Historische Grünwalder

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Den Ehrenkodex des Merkur Cups verlasen drei Spieler des TSV Weyarn. Als Mannschaft holten sich die Gastgeber den ESB-Fairnesspreis.

TSV erreicht als Zweitplatzierter erstmals in der Vereinsgeschichte das große Finale, der FC Bayern sowieso

In 14 Tagen bei uns daheim!“ – mit diesen Worten verabschiedete sich Altenerdings Trainer Patrick Hahn am Sonntagabend beim Merkur-CUP-Bezirksfinale in Weyarn. Freudestrahlend, auch wenn seine Mannschaft als Dritter hauchdünn an der Qualifikation fürs „Finale dahoam“ vorbeigeschrammt war. In der Gruppe D des Bezirksfinals wurden bei perfekten Bedingungen die zwei Teilnehmer fürs große Finale am Samstag, den 14. Juli, in Altenerding zu komplettieren. Den FC Bayern München als Vorjahres-Zweiten und Rekordsieger hatte man auf dem Plan. Doch wer würde das zweite Ticket lösen? Am Ende war es der TSV Grünwald, der Vereinsgeschichte schrieb.

„Wir sind zum ersten Mal im Finale“, freute sich Trainer Martin Minks und schob stolz ein „zu recht“ hinterher. Zwar habe es seine Mannschaft versäumt, das ein oder andere Tor mehr zu schießen, doch unterm Strich sei der zweite Platz der verdiente Lohn, mit dem man sich in der Arbeit der letzten Jahre bestätigt sehe. „Ich freu‘ mich für die Jungs“, sagte er und eilte mit ihnen zur Siegerehrung, die einen langen aber rundum gelungenen Fußballnachmittag stimmungsvoll abrundete.

Natürlich wurden Bezirksfinal-Sieger Bayern und Mit-Qualifikant Grünwald entsprechend gewürdigt. Der heimliche Star indes war Sebastian Maurer, der verlegen im Mittelpunkt des Geschehens stand. Dem Stürmer aus Poing war im Gewühl gegen Weyarn der Führungstreffer zugesprochen worden. „Kein Tor“, korrigierte der Bub den Schiedsrichter, was Merkur-CUP-Chef Uwe Vaders, für den Fairplay weit über dem sportlichen Aspekt des weltweit größten E-Junioren-Turniers steht, imponierte: „Du bist ein Vorbild für alle“, betonte er. Zur Belohnung gab‘s nicht nur eine Fairplay-Medaille. Sebastian ist mit dabei, wenn am Ende des Merkur CUPs 2018 eine Mannschaft nach Bologna reisen darf. Ausgelost wird die Italien-Reise unter allen Mannschaften, die mit dem ESB-Fairnesspreis ausgezeichnet worden sind. Beim Turnier in Weyarn sicherte sich der Gastgeber diesen Titel.

Der TSV Weyarn war ein herzlicher Gastgeber, dem viel Lob gezollt wurde. Umgekehrt freuten sich die heimischen Fußballfans über das rege Treiben auf der Anlage: „So ein schönes Turnier gab es hier schon lange nicht mehr“, sagte einer der zahlreichen Zuschauer. Vorn war am Ende der FC Bayern – der Statistik nach souverän, vom Spiel nicht annähernd so überzeugend wie aus den Vorjahren gewohnt. Stark präsentierte sich Altenerding mit der sehr agilen Ronja Butt als einzigem Mädchen im Turnier, scheiterte aber im Halbfinale 0:1 an Grünwald. Im Spiel um Platz drei gelang dem starken Torhüter Alexander Coenen sogar ein Treffer per Abschlag, der jedoch fälschlicherweise keine Anerkennung fand.

Alle Ergebnisse im Überblick.

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