Nur eine Niederlage

Merkur CUP: Die SG Penzberg wird nach einem furiosen Turnier Zweiter

Mit CUP-Gründer Heinz-Peter Birkner: Die Zweitplatzierten der SG Penzberg.
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Mit CUP-Gründer Heinz-Peter Birkner: Die Zweitplatzierten der SG Penzberg.

Die SG Penzberg ging bis zum Finale ungeschlagen durch das Finale. Gegen den Sieger aus Schäftlarn war die Siegesserie jedoch zu Ende.

Unterhaching – Die Geschichten und Dramen, die bei Weltmeisterschaften oder der Champions League geschrieben werden, sie ereignen sich auch im Merkur CUP.

Die Spielerinnen der SG Penzberg haben das an ihrem Finaltag erlebt: eine furiose Gruppenphase mit drei Siegen und 6:1 Toren, ein knapp verlorenes Finale gegen den TSV Schäftlarn, den man in der Vorrunde noch geschlagen hatte, aber auch ein dramatischer Halbfinalsieg im Achtmeterschießen gegen den Rekordsieger FFC Wacker München.

Dass die Spielerinnen der Spielgemeinschaft, die aus drei Vereinen besteht, dort cool blieben, war kein Zufall. „Wir trainieren das die ganze Saison über“, sagt Trainer Arthur Schenk.

Allerdings kann es als Überraschung gesehen werden, dass das Team aus dem Landkreis Weilheim-Schongau gegen Wacker überhaupt so gut mithielt – immerhin ist Wacker Rekordsieger und traditionell stark.

Doch Schenk, für den es die insgesamt zehnte Teilnahme am Merkur CUP als Trainer einer Mädchen- oder Jungen- Mannschaft ist, weiß um die Stärken seiner Schützlinge: „Wir haben eine gute Schnelligkeit in der Mannschaft“.

Mit viel Einsatz boten die Penzbergerinnen Wacker die Stirn mit oft leidenschaftlichen Abwehraktionen. Nachdem sie alle ihre drei Achtmeter verwandelt hatten, brachte ein Fehlschuss Wackers die Entscheidung und den Einzug der SG in das Endspiel.

Freuten sich über die Endspielteilnahme: Die Spielerinnen der SG Penzberg nach dem Halbfinale.

Das Finale gestaltete sich ebenso offen wie munter. Wohl auch, da Tempo nicht nur zu den Stärken Penzbergs, sondern ebenso Schäftlarns zählt. Die Penzbergerinnen bewiesen bei der 1:2-Niederlage allerdings nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Kampfgeist, indem sie bis zur letzten Minute vehement um den Anschlusstreffer kämpften.

Nach der ersten Enttäuschung konnte sich das Team dann wieder über das Erreichte freuen, wozu sicherlich auch die Preise beitrugen, wie beim ersten Platz allesamt bereitgestellt von der Bundesligamannschaft der FC-Bayern-Frauen: Ein Autogrammtrikot des Teams, eine Trainingseinheit mit der Mannschaft sowie die Möglichkeit für Kapitänin Laura (10), bei einem Spiel neben der Bank der Profispielerinnen zu sitzen. Sie sei sicher, „dass das toll wird“, sagt sie und dürfte dann vor allem auf Lina Magull, Sydney Lohmann und Co schauen, denn: „Ich spiele zwar auf mehreren Position, aber am liebsten im Mittelfeld.“

Doch die Preise waren nicht das Einzige, was bei den Mädchen Anklang fand, wie sich ihr Trainer sicher ist: „Dass der Turniertag hier so groß ist und man gleichzeitig, gleichberechtigt mit den Jungs, spielt, das gefällt ihnen schon.“ Er selbst war mit dem Abschneiden sehr zufrieden und meinte, dass eben „immer auch ein bisschen Glück und Nervenstärke dazugehören.“ Bleiben werden seiner Ansicht nach die „tolle Gemeinschaft“ dieses Finaltags und die „Fehler im Finale“ – allerdings nicht negativ gemeint: „ Davon werden die Mädchen lernen.“

Einige von ihnen werden die E-Jugend altersbedingt verlassen, Schenk schaut sich daher nach neuen Spielerinnen um: „Die E-Jugend ist bei uns die Basis für den Mädchenfußball, darunter gibt es nichts. Wegen der Pandemie ist es ein wenig knapp mit neuen Spielern.“ Allerdings fügt der Trainer noch an: „Wir werden auf jeden Fall wieder eine Mannschaft melden.“ Die Geschichten, die die nächte Generation Penzbergerinnen beim Merkur CUP erleben werden, sind also gesichert. (Thomas Jensen)

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