Merkur CUP Kids besuchen Spiel der Löwen:

Super Stimmung – nur kein Sieg

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Beste Laune im Fanblock: Die Merkur-CUP-Kinder mit den beiden Löwen-Profis Milos Degenek (links) und Filip Stojkovic.

Julian Ejupi hat es nicht leicht. Der 10-jährige Nachwuchsfußballer des TuS Geretsried ist in seiner Mannschaft der einzige Anhänger des TSV 1860.

„Meine Mitspieler sind eigentlich alle Bayern-Fans“, sagt er. Doch am gestrigen Sonntag war Julians großer Tag. Weil die Geretsrieder Buben um Kapitän Julian es im Sommer bis ins Kreisfinale des Merkur CUP geschafft haben, hat der TSV 1860 den TuS Geretsried und die 127 weiteren Kreisfinalisten mit einer Arena-Einladung für das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf belohnt.

Daumen hoch für den CUP der Mädchen: Franzi Vogel, Antonia Mayer und Eva Schlick (v.l.) vom TSV Grasbrunn.

Insgesamt über 2000 Buben und Mädchen durften sich über dieses Zuckerl für ihre Teilnahme beim weltgrößten Fußballturnier für E-Jugendliche freuen. Und mit den Freikarten in der Hand entdeckten Julians Mitspieler aus Geretsried schnell Gefühle für die Blauen. Rechtsverteidiger Xaver Kieslinger sagte: „Ich mag die Löwen heute schon.“ Trainer Martin Lechner, eigentlich auch der Konkurrenz vom FC Bayern zugetan, hatte seinem Team die Marschrichtung vorgegeben: „Wer mitkommt, der ist für die Löwen.“

Noch weiter in die Höhe schnellte die Geretsrieder Sympathie für Sechzig, als kurz vor Anpfiff ein besonderes Begrüßungskomitee im Fanblock vorbeischaute. Milos Degenek und Filip Stojkovic, zwei waschechte Löwen-Profis, ließen es sich nicht nehmen, den jungen Gästen persönlich Hallo zu sagen.

Xaver, der Teilzeit-Löwenfan, ergriff die Gelegenheit gleich beim Schopf und fragte nach, wann man anfangen muss mit dem Fußballspielen, um es später einmal in die zweite Bundesliga zu schaffen. „Ich habe mit acht Jahren beim Sydney FC begonnen“, antwortete Degenek. Auch Filip Stojkovic berichtete den neugierigen Buben von seinen Anfängen: „Mit sieben Jahren war Roter Stern Belgrad mein erster Klub.“ Maximilian interessierte, wie lange man als Profi täglich üben muss. „Das kommt darauf an“, erklärte Degenek, „ob man ein oder zwei Mal am Tag Training hat. An kurzen Tagen zwei bis zweieinhalb Stunden. An langen Tagen auch mal vier.“

Shakehands mit dem Fußballstar: Valentin Reithmayer vom FSV Höhenrain freute sich über Degeneks Besuch.

Bei einem Blick auf den Rasen wurden die Geretsrieder ein wenig stutzig. Warum haben die beiden Abwehrspieler so kurz vor Anpfiff überhaupt noch Zeit? „Wir sind beide verletzt“, löste Degenek das Rätsel auf, „ich habe einen Meniskusschaden und Probleme am Innenband. Wann ich wieder fit bin, weiß ich noch nicht.“ Sein Teamkollege Stojkovic hatte bessere Nachrichten: „Ich fange morgen wieder an, mit der Mannschaft zu trainieren.“

Freikarten und ein kurzer Plausch mit den Stars – nur ein Heimsieg fehlte am Ende. Geretsrieds Nachwuchstrainer Martin Lechner war trotzdem rundum zufrieden: „Ich finde es super, was die Sponsoren des Merkur CUP alles bieten. Die Einladung von Sechzig ist für die Kinder und für mich als alten Hasen eine tolle Sache.“

Im nächsten Jahr tritt der TuS Geretsried noch einmal in fast der gleichen Besetzung beim Merkur CUP an. Bis ins Bezirksfinale wolle man dann kommen, sagte Trainer Lechner. Aber auch das Kreisfinale wäre schon eine tolle Sache, denn dann gäbe es wieder Freikarten. Die Löwen-Sympathie, sie ist jetzt da.

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