Keine Gnade mit dem Gastgeber

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Der Favorit und das Überraschungsteam: Die E-Junioren des SE Freising und die SpVgg Attenkirchen schafften ein Einzug in Runde 2.

Der SE Freising und die SpVgg Attenkirchen lösten am Sonntagvormittag das Ticket für die nächste Runde im Merkur CUP, das der Münchner Merkur mit seinen Heimatzeitungen, zusammen mit dem Bayerischen Fußballverband ausrichtet. Die E-Junioren des SV Marzling und die des SV Hohenkammer müssen dagegen im Jahr 2017 einen neuen Anlauf nehmen.

Der haushohe Favorit aus der Domstadt erhielt allerdings mehr Gegenwehr als erwartet. Die Spieler schlugen die Hände vor die Gesichter und drehten sich entnervt in Richtung Nebenplatz ab: Das Trainerduo vom SE Freising – Mario Crapanzano und Thomas Dimitriou – erlebte gleich im ersten Gruppenspiel einen der „magischen Merkur CUP-Momente“ und musste sich mit einem überraschenden 0:0 gegen die SpVgg Attenkirchen begnügen.

Über die komplette Spielzeit von zwei Mal zehn Minuten rannte der SEF-Nachwuchs zwar unermüdlich in Richtung gegnerisches Tor an. Doch eine Kombination aus Pech, zwei Aluminiumtreffern und einem herausragenden SpVgg-Schlussmann Moritz Urban, verhinderte die Freisinger Führung. Ab der 16. Minute musste Schiedsrichter Werner Deutscher – gefühlt – alle 30 Sekunden Auskunft über die verbleibende Spielzeit geben, bis der Underdog mit dem Abpfiff die Arme in die Luft streckte und den Punktgewinn wie einen Sieg feierte.

Nach einer kurzen Verschnaufpause traf Attenkirchen dann auf den SV Marzling, der sein Auftaktmatch dank der Tore von Felix Oskoui (2), Julian Weber (2) und Luca Rüger mit 5:0 gegen die Gastgeber vom SV Hohenkammer erfolgreich beendete.

Mit der anfänglichen Überlegenheit der Marzlinger fand sich die SpVgg immer besser zurecht und erzielte durch Hannes Bous das 1:0. Dem SVM fiel spielerisch wenig ein: Lange Bälle und viele Einzelaktionen prägten den Aufbau. Für ein Highlight sorgte Marzlings Luca Rüger per direkt verwandelter Ecke zum finalen 1:1.

Die SpVgg drehte in ihrem dritten Gruppenspiel nochmals richtig auf, schenkte dem SV Hohenkammer Gegentore im Dutzend ein und siegte gegen bedauernswerte Gastgeber mit 12:0. Joel Dokan (4), Matthias Kiermeier (3), Marlon Buchroth (2), Tim Saberschinsky, Hannes Bous und Taha Ucar kannten keine Gnade mit dem SVH.

„Die Mannschaft spielt seit zwei Jahren zusammen“, verriet Attenkirchens Coach Alexander Urban, „und wir freuen uns, nach langer Zeit mal wieder in Runde zwei eingezogen zu sein“.

Der SEF münzte die Enttäuschung aus dem ersten Match ebenfalls in zwölf erzielte Treffer gegen Hohenkammer um, rief gegen den komplett chancenlosen Gastgeber phasenweise auch das spielerisch vorhandene Potenzial ab. Somit hätte dem Landesliga-Nachwuchs bereits ein Remis im Duell mit den nun unter Zugzwang stehenden Marzlingern gereicht. Jannick Sommer im SVM-Tor parierte erste Freisinger Versuche, blieb aber beim 1:0 durch Eddy Johnson ohne Abwehrmöglichkeit.

Wer nun auf einen Sturmlauf der Marzlinger hoffte, sah sich getäuscht. Freilich war das Bemühen erkennbar, aber es mangelte an den Mitteln. Stets blieb der SEF weiteren Treffern näher als Marzling dem Ausgleich. Als Schiedsrichter Leon Holmhey die Partie beendete, stand Freising letztlich als verdienter 2:0-Sieger fest.

Die insgesamt 14 erzielten Treffer der Freisinger verteilten sich auf die Konten von Jonathan Günzel (5), Andrej Valdivia (3), Eddy Johnson (3), Jakob Schmid, Fabio Crapanzano und Konstantin Mayr.

Knapp die Hälfte aller 33 Vormittagstore also, die viel Arbeit für den zwölfjährigen Turniersprecher Tobias Popp beim Moderieren bedeuteten. Unterstützung erhielt der junge Mann am Mikro von seinem kleinen, flinken Helfer Niklas, der ihm stets die Rückennummern der Torschützen übermittelte und somit ebenso zum Gelingen der Veranstaltung beitrug, wie die Schiedsrichter und das Bewirtungsteam vom SV Hohenkammer.

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