Mit 30 schon Trainer-Routinier

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Gruppensieg: Olympiadorf-Concordia (l.) gegen FC Eintracht.

Andreas Wenzels SV Olympiadorf-Concordia trotzt den Missständen

Drei Siege, 9:1 Tore, die Bilanz von Alexander Wenzels Team konnte sich fürwahr sehen lassen. Scheinbar ohne große Anstrengungen zog die von Wenzel betreute U11 des SV Olympiadorf-Concordia in die dritte Vorrunde des Merkur CUP ein. Kein Wunder, steht ihnen doch ein erfahrener Trainer zur Seite. Dabei ist Wenzel erst 30 Jahre alt. Schon „mit 14, 15“ aber habe er erstmals eine Trainertätigkeit übernommen, erzählt er. Diese Mannschaft habe er dann „von der F-Jugend bis in den Herrenbereich begleitet“, so Wenzel. Die eigene aktive Karriere beendete er vor vier Jahren, um sich vollumfänglich der Nachwuchsarbeit des Klubs, dem er seit dem zwölften Lebensjahr angehört, zu widmen. Wie zuvor schon seine Mutter ist Wenzel nun Jugendleiter beim SV Olympiadorf-Concordia, zum Teil habe er „vier, fünf Mannschaften gleichzeitig trainiert“.

Torlos: FT Gern (schwarz-weiß) gegen Schwabing.

Seit er aber sein BWL-Studium erfolgreich abschloss und in das Arbeitsleben eingestiegen ist, reicht die Zeit nur noch für die U11, die er zur neuen Saison in den D-Junioren-Bereich begleitet. Auch in der Liga ist Wenzel mit seinem Team erfolgreich, führt dort die Tabelle an, obwohl er „vor der Saison drei Spieler verlor“. Dass es nun so gut funktioniert, sei „nicht absehbar gewesen“, erklärt Wenzel. Bis sich die „bekanntermaßen gute Nachwuchsarbeit bei uns“ jedoch auch im Erwachsenenbereich niederschlägt, würden aber noch „drei, vier Jahre zu überstehen“ sein, wie er ahnt. Momentan kämpft die erste Mannschaft des Klubs in der A-Klasse gegen den Abstieg. Muss sich der Verein doch mit teils abenteuerlichen Bedingungen arrangieren. Seit Jahren kämpfe man für einen Kunstrasenplatz, erzählt Wenzel, das eher rustikale Vereinsheim in Gern wirkte auf ihn im Vergleich zum eigenen „wie eine Villa“.

Bei schlechtem Wetter müsse das Training auf den Plätzen der TU München schon mal ausfallen, „um den Rasen zu schonen“, doch auch bei guter Witterung müssten sich „20 Jugendmannschaften zwei Plätze teilen“. Wenzel selbst trainiert immerhin die derzeit erfolgreichste Mannschaft des Klubs.  mh

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