Mehr geschafft, als jemals für möglich gehalten

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Eine der wenigen Chancen gegen die Löwen. Etwas zu hoch fiel die Niederlage des TSV Bad Wiessee (in Gelb) gegen 1860 München aus.

TSV Bad Wiessee wird beim ersten Auftritt des Vereins auf so großer Bühne auf Anhieb Vierter und gewinnt den Fairnesspreis

„Kinder, Eltern – wir alle sind überglücklich“, so lautet das Fazit von TSV Bad Wiessees E-Junioren-Trainer Roland Schmid nach dem hervorragenden vierten Platz seiner Mannschaft im Merkur-CUP-Bezirksfinale in Schongau. „Wir haben mehr geschafft, als wir jemals gedacht haben.“ Noch größer war die Freude, als es beim ersten Auftritt des Vereins auf so großer Bühne zum starken Resultat auch noch eine besondere Belohnung gab. Für sein vorbildliches Verhalten wurde das Team mit dem Fairnesspreis ausgezeichnet und durfte einen Satz Trikots von Erdgas Südbayern mit nach Hause nehmen.

„Nie hätten wir Platz vier erwartet“, war der erste Kommentar des überwältigten Trainers. In einer Vierergruppe Zweiter werden sei ein Erfolg, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war, meinte Schmid. Doch mit dem 1:1 im Auftaktspiel gegen Gastgeber TSV Schongau war der Grundstein gelegt. Danach folgte aber das 1:2 gegen den TSV Schwabhausen, und ein Sieg musste her, wollte die Chance aufs Halbfinale gewahrt werden. Diese nutzten die Wiesseer mit einem beherzten Spiel gegen die SE Freising und zogen mit 2:1 ins Halbfinale ein.

Dort wartete ausgerechnet der TSV 1860 München. „Die Niederlage haben wir erwartet. Allerdings hätte sie nicht so hoch sein müssen“, sagt Schmid über das 0:10 gegen gewohnt starke und kompromisslose Löwen. Trotz allem habe man das Spiel gegen den späteren Turniersieger (4:3 im Achtmeterschießen gegen den VfR Garching) genossen und als Highlight der Saison empfunden. „Da haben die Jungs gesehen, wie Fußballspielen geht.“ Danach waren die jungen Wiesseer stehend k.o. und konnten Schwabhausen beim 2:4 im kleinen Finale nicht mehr viel entgegensetzen.

Die Freude ob des phänomenalen Turniers war dennoch ungetrübt. Während Mannschaft und Trainerkollege das große Ereignis in vollen Zügen auskosteten, saß Trainer Hansjörg Hotz im Flugzeug. Immerhin konnte er im Internet die Ergebnisse folgen. Die Details werden ihm die Buben beim nächsten Training sicher in aller Ausführlichkeit erzählen und das erste Merkur-CUP-Bezirksfinale der Vereinsgeschichte auch für ihn lebendig werden lassen.

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