Toller Fußball und Kaiserwetter

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Der Einsatz war wie immer riesig beim Merkur CUP. Hier beharken sich Ottobrunner und Höhenkirchner.

Zwei überragende Mannschaften mit dem TSV Ottobrunn und dem TSV Grünwald, enge Spiele um zwei weitere Qualifikationsplätze für das Kreisfinale mit am Ende glücklichen Nachwuchskickern der SpVgg Höhenkirchen und des TSV Sauerlach: Das Merkur CUP-Vorrundenturnier am Ottobrunner Haidgraben bot beste Unterhaltung und tollen Sport.

Das Ottobrunner Maskotchen hat ganze Arbeit geleistet. Der TSV ist eine Runde weiter.

Die beiden Top-Favoriten legten fulminant los. Gastgeber TSV Ottobrunn hatte im Eröffnungsspiel gegen ebenfalls technisch beschlagene Höhenkirchener zunächst aber einige Mühe. Erst ein fulminanter Freistoß von Ahmed Can zu Beginn der zweiten Halbzeit ebnete den Platzherren nach optischem Übergewicht auch ergebnistechnisch den Weg zum klaren 3:0-Erfolg. Ottobrunns Trainerin Janka Müller war zufrieden mit Leistung und „tollem Teamgeist“. TSV- Keeper Eric Lillemann trug strahlend das zuvor vom Gegner nicht tangierte, direkt neben dem Ottobrunner Tor platzierte Stoffraubtier-Maskottchen von dannen. Der Anfang war beim Gastgeber gemacht. Was folgte, war eine weitere Qualitätssteigerung. Die E-Jugend des TSV Grünwald bot im Premierenmatch gegen den FC Ottobrunn technisches Fein-Tuning seiner technisch versierten Jung-Talente auf höchstem Niveau. Besonders die Offensiv-Kombo der Grün-Weißen um den späteren Torschützenkönig Luke Gandl (6 Treffer) und den überragenden Turnier-Akteur Tristan Armani auf der „10“ wusste die rund 200 Zuschauer auf der Anlage prächtig zu unterhalten. Fast stoisch zufrieden verfolgte TSV-Coach Stefan Enax die einseitige Partie mit einem Kombinations-Trommelwirbel seiner ambitionierten Jungs auf dem Feld. Sein Gegenüber, FCO-Trainer Blazenko Ivancic, offenbarte gegenteilige Emotionen. Ein steter Kanon der lautstarken Anfeuerung und pausenlose Anweisungen prasselte auf sein Team nieder, das beim 0:7 heillos überfordert war. „Wir haben heute das Problem, nur zwei Spieler aus dem älteren (2005er) Jahrgang aufbieten zu können. Die Kleineren sind hier körperlich noch unterlagen“, lautete Ivancics Erklärung. Grünwalds Coach Enax zeigte sich ehrgeizig. „Wir wollen mit dieser Mannschaft heuer weit kommen. In der Alligator-Liga messen sich die Jungs auch im Alltag mit den Besten vom FC Bayern oder TSV 1860.“ Grünwald setzte in der Tat ein Ausrufezeichen und marschierte ebenso wie -Liga-Konkurrent TSV Ottobrunn in Gruppe eins ungefährdet und mit weiteren Kantersiegen sogar ohne Gegentreffer durchs Turnier.

Der TSV Sauerlach bejubelt sein Tor beim 1:1 gegen den SV-DJK Taufkirchen.

