Clevere Attenkirchener überraschen alle

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Engagierter Einsatz von Til Stachwowski vom TSV Moosburg (l.) und Cedric Grube vom späteren Sieger FVgg Gammelsdorf.

Spannend bis zum Schluss blieb das Vormittags-Turnier um den Merkur CUP in Moosburg. Mit der FVgg Gammelsdorf setzte sich zwar einer der Favoriten durch, der zweite Kreisfinalist heißt aber nicht TSV Moosburg, sondern SpVgg Attenkirchen. Nur der vierte Platz blieb dem VfR Haag.

Die Enttäuschung bei den Buben des TSV Moosburg war am Ende sehr groß. Mit der FVgg Gammelsdorf galten sie als Anwärter fürs Kreisfinale. „Wir sind vielleicht zu nervös heute ins erste Spiel reingegangen“, suchte TSV-Trainer Georg Dietrich nach der Ursache. „Schade, wir hatten es selber in der Hand.“

In seinem ersten Spiel hatte es der Gastgeber mit dem Topfavoriten Gammeldorf zu tun. Obwohl sich die FVgg nicht überragend präsentierte, fanden die Moosburger nie ihren Spielrhythmus, Die Gäste legten gleich einmal drei Tore vor – Elias Hölzl und Cedric Grube (2) – trafen für Gammelsdorf. Von diesem Schock erholten sich die Neustädter nur langsam. Kilian Dietrich verkürzte zwar auf 1:3, doch postwendend stellte Tobias Kießling den alten Abstand wieder her.

War kaum zu bremsen: Joel Dokan von der SpVgg Attenkirchen (r.), hier im Laufduell mit Lorenz Epple vom VfR Haag.

Im Spiel davor hatten der VfR Haag und die SpVgg Attenkirchen signalisiert, dass sie sich zurecht für die Zwischenrunde qualifiziert hatten. Die Haager legten los wie die Feuerwehr, dominierten die Partie, waren aber gegen die kompakt stehende SpVgg-Defensive zu zögerlich im Abschluss. So manchem Haager Buben fehlte vielleicht auch das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit. Das 1:0 für den VfR lag lange in der Luft. Dann der Paukenschlag: Hannes Bous (SpVgg) zog an der Mittellinie ab, und sein fulminanter Schuss zappelte zum Schrecken der Haager im Netz. Mit diesem 1:0-Sieg legte Attenkirchen den Grundstein fürs Kreisfinale.

Die Haager ließen sich durch diese unglückliche Niederlage nicht beirren und setzten in ihrer zweiten Partie den Favoriten Gammelsdorf mächtig unter Druck. Das 1:0 durch Luis Huf war der Lohn. Doch der 1:1-Ausgleich durch Alexander Maier hielt die FVgg auf Finalkurs.

Die Moosburger standen in ihrer zweiten Partie bereits unter Siegzwang. Michael Wagner erzielte das vielumjubelte 1:0. Das beeindruckte die Attenkirchener wenig: Joel Dokan traf zweimal. Es stand 1:2. Florian Weissenbach egalisierte kurz vor Schluss. Erst in der dritten Partie gegen den VfR Haag lief es für die Neustädter wie gewohnt. Weissenbach und Dennis Maier trafen rasch zum 2:0, und Justin Kittler erhöhte auf 3:0.

Damit war klar, dass Moosburg nur bei einem Sieg von Attenkirchen über Gammelsdorf ins Kreisfinale einziehen würde. In dieser packenden Partie schenkten sich die FVgg und die SpVgg nichts. Bous schoss Attenkirchen zwar mit 1:0 in Führung, doch durch den 1:1-Ausgleich von Kießling mit einem klasse Kopfball, feierten beide Teams danach den Einzug ins Kreisfinale.

„Dass wir im Kreisfinale stehen, kommt für uns völlig überraschend“, so das SpVgg-Trainergespann Yvonne Urban, Alex Urban und Josef Kiermeier. „Unsere Mannschaft hat heute super gekämpft.“

FVgg-Trainer Enrico Gleitz konnte sich nur über das Weiterkommen freuen. „Heute hat unsere Mannschaft sehr durchwachsen gespielt und nur teilweise ihre normale Leistung gezeigt. Wir waren uns wahrscheinlich nach dem Sieg im ersten Spiel gegen Moosburg zu sicher. Dass wir im Kreisfinale stehen, ist für uns dennoch ein sehr großer Erfolg. Dort sehen wir uns nur in der klaren Außenseiterrolle.“

Die VfR-Trainer Andi Pfnür, Martin Sellmaier und Manfred Lohsek nahmen das Ausscheiden ihres Teams gelassen hin: „Schade, mit ein bisschen mehr Glück wäre sicherlich mehr möglich gewesen, und wir hätten vielleicht sogar für eine Überraschung sorgen können. Aber Attenkirchen hat das im ersten Spiel sehr clever gemacht.“

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