Ein perfekter Gastgeber

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Zwölf Torten mit den Vereinslogos hat Steffi Faust gebacken. Elf davon sind hier zu sehen.

Die E-Junioren des FC Bayern München haben den Merkur CUP 2018 gewonnen. Als Sieger darf sich aber auch die SpVgg Altenerding fühlen, die als Gastgeber mit ihrem Einfallsreichtum selbst die erfahrensten Haudegen aus der 23-jährigen Turniergeschichte verblüfft hat.

„Ich habe Tränen in den Augen, so schön ist es hier“, waren die ersten Worte von Merkur CUP-Chef Uwe Vaders, als er am Samstag um 7 Uhr morgens in Altenerding eintraf. Nahezu 100 ehrenamtliche Helfer von den AH-Kickern bis hin zu den U 9-Junioren hatten seit Mittwoch das Sepp-Brenninger-Stadion in die Merkur CUP-Arena verwandelt.

Überall war das Logo sichtbar. Von der Tribüne hingen große Banner herunter, und selbst auf dem Spielfeld war das rot-blaue Markenzeichen des Veranstalters sichtbar. Rudi Gandl hatte eigens neue Eckfahnen angeschafft, und vor allem der Anstoßkreis sorgte bei den Aktiven und Zuschauern für Erstaunen und Bewunderung. Günter Meier hatte in seiner Freizeit eine Holzschablone angefertigt, um das allseits bekannte Logo auf dem grünen Rasen zu verewigen.

Zwölf Torten mit den Vereinslogos

Aber auch neben den beiden frisch gemähten Spielfeldern war der Merkur CUP allgegenwärtig, und in der Kuchentheke waren Torten zu finden, die die Vereinswappen aller teilnehmenden Mannschaften, der SpVgg Altenerding, des Bayerischen Fußballverbands und das Merkur CUP-Logo zierten. Steffi Faust hatte alle zwölf Torten am Tag vor dem Turnier selbst hergestellt. Dafür war sie mehr als zwölf Stunden in ihrer Küche gestanden.

„Dieser ehrenamtliche Einsatz ist so enorm, dass man hier gar nicht die richtigen Worte findet“, sagte Abteilungsleiter Andreas Heilmaier. „Namentlich kann ich den Helferkreis gar nicht aufzählen, denn es waren in den vergangenen fünf Tagen so viele Leute am Platz, die alle einen großen Anteil am guten Gelingen der Veranstaltung hatten.“ Im VIP-Bereich ließen Steffi Faust, Regina Gruber, Tanja Gandl und Nicola Kapsner sowie Marvin Aldinger in ihrem schicken Merkur CUP-Outfit keinen Wunsch offen, und zu ihren Gästen gehörten mit Dieter Brenninger, Peter Kupferschmidt und Peter Grosser auch drei ehemalige Profis. Heilmaier nannte aber auch „unsere aktiven Senioren- und Jugendspieler, die beim Auf- und Abbau tatkräftig Hand anlegten, die vielen Spielereltern, die beim Verkauf halfen, die Abteilungsleitung, die im Vorfeld schon viele Wochen für die Planung investiert hat. Alle haben den Verein wirklich toll unterstützt“, lobte Heilmaier, der sich besonders bei Spielervater Reinhold Dangl bedankte, der die Regie über das Catering hatte. „Alle Zuschauer zeigten sich von der Auswahl und der Qualität der Speisen angetan. Insbesondere das von Georg Empl spendierte Spanferkel fand reißenden Absatz.“ Heilmaier lobte auch die Stadt Erding: „Wir haben von Bauhof Verkaufsstände und Bauzäune erhalten. Und einmal mehr zeigte sich, dass Oberbürgermeister Max Gotz für den Sport sehr viel übrig hat.“

Haching blieb bis Mitternacht

Das Rahmenprogramm quittierten die zahlreichen Zuschauer mit kräftigem Applaus. Sowohl beim Einmarsch als auch bei der Siegerehrung bot die Stadtkapelle die musikalische Untermalung. Fußballakrobat Alfred Reindl zeigte seine Künste am Ball und band die Spieler der teilnehmenden Teams in sein Rahmenprogramm ein. Anschließend trat die Tanzsportgruppe der SpVgg Altenerding mit knapp 200 Tänzern auf und zeigte ihr Können.

Auch nach der Siegerehrung gab es für die Sponsoren und VIPs weiterhin Gaumenfreuden zu genießen, denn das von Vereinswirt Günter Hirsch zubereitete bayerischen Buffet und die von Heilmaiers Tante Monika Eder angebotene Dessertauswahl inklusive bezaubernder Tischdekoration rundete den gelungenen Tag ab.

Vor allem die Unterhachinger Delegation fühlte sich in Altenerding scheinbar sehr wohl, denn Präsident Manfred Schwabl und die Juniorentrainer verweilten noch einige Stunden auf der Terrasse des Vereinsheims, ehe dann das Finale 2018 kurz nach Mitternacht sein endgültiges Ende fand.

Für die SpVgg war der Merkur CUP jedoch noch nicht Geschichte Am Sonntag um 8 Uhr starteten zahlreiche Helfer, darunter mit Benedikt Bauer, der zur SpVgg Unterhaching gewechselt ist, sogar ein ehemaliger Spieler, mit dem Abbau, der am Nachmittag beendet war.

„Die letzten Tage haben mir gezeigt“, so Heilmaier, „dass wir nicht nur ein Fußballclub, sondern ein Verein mit unglaublich engagierten und tollen Mitgliedern sind. Sowas macht einen stolz, so eine geile Abteilung führen zu dürfen“.

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