Spannender gerieten die Duelle um die jeweils zweiten Gruppen-Plätze. Die entschlossenen Höhenkirchener inGruppe eins ließen sich von der Auftaktniederlage gegen den Gastgeber nicht schocken. Gegen den TSV Hohenbrunn bot die SüVgg beim 3:1 eine starke Leistung. Selbst Hohenbrunns engagiert coachendes Zwillingspaar Philipp und Oliver Engl fand am Ende kein taktisches Mittel. Hohenbrunn blieb ohne Sieg und Punkt. „Dennoch war es wichtig für unsere Jungs, heute gegen starke Konkurrenz viel zu lernen“, sagte Chef Philipp Engl. Höhenkirchen hatte Spaß am Erfolg gefunden und sicherte sich durch ein hart erkämpftes 2:1 gegen die eingangs favorisierte SG Aying / Helfendorf den zweiten Gruppenrang und den Platz im Kreisfinale. In Gruppe zwei war es noch knapper. Hinter den dominanten Grünwaldern kamen der TSV Sauerlach und der SV-DJK Taufkirchen punktegleich ins Ziel. Nachdem sie im direkten Duell beim kämpferischen 1:1 keinen Sieger gefunden hatten, setzten sich die Sauerlacher im Duell zweier starker Nachwuchsteams aufgrund der besseren Tordifferenz hauchdünn durch. Der FC Ottobrunn blieb gegen diese beiden ambitionierten Teams chancenlos.

Mütter fiebern lautstark mit

Beim Merkur CUP leuchten nicht nur die Trikots der Talente in den kräftigsten Farben, sondern auch das Schuhwerk. In nahezu allen Farbtönen strahlten auch am Haidgraben die Fußballschuhe in rot, blau, grün oder gelben Farbtönen in der Sonne und setzten neben technischen Fähigkeiten Glanzpunkte.

Mehr im Verborgenen, aber nicht minder glanzvoll wirken da die Organisatoren. Spielleiterin Anita Killi (TSV Ottobrunn) wirkte im zweiten Jahr in der Turnier- Organisation umsichtig wie ein alter Hase. Und der ausrichtende TSV Ottobrunn um Jugendleiter Emanuele Cataldo durfte sich nach intensiver Vorbereitung über ein spannendes Turnier freuen. „Toller Fußball und keine Verletzungen", nannte Cataldo als Hauptfaktoren. „Die Zuschauer sind super mitgegangen, besonders die Muttis“, schmunzelte der Funktionär angesichts einer auffälligen Vielzahl am Spielfeldrand kräftig artikulierender und gestikulierender Mütter.

Auffällig unauffällig und souverän agierte auch der 13 Jahrealte Nicolas Fürst. Als umsichtig leitender Schiedsrichter brillierte der Blondschopf während umkämpfter Partien und zeichnete sich durch ein Höchstmaß an Präsenz und Gelassenheit aus.

Insgesamt hat sich der aktive D-Jugend- Fußballer aber noch nicht entschieden, ob er eine Karriere als Spieler oder als Schiedsrichter anstrebt.

Ergebnisse:

Gruppe 1 

TSV Ottobrunn – SpVgg Höhenk. 3:0

TSV Hohernbrunn – Aying/Helfend. 1:2

TSV Ottobrunn – Aying/Helfendorf 4:1

SpVgg Höhenkirchen – Hohenbrunn 3:1

Aying/Helfendorf – Höhenkirchen 1:2

TSV Hohenbrunn – TSV Ottobrunn 0:5

1. TSV Ottobrunn 12:1 12

2. SpVgg Höhenkirchen 5:5 7

3. SG Aying/Helfendorf 4:7 3

4. TSV Hohenbrunn 2:10 0

Gruppe 2 

FC Ottobrunn – TSV Grünwald 0:7

TSV Sauerlach – SV-DJK Taufkirchen 1:1

FC Ottobrunn – SV-DJK Taufkirchen 1:5

TSV Grünwald – TSV Sauerlach 3:1

SV-DJK Taufkirchen – TSV Grünwald 0:4

TSV Sauerlach – FC Ottobrunn 4:0 

1.TSV Grünwald 14:0 12

2. TSV Sauerlach 5:4 5

3. SV-DJK Taufkirchen 6:10 5

4. FC Ottobrunn 1:16 0

Damit haben sich der TSV Ottobrunn, die SpVgg Höhenkirchen, der TSV Grünwald und der TSV Sauerlach für das Kreisfinale am 4. Juni qualifiziert

von Harald Hettich

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