen und hatte damit wesentlichen Anteil am 2:0-Sieg gegen den TSV Murnau, der später das Finale erreichte und nun zum großen Finale nach Unterhaching fahren darf. „Wir wollten das Halbfinale erreichen, und das wäre auch möglich gewesen“, sagte Weilheims Trainer Stefan Fischer später.

Für seine Mannschaft war das zweite Gruppenspiel entscheidend, denn da hätte man gewinnen müssen und verlor 0:1 gegen den FC Eichenau. „Mit einer normalen Leistung hätte es gereicht“, sagte Fischer, „aber das Spiel haben wir verschlafen. Und dann am Ende gegen Eichenau wollten wir einfach zu viel.“ Im letzten Gruppenspiel war dann die Luft raus, zumal die FT Gern, Heimatklub von Philipp Lahm, sich einfach als eine Nummer zu groß erwies für die Weilheimer Buben war. Nach einem 0:6 sahen sich die TSV-Nachwuchskicker als Vierter am Ende der Tabelle. Dabei bekamen sie die volle Härte der Turnierregeln im Merkur CUP zu spüren. Mit einem weiteren Tor beim Sieg über Murnau hätten die Weilheimer den Zusatzpunkt für drei und mehr geschossene Tore in einer Partie bekommen – und wären damit statt der Murnauer ins Halbfinale eingezogen. Der FC St. Pauli feierte sich einst nach einem Sieg gegen den FC Bayern München als „Weltpokalsiegerbesieger“. Weilheims Buben sich nun zumindest die „Hachingfahrer-Besieger“ – immerhin ein kleiner Trost. (Nico Bauer und Heidi Seifert)

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