Ein Fernschuss verleiht Flügel

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Für ein spannendes Nachmittagsturnier haben die Junioren aus Massenhausen/Pulling, Neufahrn, Langenbach und Moosburg gesorgt. Dabei sein, ist alles – das gilt besonders für die beiden Teams, die es nicht in die zweite Runde des Merkur CUP geschafft haben.

Überraschend viel Mühe hatte der FC Neufahrn am Sonntag, um sich für die zweite Runde des Merkur CUP zu qualifizieren. Neben der SG Team Isar-Moos, die dreimal gewann, gelang dem FCN der entscheidende Sieg erst im letzten Spiel gegen den FC Moosburg.

Am Ende waren sie am Sonntagnachmittag einfach nicht mehr zu stoppen, die Buben von der SG Team Isar-Moos, ein Zusammenschluss junger Fußballer aus Massenhausen und Pulling. Die Truppe von Coach Fabian Köppl hatte alle drei Partien in der ersten Runde des diesjährigen Merkur CUP für sich entschieden, die Qualifikation für die zweite Runde stand daher nie zur Debatte. „Meine Jungs hatten richtig Spaß“, freute sich Köppl.

Für Furore hatten seine Buben gleich im ersten Match gegen den FC Moosburg gesorgt: Zwar hatten auch die jungen Dreirosenstädter immer wieder Offensivaktionen, die Treffer machte jedoch die SG-Truppe – und zwar durch Benjamin Mirtic (3) und Shaban Marzuk. Bis zur letzten Sekunde spannend war dann das zweite Match gegen den FC Neufahrn, das technisch eigentlich versierteste Team an diesem Sonntagnachmittag. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und erspielten sich jeweils starke Torszenen. Das einzige Problem war, dass die Schüsse entweder knapp vorbeigingen oder von den beiden glänzend aufgelegten Torhütern Jan-Ole Schaffrath (Isar-Moos) und Loris Limmer (Neufahrn) entschärft wurden. Als sich in der Schlussphase beide Teams bereits mit einem Remis abgefunden hatten, schlug die große Stunde von Sebastian Brandl: Beinahe an der Mittellinie hatte der junge Verteidiger halb im Sitzen das Leder in Richtung Neufahrner Kasten gezirkelt, wobei der Ball an Freund und Feind vorbeirauschte – und so den Weg ins gegnerische Gehäuse fand. „Das war natürlich schon ein etwas glücklicher Sieg für uns“, gab Coach Fabian Köppl zu. Revanchieren können sich die Neufahrner übrigens bereits am Mittwoch, wenn sich beide Teams im Halbfinale des Sparkassen-Cups (siehe Seite 11) erneut gegenüberstehen.

Die SG-Truppe hat dieser späte Sieg jedenfalls befügelt. Denn im dritten Spiel ließ der spätere Turniersieger nichts mehr anbrennen und gewann gegen den SV Langenbach mit 6:1. An allen Treffern war dabei Shaban Marzuk beteiligt, der allein vier Buden selbst erzielte und die anderen beiden für Benjamin Mirtic und Franz Ebner auflegte.

Die ambitionierten Jugendfußballer des FC Neufahrn standen derweil nach der knappen Niederlage gegen die SG SC Massenhausen in ihrem letzten Spiel unter Zugzwang. Aber wie schon in der ersten Partie, die der FCN dank zweier Tore von Yasin Koya mit 2:0 gegen den SV Langenbach gewonnen hatte, spielten die Rot-Schwarzen schlussendlich auch gegen den FC Moosburg ihre ganze Klasse aus. Noah Thalpeliyanage hatte in der ersten Halbzeit die Führung von Furkan Dogan noch egalisieren können. Nach dem Pausentee waren die Neufahrner allerdings nicht mehr zu stoppen: Duje Vukman (2), Julian Duschl, David Romer, Markus Moharitsch und wiederum Furkan Dogan sorgten für einen überzeugenden 7:1-Erfolg. „Leider haben wir es ein wenig spannend gemacht – das war reine Kopfsache“, bewertete Neufahrns Coach Mario Moharitsch das knappe 0:1 gegen die SG Isar-Moos. „Ansonsten bin ich mit meiner Mannschaft aber zufrieden.“

Platz drei ging am Sonntagnachmittag aufgrund des knappen 2:1-Siegs gegen den FC Moosburg an die Junioren des SV Langenbach. Tobias Hartl hatte die Moosburger in einer starken ersten Hälfte in Führung geschossen. Weil aber der SVL leidenschaftlich verteidigte und auch nach vorne immer wieder geschickt Nadelstiche setzte, gelang noch die Wende: Oliver Dak hatte für den Ausgleich gesorgt, und wenige Minuten vor dem Ende gelang Niklas Huber der Siegtreffer. „Mir war klar, dass wir nicht viel holen. Wir waren da, um zu lernen“, so Langenbachs Coach Maik Moses. Beim FCM sah man den vierten Platz gelassen: „Nachdem unser etatmäßiger Keeper gefehlt hat, mussten wir da rotieren“, betonte Trainer Simon Hilz.

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