SVO-Nachwuchs schafft das Wunder

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Favorit Eching und Überraschungsteam SV Oberhaindlfing-Abens stehen in der zweiten Merkur CUP-Runde. Nandlstadt verabschiedet sich ordentlich, und dem SV Kranzberg als Drittplatzierter bleibt als kleiner Trost, ein hervorragender Gastgeber gewesen zu sein.

Am Ende wurde es richtig spannend im Kampf um Platz zwei und damit dem Einzug in die nächste Runde beim diesjährigen Merkur CUP. Dank einer starken Leistung gegen die bereits qualifizierten Echinger, behielt der SV Oberhaindlfing-Abens knapp die Oberhand vor enttäuschten Kranzbergern. Sieglos auf Rang vier landete der TSV Nandlstadt.

„Das ist der Wahnsinn“, kommentierte Echings Coach Florian Uffinger mehrfach kopfschüttelnd den Auftritt seiner Mannschaft im letzten Spiel des Vormittags. Die Jung-Zebras unterlagen überraschend mit 2:3 gegen den SV Oberhaindlfing-Abens.

Mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Stefan Gomm rannte der SVO-Nachwuchs freudestrahlend in Richtung Betreuer und Eltern. Auch der FT-Mitarbeiter machte sich auf den Weg zum Trainerduo Rudi Wörl und Georg Erlacher, um zur Qualifikation für die zweite Runde zu gratulieren. „Wie? Wir sind weiter?“, staunten die Mütter und selbst die beiden Übungsleiter ungläubig.

Denn nach einem 1:1 gegen den TSV Nandlstadt, auf das sogar eine 0:1-Niederlage im Vergleich mit den Gastgebern vom SV Kranzberg folgte, hätte wohl kaum noch jemand einen Pfifferling auf das Team aus Oberhaindlfing gesetzt. Doch dank des Sieges über den haushohen Favoriten TSV Eching in Verbindung mit dem Zusatzpunkt für drei erzielte Tore, fing der SVO tatsächlich noch die Kranzberger ab.

Ein Sonderlob verdienten sich Quirin Kaindl, der eiskalt die wenigen sich bietenden Chancen gegen die Zebras in Tore ummünzte, und SVOTorwart Tim Erlacher. Wie ein Fels in der Brandung wehrte der Schlussmann einen Echinger Versuch nach dem anderen ab.

TSV-Trainer Uffinger zeigte sich hinterher dennoch nicht unzufrieden. „Es war wie immer ein schönes Turnier. Wir haben die Favoritenrolle angenommen“, lautete sein Fazit. Denn in den Begegnungen mit Kranzberg (4:0) und Nandlstadt (5:0) ließ der TSV nichts anbrennen und stand schon vor dem letzten Gruppenspiel als Turniersieger fest. „Deshalb durfte zum Schluss auch der zweite Anzug ran“, verriet Uffinger.

Sehr zum Bedauern des Kranzberger Anhangs, schließlich wären bei einem Echinger Sieg – oder wenigstens einem Remis – die Gastgeber eine Runde weiter gekommen. Doch in erster Linie haben es sich die SVK-Kicker selber zu zuschreiben, dass es nicht für die zweite Runde gereicht hat. 2:0 lagen die Gastgeber gegen Nandlstadt bereits vorne. Der TSV steckte aber nie auf und wollte sich ordentlich aus dem Turnier verabschieden. Der Rückstand wurde aufgeholt, die Partie endete letztlich 2:2.

Ganz abstreiten konnte Moderator Christoph Hierhager, gleichzeitig Jugendfußballchef des SV Kranzberg, seine Enttäuschung über das Ausscheiden seiner E-Jugend nicht. Dennoch fiel sein Resümee positiv aus. „Es war ein faires und gutes Turnier, das Eching verdient gewonnen hat. Schade, fast hätte es auch für unsere Mannschaft gereicht“. Hierhager vergaß nicht, den Müttern für die Organisation des Kaffee- und Kuchenverkaufs zu danken. „Aber auch der Platzwart, der ja das Spielfeld extra vermessen und aufstreuen musste, gehört erwähnt“, erinnerte der Jugendfußballchef stellvertretend an einige Helfer im Hintergrund, die für den reibungslosen Ablauf sorgten.

„Der Merkur CUP ist das größte E-Jugend Turnier der Welt. Die Kinder sollen auch in der ersten Runde spüren, dass sie ein wichtiger Teil davon sind“, erläuterte Hierhager den Stellenwert des Wettbewerbs. Der SV Kranzberg als Ausrichter leistete auf jeden Fall einen sehr wertvollen Anteil, genau dieses Merkur CUP-Gefühl den teilnehmenden Mannschaften und Zuschauern auf der Sportheim-Terrasse gegenüber zu verkörpern.

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