„Mini-Schwabls“ verfehlen Titelverteidigung knapp

„Es hat nicht viel gefehlt“: Haching-Präsident Schwabl tröstet.

Haching entthront, Präsident Schwabl findet aber: „Endspiel ist wunderbar“ – und denkt schon ans nächste Jahr

Sie steckten nicht auf. Nach dem ersten Gegentor hatte Hachings Stürmer Magnus Dalpiaz den Ball schon ein paar Sekunden später wieder auf den Anstoßpunkt gelegt, um weiterzumachen. Und auch als es schon drei Gegentore geworden waren, versuchte es Philipp Möhring noch einmal durch die Mitte – aber gleich zwei Beine von Gegenspielern des FC Bayern waren im Weg. Erst mit dem Schlusspfiff nahmen die Buben von der SpVgg Unterhaching zur Kenntnis, dass die Mission Titelverteidigung nicht ganz geklappt hat – und die Enttäuschung brach sich mit ein paar Tränen Bahn.

Das wollte Hachings Präsident Manfred Schwabl, der heuer erstmals auch als Merkur-CUP-Schirmherr fungierte, auf keinen Fall so stehen lassen. Noch auf dem Rasen versammelte er Magnus, Philipp und ihre Mitspieler um sich. Er hatte einige Botschaften: „Es hat nicht viel gefehlt“, war die erste. Bis zum Finale hatte Torwart Georg Schmid keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen müssen, auch nicht im Halbfinale gegen den TSV 1860. Da zeigten die Hachinger viel Biss und belohnten sich nach einem Gewühl im Strafraum mit dem 1:0 durch Erik Bär.

„Wir stehen für kämpferischen Fußball“, so Trainer Jonas Schreiber – und das sah man auch, sein Team betrieb viel Arbeit gegen den Ball. Vor allem die kleinen Mittelfeld-„Wühler“ wie Gabriel Freimuth und Wesley Krattenmacher waren in bester Schwabl-Tradition unterwegs; der Präsident war zu seiner Bundesligazeit selbst das, was man einen „Wadlbeißer“ nennt. Seine zweite Botschaft an seine Buben: „Allein dass wir wieder ins Endspiel gekommen sind, ist schon eine wunderbare Geschichte.“

Und für den „Mini-Schwabl“ Wesley muss es das noch nicht gewesen sein. Der erst Neunjährige darf im nächsten Jahr nochmal im Merkur CUP ran. Im galt die letzte Botschaft von Schwabl: „Jetzt haben wir den Bayern den Vortritt gelassen, aber das darf sich gern wieder ändern.“ Zumal das Endspiel nächstes Jahr daheim in Unterhaching stattfindet.

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