Bitter: Punktgleiche Wanger scheiden aus

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Nur zwei kommen weiter: Beim Nachmittagsturnier in Hohenkammer entschied bei drei punktgleichen Teams letztlich das Torverhältnis.

Strömender Regen beherrschte am Sonntag die Merkur CUP-Turniere. Am Nachmittag hinterließ das Nass von oben auf dem Platz des SV Hohenkammer deutliche Spuren.

Mit dem immer tiefer und schlechter bespielbaren Geläuf kamen die Teams vom VfR Haag und TSV Au am besten klar und zogen in die zweite Runde ein. Bitter: Der FC Wang blieb mit acht Punkten ebenso auf der Strecke wie die abgeschlagenen Pullinger.

Wenn man mit acht Punkten ausscheidet, ist das schon sehr bitter. Am Sonntag traf dieses Los den FC Wang. Dabei erwischten die E-Junioren-Kicker dieses Vereins einen Traumstart. Zur Halbzeit der 20-minütigen Spieldauer lag der FCW im Eröffnungsspiel mit 3:0 gegen einen anfangs sehr zurückhaltenden TSV Au in Front. Die Mannschaft aus der Hallertau drehte im zweiten Durchgang allerdings mächtig auf, verkürzte schnell auf nur noch 3:2 und wäre fast noch mit dem Ausgleich für die Aufholjagd belohnt worden.

Auch die zweite Partie gestaltete sich abwechslungsreich: Hin und her ging es zwischen dem VfR Haag und dem SV Pulling. Letztlich behielt das Team von der Amper knapp mit 3:2 die Oberhand.

Schon nach den ersten beiden von sechs Begegnungen zeichnete sich ab, dass es ein spannender Nachmittag im Dauerregen von Hohenkammer werden würde. „Genau das macht den Merkur CUP aus“, fand Spielleiter Torsten Horn: „Die freie Auslosung ohne Setzliste bescherte uns hier eine relativ ausgeglichene Gruppe.“ Denn obwohl Wang anschließend mit 0:5 gegen Haag unterlag, entsprach das Resultat nicht unbedingt dem Spielverlauf.

Der TSV Au nutzte die Gunst der Stunde und rehabilitierte sich beim 5:3 über den SV Pulling für die Auftaktniederlage. Zudem war es die einzige Partie des Tages, in der beide Mannschaften einen Sonderpunkt sammelten. Den erhält beim Merkur CUP jedes Team, das drei oder mehr Tore innerhalb einer Begegnung auf der Haben-Seite verbuchen kann.

Vor dem letzten Spielblock durften sich bis auf die keinesfalls enttäuschende, tabellarisch aber abgeschlagene Vertretung aus Pulling, alle Teilnehmer noch Hoffnung auf das Weiterkommen machen. Für Au bedeutete die Ausgangslage, unbedingt gegen Haag gewinnen zu müssen und dabei den Extrapunkt einzuheimsen, um nicht die Segel nach der ersten Runde streichen zu müssen. Tatsächlich setzte sich die Mannschaft von Andreas Jakob und Siegfried Geppert mit 3:1 gegen den VfR durch.

Dem FC Wang nützte sein abschließender 5:1-Erfolg über den SV Pulling in Bezug auf die nächste Runde nichts mehr. Denn da drei Mannschaften bemerkenswerte acht Punkte erzielten, war das Erstellen einer Sondertabelle nötig. Das Regelwerk besagt, nur die Spiele der drei punktgleichen Teams untereinander zu werten. Diese Maßnahme half von den erreichten Zählern her nicht weiter, da keiner gegen Pulling einen Punktverlust zu beklagen hatte. Es wurde ein Blick auf das Torverhältnis der Sondertabelle nötig – und da setzte sich Haag mit 6:3 Toren vor Au (5:4) an die Spitze. Wang bezahlte die 0:5-Pleite gegen Haag mit dem undankbaren dritten Rang bei einem Torverhältnis von 3:7 vor dem SV Pulling als Vierter.

Am treffsichersten war Simon Martinez vom TSV Au mit sechs erzielten Toren vor Haags Luis Huf (5), Luca Kratzer aus Wang (4) und Marzuk Shaban (3) vom SV Pulling.

Spielleiter Horn lobte die Ausrichtervereine, die dem miesen Wetter getrotzt hatten. In Zolling wurden Pavillons aufgestellt und in Hohenkammer ausweichend auf dem Platz gespielt, an dem es Unterstände gibt. Auch die Schiedsrichter – nachmittags waren mit Tolga Aydin und nochmals Leon Holmhey zwei junge Unparteiische im Einsatz – verdienten sich anerkennende Worte.

„So kann es am nächsten Wochenende weiter gehen“, sagte Horn, und gab bereits den Termin für die zweite Runde bekannt: Gespielt wird am Samstag, 7. Mai. Der Austragungsort ist noch offen.

Jochen Jürgens

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