Dem Gastgeber fehlt das Quäntchen Glück

Vor Beginn des Turniers wurde der Ehrenkodex verlesen (Foto links). Das übernahm Dorfens Kapitän Kilian Hobmaier (r.). Dabei assistierten ihm (v. l.) Aimer und Jakob Bachmaier.
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Vor Beginn des Turniers wurde der Ehrenkodex verlesen (Foto links). Das übernahm Dorfens Kapitän Kilian Hobmaier (r.). Dabei assistierten ihm (v. l.) Aimer und Jakob Bachmaier.

Der SV Heimstetten hat das Bezirksfinale des Merkur CUP in Dorfen gegen den ASV Dachau im Achtmeterschießen für sich entschieden. Beide Teams dürfen am großen Finale am 14. Juli in Altenerding teilnehmen. Der gastgebende TSV musste sich mit Rang sieben begnügen.

Kämpfende Kicker, emotionale Trainer und ein jubelndes Publikum – all das bekam man beim Bezirksfinale des Merkur CUP in Dorfen zu sehen. Als krönenden Abschluss sahen die Zuschauer ein packendes Finale. Erst im Achtmeterschießen setzte sich der SV Heimstetten dank einer grandiosen Leistung von Torwart Martin Sondermann, der gleich drei Versuche hielt, mit 4:3 Toren gegen den ASV Dachau durch. Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1, in der Verlängerung hatte es keinen weiteren Treffer gegeben. Der SVH krönte mit dem Sieg seine starken Leistungen im gesamten Turnierverlauf.

„Damit haben wir nicht gerechnet, haben es uns aber das ganze Jahr über erarbeitet“, sagte ein mehr als zufriedener SVH-Trainer Florian Kopp. Als Gruppensieger setzte sich seine Truppe 3:0 gegen die DJK Würmtal Planegg und 2:0 gegen den FT Starnberg durch. Im letzten Gruppenspiel gab es noch ein torloses Remis gegen den Lenggrieser SC. Das Halbfinale gewann der SVH 5:2 gegen den VfB Hallbergmoos.

Ebenso souverän dominierte der ASV Dachau seine Gruppe. Gegen den TSV Dorfen (1:0), den VfB Hallbergmoos (3:0) und den TSV Weilheim (4:0) siegte er, ohne einen Gegentreffer zu kassieren. Beeindruckend war auch die ASV-Leistung im Halbfinale, in dem sich Dachau 7:0 gegen die DJK Würmtal Planegg durchsetze. „Im Finale hat uns dann die Kraft ein bisschen gefehlt“, sagte ASV-Trainer Gordon Bunzel. „Aber wir wollten ins große Finale, und das Ziel haben wir erreicht. Deshalb sind wir mehr als zufrieden mit dem Ergebnis.“

Das Halbfinale knapp verpasst haben dagegen die Nachwuchskicker des TSV Dorfen. Am Ende scheiterten sie nur aufgrund eines Tores, das sie weniger als der VfB Hallbergmoos geschossen hatten. Im ersten Spiel haben die Gastgeber gegen Weilheim knapp mit 1:2 Toren verloren. Zur Halbzeit stand es bereits 0:2, doch dank eines Treffers von Lukas Aimer wurde es noch einmal spannend. Weilheim brachte die Führung jedoch über die Zeit.

Im zweiten Spiel wartete Hallbergmoos. Der Qualifikant aus dem Landkreis Freising startete gut in die Partie und hatte die erste Chance. Dorfen versteckte sich aber nicht und hatte nach einer Ecke ebenfalls eine gute Möglichkeit. TSV-Torwart Ferdinand Thalmeier hielt in der Folge das 0:0 fest, denn Hallbergmoos wurde stärker. Das gleiche Bild bot sich in der zweiten Hälfte, der VfB drückte auf die Führung, doch Thalmeier rettete immer wieder. Eine Minute vor Schluss konterte der TSV über Johannes Krätschmer, der im gegnerischen Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Aimer übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Achtmeter zum Sieg.

Zum Abschluss der Vorrunde wartete Favorit Dachau. Wer allerdings dachte, dass der ASV den TSV überrennen sollte, sah sich getäuscht. Dachau war zwar die spielerisch bessere Mannschaft, allerdings hielt die Defensive um Kapitän Kilian Hobmaier und Torwart Thalmeier vorbildlich. Über Konterangriffe erspielte sich Dorfen Chancen, die größte vergab Denkovski. Kurz vor dem Pausenpfiff gab es allerdings den Dämpfer, den nach einem schönen Angriff kam ein Dachauer Stürmer frei zum Schuss und Thalmeier war geschlagen. Nach dem Seitenwechsel probierte Dorfen noch einmal alles. Kurz vor Schluss ergab sich noch einmal eine Chance, doch Jakob Bachmaiers Schuss aus spitzem Winkel fand nicht den Weg in das Tor. Da Hallbergmoos sein Spiel in letzter Sekunde 3:0 gewann und dafür einen Zusatzpunkt kassierte, hatte Dorfen das Nachsehen und wurde schließlich sogar Gruppenletzter aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs gegen die punktgleichen Weilheimer.

Im Spiel um Platz sieben gegen den Lenggrieser SC zeigten die Gastgeber aber eine tolle Moral und gewannen 2:0. Nach einer Ecke war Manuel Wiedenhofer mit dem Kopf zur Stelle. Dann hatte der TSV allerdings Glück bei einem Schuss, der an die Latte knallte. Dorfen scheiterte in der Folge noch zweimal am Lenggrieser Torwart, ehe Krätschmer den verdienten 2:0-Endstand erzielte.

Dorfens Coach Markus Daubenbüchel war im Anschluss an das Turnier zufrieden. „Es war ein traumhafter Tag. Für uns war es eine riesen Geschichte, das Turnier austragen zu dürfen. Ich denke, im Verbund mit allen Beteiligten haben wir das sehr gut über die Bühne gebracht.“ Auch sportlich war er rundum glücklich. „Wir haben uns mit Platz sieben ordentlich verkauft. Vor allem gegen Dachau haben wir eine tolle Leistung gezeigt. Ich bin stolz auf unsere Jungs.“

Für Heimstetten und Dachau geht es nun am 14. Juli im großen Finale um den Titel. „Wir wollen überraschen“, meinte SVH-Trainer Kopp. Auch der ASV will nicht zum Spaß nach Altenerding reisen. „Wir haben schon gegen alle Guten gespielt und auch gegen alle gewonnen. Wir brauchen uns nicht verstecken“, sagte Coach Bunzel.

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