Mächtig abgestaubt

Merkur CUP - TSV Murnau feiert Platz sieben im großen Finale und heimst diverse Preise ein

Die Fans des TSV Murnau.
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Die Fans des TSV Murnau.

Die Junioren des TSV Murnau konnten sich beim Finale des diesjährigen Merkur CUP den siebten Platz sichern. Obendrauf darf sich der TSV über weitere Preise freuen.

Murnau/Unterhaching – In der Regel würde man sagen, dass eine Mannschaft leer ausgegangen ist, wenn sie bei einem Turnier Platz sieben von acht Teams belegt hat. Das trifft aber auf die U11 des TSV Murnau nicht im geringsten zu. Hingegen haben die Nachwuchsdrachen heuer beim Merkur Cup mächtig abgestaubt.

Allein schon im großen Finale der besten Acht zu stehen, war eine enorme Leistung, und so wurde auch Rang sieben kräftig bejubelt. Garniert wurde der sportliche Erfolg mit diversen Preisen. Der TSV erhielt die Auszeichnung als fairste Mannschaft. Dafür bekam das Team nicht nur einen neuen Trikotsatz, sondern darf sich auch über eine baldige Fahrt mit dem Bus des FC Bayern München in die Allianz Arena freuen. On top kommen die jungen Fußballer in den Genuss, einmal von einem ehemaligen Nationalspieler trainiert zu werden. Unterhaching-Präsident Manni Schwabl verkündete, dass Sandro Wagner eine Einheit beim TSV leiten wird. Und dann war da noch der inoffizielle Titel für den Klub mit dem lautesten Anhang. Die Eltern und Geschwister der Murnauer hatten für reichlich Stimmung im Alpenbauer Sportpark gesorgt. Mit im Gepäck: zwei Trommeln, eine Posaune und Kuhglocken. Entsprechend kommentierte anschließend Wolfgang Walser, Kassier des TSV: „Wir sind zwar nicht Erster geworden, waren aber sicherlich die Lautesten. Wir haben wirklich sehr viel Krach gemacht.“

Walser schossen beim großen Finale auch die Erinnerungen an seine Zeit als Co-Trainer der Murnauer durch den Kopf. 2014 betreute er an der Seite von Stefan Schwinghammer die Talente. Am Ende wurde der größte Erfolg der Klubgeschichte beim Merkur Cup gefeiert – Platz vier hinter Bayern München, 1860 München und Unterhaching. Sein Fazit heute: „Es ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.“ Walser schwärmt von dem Turnier und von den Kickern in den grünen Trikots. Auch wenn in der Finalrunde nicht jeder Übersteiger gelang und auch die Roulette (Zidane-Trick) nicht immer zum gewünschten Erfolg führte, Walser war begeistert. „Da sind richtig gute Kicker dabei, technisch schon sehr weit.“

Der TSV Murnau kann stolz auf die Leistung beim diesjährigen Merkur CUP sein

Das bewiesen die Murnauer auch in Unterhaching. In Spiel eins gegen den SV Waldperlach (späterer Finalist) hatte man sich nicht viel ausgerechnet, dem Favoriten aber dennoch beim 0:2 Paroli geboten. In der zweiten Partie visierten der TSV aber einen Sieg an, der ASV Dachau hatte dieselbe Kragenweite. Zwar ging der Nachwuchs vom Staffelsee auch mit 1:0 in Front, musste sich aber doch noch mit 1:2 geschlagen geben. Anschließend riet Walser den Youngsters, nicht an den Namen des nächsten Gegners zu denken. Immerhin bat nun der TSV 1860 München zum Tanz. Doch der Drittliga-Nachwuchs erwies sich als zu stark – 0:7. „Danach waren die Spieler natürlich geknickt. Aber wir konnten sie wieder aufbauen“, berichtet der Kassier. So folgte zumindest das kleine Happy End mit dem 2:0-Triumph über den FC Puchheim im Spiel um Platz sieben.

Summasummarum gab es keinen negativen Aspekt, der die Leistung der U11 schmälerte. Hingegen betonte Walser: „Das ist ein Riesenerfolg für den gesamten Verein.“ Allein die mediale Präsenz bei dem größten E-Jugend-Turnier der Welt ist beste Werbung für den Klub. Zugleich dient der Erfolg als „Indiz für unsere gute Jugendarbeit“. Dabei hat Walser auch die Zukunft im Blick und verweist darauf, dass die heutige Erste Herren „zu einem Drittel aus Spielern besteht, die 2014 Vierter geworden sind“. Der Weg des TSV – Kinder früh in den Verein holen, halten und „quasi zu Einheimischen“ machen – funktioniert. (Patrick Hilmes)

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