Größter Erfolg der Vereinsgeschichte 

Merkur CUP - TSV Rott holt Platz fünf und ESB-Fairness-Preis beim Bezirksfinale

Der Weg nach Haching bleibt versperrt: Die Rotter Buben verpassten zwar das Halbfinale, dennoch
spielten sie in Puchheim ein herausragendes Bezirksfinale
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Der Weg nach Haching bleibt versperrt: Die Rotter Buben verpassten zwar das Halbfinale, dennoch spielten sie in Puchheim ein herausragendes Bezirksfinale

Der TSV Rott hat sich beim Bezirksfinale in Puchheim mit Platz fünf teuer verkauft. Dazu erhielt der TSV den ESA-Fairness-Preis, für den es einen Trikotsatz gibt.

Rott/Puchheim – Der Blick auf die Mitkonkurrenten im Bezirksfinale C beim Merkur CUP, dem weltgrößten Turnier für E-Junioren, nötigte den Verantwortlichen des TSV Rott, dessen Mannschaft erstmals den Einzug in die Runde der besten 32 Teams dieses Wettbewerbs geschafft hatte, jede Menge Respekt ab. Vom TSV 1860 München, aus Deisenhofen, Starnberg oder Freising kamen die Gegner, die wie die anderen Teams auf eines von zwei Tickets für das große Finale am 16. Juli im Sportpark Unterhaching hofften.

„Wir sind Außenseiter, wir sehen uns aber nicht chancenlos“, hatte Wolfgang Gaukler, der die Rotter E-Jugend zusammen mit Bernd Unsinn trainiert, im Vorfeld angekündigt. Das angepeilte Ziel, in der Gruppe Zweiter zu werden und damit den Einzug ins Halbfinale zu schaffen, lag für den kleinen Verein aus dem Lechrain durchaus im Bereich des Möglichen. Ein verpatzter Start im ersten Spiel verhinderte jedoch die Überraschung. Die Rotter belegten in ihre Gruppe schließlich Rang drei. In der Partie um den fünften Platz setzten sie sich dann mit 1:0 gegen den SC Eintracht Freising durch. „Darauf können die Jungs wirklich stolz sein. Unter über 300 gestarteten Teams waren sie am Ende unter den besten 20“, bilanzierte Gaukler nach dem größten Erfolg für ein E-Jugend-Team in der Rotter Vereinsgeschichte.

Nach dem verpassten Halbfinale mussten er und sein Trainerkollege seine enttäuschte Truppe aber erst einmal trösten. „Es gibt keinen Grund, traurig zu sein. Die Jungs haben eine starke Leistung gezeigt“, urteilte Unsinn. Im ersten Spiel gegen Rot-Weiß Klettham-Erding wussten die Rotter in einer ausgeglichenen Partie durchaus zu überzeugen. Nur fehlte es am Glück und am entscheidenden Abschluss. Einen Patzer in der TSV-Abwehr nutzten die Kletthamer zur Führung und mit dem zweiten Tor besiegelten sie die 0:2-Auftaktniederlage der Rotter. „Wir haben leider zwei Geschenke verteilt“, ärgerte sich Gaukler.

Alles gegeben: Die Rotter (in weißen Trikots, hier gegen Klettham-Erding) zeigten in allen Partien vollen Einsatz

Im zweiten Gruppenspiel gegen den FC Deisenhofen war die Enttäuschung aber schnell vergessen. Mit einem erfolgreichen Distanzschuss und zwei Abstaubertoren führten die Rotter gegen den Nachwuchs des Bayernligisten schnell mit 3:0. Am Ende feierten sie einen souveränen 5:0-Sieg, der ihnen gemäß des Regelwerks des Merkur CUP einen Zusatzpunkt für drei und mehr erzielte Tore in einer Partie einbrachte und die Hoffnung auf Platz zwei am Leben erhielt.

Im letzten Spiel gegen den haushohen Favoriten, die FT Starnberg 09, gestalteten die Rotter die Partie vollkommen offen. Durch einen Fernschuss gerieten sie jedoch in Rückstand. Zu Beginn der zweiten Hälfte folgte auch noch das 0:2. Nach dem Anschlusstreffer keimte nochmals Hoffnung bei den 30 mitgereisten TSV-Fans auf. Die cleveren Starnberger ließen sich jedoch nicht bezwingen. Mit zwei weiteren Toren, die eine 1:4-Niederlage der Rotter zur Folge hatte, ließen sie deren Traum vom Halbfinale platzen. Überraschend mussten die Starnberger danach im Halbfinale gegen Gastgeber FC Puchheim die Segel streichen. Das Finale gegen den TSV 1860 München, der mit fünf deutlichen Siegen seine Favoritenrolle eindrucksvoll unter Beweis stellte, verlor Puchheim dann klar mit 0:10. Dennoch durften sich die Gastgeber über das Ticket für Unterhaching freuen. Grund zur Freude hatten bei der Siegerehrung auch die Rotter, denn neben dem Pokal für Rang fünf durften sie auch noch den ESB-Fairness-Preis, für den es einen Satz Trikots gibt, mit nach Hause nehmen.

Ebenfalls den Sprung nach Unterhaching verpasst haben zwei weitere Mannschaften aus der Region: Der FC Seeshaupt, Gewinner des Kreisfinales im Verbreitungsgebiet von „Weilheimer Tagblatt“ und „Schongauer Nachrichten“, belegte beim Bezirksfinale in Waakirchen Rang sieben, der TSV Weilheim wurde im Heimstetten Achter. Allerdings hatten die Weilheimer großes Pech: Im ersten Gruppenspiel gegen den späteren Finalisten TSV Murnau gewannen sie 2:0, ehe Niederlagen gegen Eichenau (0:1) und die FT Gern (0:6) folgten. Damit mussten sich die Buben aus der Kreisstadt in ihrer Gruppe mit dem vierten und letzten Platz begnügen. Hätten sie gegen Murnau nur einen Treffer mehr erzielt, hätten sie für ihren Sieg noch einen Zusatzpunkt bekommen und wären anstatt der Murnauer ins Halbfinale eingezogen. (Roland Halmel)

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