Trainertalent mit sozialer Ader

Starke Vorstellung: Der SV Waldeck (l.) gegen den MTV 79.

Mit erst 18 Jahren führt Philipp Deppner den SV Waldeck ins Finale.

Mit seinen erst 18 Jahren war Philipp Deppner der bei weitem jüngste Trainer beim Kreisfinale des Merkur CUP am Samstag auf der Anlage des FC Hertha. Das aber hielt ihn nicht davon ab, der erfolgreichste zu sein. War der Turniersieg des TSV 1860 so zu erwarten gewesen, gelang Deppner mit seinen E-Junioren des SV Waldeck-Obermenzing mit dem Einzug ins Bezirksfinale am 2. Juli ein echter Achtungserfolg.

Nach seinem Abitur absolviert der gerade erst volljährig gewordene Deppner derzeit ein freiwilliges soziales Jahr bei seinem Heimatklub, bei dem er zudem selbst noch aktiv ist und zwischen der in der Kreisliga beheimateten ersten Mannschaft und der Reserve pendelt. Drei Mannschaften betreute er zuletzt im Rahmen des sozialen Engagements, darunter die B-Junioren des Vereins, deren Spieler gerade einmal zwei Jahre jünger sind als Deppner selbst.

Ab dem nächsten Semester werde er mit einem Studium beginnen, erzählt der Nachwuchs-Coach, im Verein werde er künftig nur noch die U13 betreuen. Ist doch selbst ein Fußballverrückter wie der junge Waldecker an seine Grenzen gestoßen, „wenn du am Tag sechs Stunden auf dem Platz stehst“, wie er einräumt.

Es bereite ihm „großen Spaß, mit Kindern zu arbeiten“, ihm selbst sei „früh klar geworden, dass es als Aktiver nicht für den Leistungsbereich reichen wird“, beweist der junge Übungsleiter zudem schon beachtlich reflektierende Reife. Wie es scheint, wächst bei den Obermenzingern ein großes Trainertalent heran, das irgendwann auch im Herrenbereich bestehen kann.

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