„Ab jetzt ist alles Zugabe“

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Jason Khauer (Mitte) präsentiert sich als vorbildlicher Kapitän der Unterhachinger Fortuna.

Das fußballerische Niveau des Turniers steigt von Jahr zu Jahr. Die Vereine legen nämlich immer mehr Wert auf eine fundierte fußballerische Ausbildung ihrer Talente. Auch die Taktik spielt eine immer größere Rolle.

Patrick Unterberger (SpVgg Unterhaching): „Wir sind unserer Favoritenrolle klar gerecht geworden. Die Mannschaft hat gut gearbeitet und die taktische Marschroute klug umgesetzt. Von Pflichtsieg möchte ich auch aus besonderem Respekt vor den sehr guten Gegnern aber nicht sprechen. Das Niveau beim Merkur CUP ist ausgezeichnet und wird Jahr für Jahr noch besser. Wir wollen natürlich auch heuer wieder ein Wort in der entscheidenden Turnierphase mitsprechen und möglichst weit kommen. Ein Selbstläufer wird das Bezirksfinale aber sicher nicht. Wichtiger als dieser tolle Turnier-Höhepunkt ist mir ohnehin die Vervollständigung der Grundlagenarbeit. Die Jungs sollen bei der Spielvereinigung umfassend ausgebildet werden.“

Heiko Khauer (Fortuna Unterhaching): „Mit dem Bezirksfinale haben wir unser großes Ziel erreicht. Ab jetzt ist alles Zugabe. Wir haben uns schon sehr umfangreich auf das Turnier vorbereitet – zuletzt mit zwei Wochen Taktikschulung zum normalen Training. In der Mannschaft steckt Potenzial. Das wusste ich. Die Jungs haben toll gekämpft und gespielt und auch in schwierigen Phasen Moral bewiesen. Das Bezirksfinale hat sich mein Team verdient. Zur einen oder anderen Überraschung sind wir vielleicht schon noch fähig.“

Andi Aust (SpVgg Höhenkirchen): „Die Mannschaft hat heute voll überzeugt und alles aus sich herausgeholt. Dabei mussten wir sogar auf unseren Stamm-Libero und stärksten Spieler verzichten. Natürlich hatten wir heute in der ein oder anderen Situation auch Glück. Aber die Mannschaft ist gerade auch in der Defensive toll gestanden. Bin stolz auf mein Team. Seit vier Jahren betreue ich die Jungs. Man spürt den Fortschritt. Die Burschen lernen eifrig dazu.“

Stephan Gandl (TSV Grünwald): „Ein tolles Turnier! Die Jungs werden hier vor dieser Kulisse und bei der tollen Athmosphäre ganz ehrfürchtig. Leider ist es für uns heute nicht wie erhofft gelaufen. Nach dem tollen Vorrundenturnier hatten wir uns eine Chance aufs Finale und damit das Weiterkommen ausgerechnet. Dafür hätten wir aber die Gruppe gewinnen müssen, um der Übermannschaft Unterhaching im Semifinale aus dem Weg zu gehen. Wir waren aber heute als Team nicht so stark und bereit wie zuletzt. Trotzdem ein tolles Erlebnis.“

Tobias Rembeck (FC Deisenhofen): „Wir haben uns selbst zuzuschreiben, heute nicht mehr erreicht zu haben. Wir haben uns taktisch nicht immer klug angestellt und etwa trotz Überlegenheit im ersten Spiel gegen Sauerlach gleich eine vermeidbare Niederlage kassiert. Da stehst du gleich mit dem Rücken zur Wand. Aber die Mannschaft hat Moral gezeigt und sich gegen Ende gesteigert. Dass wir personell nicht komplett waren, soll keine Ausrede sein. Aber es war mehr drin.“

Michael Runge (SV Pullach): „Ein ärgerlicher Ausgang. Mit einem etwas konzentrierteren Auftreten hätten wir das Halbfinale auf jeden Fall erreichen können. Gegen Grünwald war die Mannschaft konzentriert, gegen Ottobrunn haben wir unnötig verloren und unser Ausscheiden so selbst fabriziert. Dem jungen Team mache ich aber keine Vorwürfe. Nur: 80 Prozent der Leistungsstärke abzurufen reicht angesichts der Qualität in diesem Turnier eben nicht. Ich als Trainer muss aufpassen, nicht zu emotional zu sein. Das ist mir im letzten Gruppenspiel leider passiert. Sorry!“

Martin Huber (TSV Ottobrunn): Wir wollten heute gerade als Gastgeber vielleicht etwas zu viel und haben uns sehr viel vorgenommen. Wir hatten zudem nicht unseren glücklichsten und besten Tag erwischt. In den letzten Spielen und gerade nach der unglücklichen Auftaktniederlage gegen Grünwald hat sich die Mannschaft aber toll aufgerappelt und Moral gezeigt. Insgesamt ist der Merkur CUP sowieso eine ganz tolle Sache und die Erfahrung für die Jungs toll. Das nimmt man in jedem Fall mit.“

Michael Ellinger (TSV Sauerlach): „Aus unserer Sicht lässt sich das Turnier ganz einfach beschreiben: Wir haben gut angefangen und ein Katastrophen-Ende erlebt. Das 1:11 gegen zugegeben sehr starke Hachinger war schon schwer zu verdauen. Positiv sehe ich den Umstand, dass die Jungs dabei auch viel lernen. Spaß hatten die Burschen ohnehin, und immerhin waren wir im Kreisfinale dabei. Mir jedenfalls macht die Trainerarbeit sehr viel Spaß. Auch bei Niederlagen.“

Aufgezeichnet von Harald Hettich.

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