„Der Merkur CUP ist Vorreiter“

Merkur CUP: Haching-Kapitän Welzmüller und Präsident Manfred Schwabl loben Fairness und Werte

Sprachen zwischen Vorrunde und K.o.-Phase: Manni Schwabl, Uwe Vaders und Josef Welzmüller.
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Sprachen zwischen Vorrunde und K.o.-Phase: Manni Schwabl, Uwe Vaders und Josef Welzmüller. Foto: schlaf

Zum Finaltag des Merkur CUP wurden Hachings Kapitän Josef Welzmüller und Präsident Manfred Schwabl zum Fairnessaspekt des Turniers gefragt.

Unterhaching – Josef „Seppi“ Welzmüller sitzt auf einem Barhocker auf dem Rasen im Hachinger Sportpark. Hier hat der Kapitän der SpVgg schon viele große Fußballtage erlebt, etwa Derbys in der dritten Liga gegen 1860 München oder DFB-Pokal-Auftritte gegen RB Leipzig und Leverkusen. Am Finaltag des Merkur CUP spielt der 32-jährige Münchner nicht. Stattdessen spricht der Vorzeigeprofi zusammen mit seinem Präsidenten Manni Schwabl und Merkur CUP Leiter Uwe Vaders über Werte in Fußball und Gesellschaft.

Die wichtigsten Statements der Runde im Überblick:

■  Vermittlung von Werten

Schwabl: „Die Vermittlung von Werten und diese Werte sind ja eigentlich die Grundlage der Gesellschaft, genauso, wie das man einander hilft. Jeder hat mal ein Problem und dann muss man hinschauen. Das machen wir mit unserer Stiftung „Haching schaut hin“. Im Jugendalter geht es nicht nur darum, dass Eltern erziehen, sondern auch die Vereine sollen erziehen. Ich finde der Merkur CUP ist hier Vorreiter und auch ein Beispiel, wo man sieht, wie sich der Umgang verbessern kann. Gerade wenn es darum geht, wie sich die Spieler außerhalb des Spielfelds verbessern.“

■  Fehler

Welzmüller: „Dieses Thema haben wir auch in der ersten Mannschaft aufgearbeitet. Werte, die über den Fußball vermittelt werden, hören nicht auf. Auch ich lerne da noch dazu. Wir haben uns in der ersten Mannschaft den besten Basketballer aller Zeiten, Michael Jordan, als Vorbild genommen, weil er mal gesagt hat, dass erst durch seine Fehler zu dem geworden ist, was er ist. Wir versuchen uns deshalb daran zu erinnern, dass Fehler menschlich sind und man daraus lernen kann und dass andere für einen da sind und helfen.“

■  Teamgeist

Welzmüller: „Es muss nicht

immer alles harmonisch sein, besonders wenn es vom Niveau weiter raufgeht. Jeder muss mit Respekt, Fairness und Demut dem anderen gegenübertreten. Im besten Fall sind es dann 25 Freunde, die sich füreinander zerreißen. Es ist wichtig, nicht nur seinen eigenen Fehler ausbügeln zu wollen, sondern dass wir es schaffen füreinander genauso die Fehler der anderen ausbessern zu wollen. Dann sind wir beim Thema Teamgeist angekommen.“

Schwabl: „Im Leistungssport spielt das Gewinnen natürlich eine große Rolle, aber nicht um jeden Preis. Leidenschaft ja, aber nicht unfair spielen. Ich messe ein Team auch oft daran, wie sich die Bank außen verhält. Freut sich eine Bank wenn die Feldspieler ein Tor schießen.“

■  Verantwortung

Schwabl: „Auf dem Platz ist sie genauso wichtig, wie daneben. Wenn jemand ein Problem hat, dann sollte man ihm die Hand reichen. Deswegen verstehe ich nicht, warum DFB und BFV den Fokus nicht mehr auf die Basis, die Wurzel legen. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass sich der Profifußball immer mehr von der Wurzel entfernt. Wenn sich daran nichts ändert: dann gute Nacht.“

■  Durchhaltevermögen

Schwabl: „Es geht darum nicht aufzugeben. Ein Beispiel neben mir ist der Seppi Welzmüller: Ich habe noch nie gesehen, wie einer immer wieder so positiv zurückgekommen kann nach vier Kreuzbandrissen. Wenn der Mannschaftssport es schafft, zu vermitteln, dass man aufsteht wenn man hingefallen ist, dann ist er wertvoller wie alles andere auf dem Planeten.“

Welzmüller: „Dahinter steckt auch Dankbarkeit dafür, was der Verein oder Fußball für einen tut. Dass man überhaupt die Möglichkeit bekommt, zurückzukommen, das ist alles andere als selbstverständlich. Mit einer Sportverletzung geht es einem immer noch sehr viel besser als vielen anderen Menschen auf dieser Welt.“ (Thomas Jensen)

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