Denklingen bleibt ohne Gegentor

Die Mannschaften der Gruppe A: Vorne links (hellblau) Wildsteig, rechts (schwarz) Schongau, dahinter links (blau) Apfeldorf und rechts (weiß) Denklingen. Ganz hinten die Trainer und Betreuer.

Das Kreisfinale des Merkur CUP ist komplett. Beim zweiten Vorrunden-Turnier in Apfeldorf sicherten sich vier Teams die restlichen Tickets. Besonders stark präsentierten sich die E-Junioren des VfL Denklingen, die alle Spiele gewannen und zudem noch ohne Gegentor blieben.

Es könnte Hohenfurch sein, wo sich die Elite der jungen E-Jugendfußballer im Rahmen des Merkur CUP zum Kreisfinale trifft. „Ja. Wir haben uns dafür beworben“, bekräftigt Jugendleiter Mathias Leibnitz und wartet nur noch auf das Okay von Uwe Vaders, dem Leiter des Merkur CUP, und der Obrigkeit des Münchner Merkur, der mit dem Bayerischen Fußball-Verband als Veranstalter auftritt.

In der Schönach-Gemeinde treffen sich dann am Donnerstag, Christi Himmelfahrt, um 11 Uhr die acht Mannschaften, die sich in vier Vorrundengruppen für das Kreisfinale des Merkur CUP qualifiziert haben. Unterstützt wird das größte Fußball-Nachwuchsturnier von E.ON, Ensinger Mineral-Heilquellen, Bavaria Filmstadt und CEWE.

Mit dabei, wenn der Kreissieger und die beiden Teilnehmer für eines der vier Bezirksfinals ermittelt wird: die E-Jugendfußballer des VfL Denklingen, die SG Apfeldorf/Kinsau, der TSV Altenstadt und TSV Rottenbuch, die in zwei weiteren Vorrundengruppen auf Apfeldorfer Rasen die Tickets gelöst haben. Neben Reichling/Hofstetten, Hohenpeißenberg, Peiting und Hohenfurch (wir berichteten). Passen mussten in Apfeldorf der TSV Schongau, Wildsteig, Birkland, Bernbeuren und Dettenschwang.

Die Mannschaften der Gruppe B: Vorne (gelb) Birkland, dahinter links (dunkelblau) Bernbeuren, rechts (grün) Altenstadt, hinten links (weiß) Dettenschwang, rechts (rot) Rottenbuch sowie ganz hinten die Betreuer und Trainer.

Spannender und nervenaufreibender kann Nachwuchsfußball nicht sein. Gastgeber Apfeldorf/Kinsau war im abschließenden Match schon draußen, 30 Sekunden vor dem Abpfiff lag die Mannschaft gegen Wildsteig noch mit 1:3 hinten. „Bei dem Spielstand hätte es nur zum vierten Platz gereicht“, rechnete Jugendleiter Holger Lieb schnell nach. Doch dann kam die Wende: In den verbleibenden 30 Sekunden schossen die Gastgeber noch zwei Tore, holten sich damit den Zusatz-Punkt, den es beim Merkur CUP für drei und mehr geschossene Tore gibt, und sind beim großen Kreisfinale dabei. „Jetzt freuen wir uns natürlich auf das Kreisfinale“, strahlte Lieb trotz des unliebsamen Wetterumschwungs, der ab Mitte des Turniers nur noch Regen brachte. „Wir sind mit sechs F-Jugendspielern angetreten und waren nur krasse Außenseiter“, sprach Lieb schon von einem Fußball-Wunder, das dem SV Apfeldorf/Kinsau widerfahren ist.

Freilich zur Enttäuschung der Schongauer Vertretung, die Opfer der Unberechenbarkeit des Fußballsports wurde und mit einem Bein schon im Kreisfinale stand. Mit einem 12:0-Sieg über zunächst schwache Wildsteiger starteten die Lechstädter ganz im Sinne des Merkur CUP, bei dem der offensive Fußball und somit auch viele Tore besonders belohnt werden. Doch gegen Außenseiter Apfeldorf/Kinsau unterlagen die Schongauer mit 0:2, und auch gegen Denklingen, das alle seine Matches gewann, wurde mit 0:1 verloren. „Wir haben uns vom Schongauer Sieg über Wildsteig nicht beeindrucken lassen und voll auf Angriff gesetzt“, bemerkte Lieb nach dem Sieg seiner Mannschaft. Der Mut wurde belohnt.

In einem Kopf-an-Kopf-Rennen behauptete sich der TSV Altenstadt in der Gruppe B nur angesichts der besseren Torbilanz vor dem TSV Rottenbuch. „Gut, dass wir in Hohenfurch eine Woche vorher nicht dabei waren, die Peitinger sind sehr stark und auch andere Mannschaften nicht zu verachten“, meinte Altenstadts Trainer Ulf Barlag und ging durchaus optimistisch in die Spiele. „Hier können wir schon was ausrichten, wir haben eine gute Mannschaft“, lobte er sein Team. Ein 2:1 gegen Dettenschwang, 3:0 über Rottenbuch und ein 5:1 gegen Birkland brachte dank der beiden Zusatzpunkte elf Zähler. Ebensoviele sammelte der TSV Rottenbuch, der sich im direkten Vergleich mit 2:0 behauptete, sich aber gegen Bernbeuren nur mit einem 1:1 begnügte und lediglich auf einen Zusatzpunkt beim 3:1 gegen Dettenschwang bauen konnte.

Ein Dutzend Helfer sorgten in Apfeldorf, im vorigen Jahr Ausrichter des Kreisfinals, trotz der widrigen Umstände in der zweiten Hälfte der Turnierrunden für einen reibungslosen Ablauf. Geleitet wurden die Spiele von den einheimischen Schiedsrichtern Fabian Bremauer, Florian Schertich, Florian Spöttle und Stefan Hitzlberger.

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