Vier Favoriten auf Augenhöhe

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Nicht zu stoppen war bisher der FC Rot-Weiß Klettham. Am Samstag zählen die Erdinger allerdings zu den Außenseitern.

So spannend wie heuer war das Kreisfinale im Merkur CUP wohl noch nie: Gleich vier Teams haben das Zeug zum Turniersieg. Die restlichen vier Mannschaften genießen ihre Rolle als Außenseiter.

Als der FC Bayern München 1999 das Finale der Championsleague verlor, war Mats Hummels untröstlich. Viel schlimmer war für ihn allerdings, dass er wenige Wochen danach das Endspiel im MerkurCUP verlor. Warum? „Weil ich den nie mehr gewinnen kann“, soll er gesagt haben.

Sieben Teams aus der Starken Gruppe

Dieser Titel fehlt also dem Welt- und Deutschen Meister. Die rund 90 Kicker, die am Samstag in Dorfen antreten, haben noch alle Chancen. Vor allem aber steht ihnen das erste große Fußball-Highlight ihrer noch jungen Karriere bevor: das Erdinger Kreisfinale des Merkur CUP 2016. Die besten acht U 11-Mannschaften des Landkreises treffen sich ab 13.30 Uhr und spielen ihren Sieger aus und die beiden Teilnehmer fürs Bezirksfinale aus. Und es sind tatsächlich die besten Acht.

Sieben Teams stammen aus der so genannten Starken E 1-Gruppe. Lediglich die Rot-Weißen aus Klettham kommen aus der Zweier-Gruppe, haben sich aber in der Zwischenrunde souverän durchgesetzt. Dennoch zählt das Team zu den Außenseitern. „Es gib vier Favoriten, die ich auf Augenhöhe sehe“, sagt Günter Sattler. Der Jugendleiter des Gastgebers freut sich über die „geniale Gruppeneinteilung“, denn die Top Vier sind gleichmäßig verteilt.

Sattler zählt dazu die eigene Mannschaft und die SpVgg Altenerding, die in der Gruppe 1 noch auf den TSV Wartenberg und eben Klettham treffen. „Unsere Buben freuen sich schon riesig auf das Turnier“, sagt Sattler, der aber nicht weiß, ob das Heimrecht ein Vorteil ist. „Hoffentlich sind sie deswegen nicht zu aufgeregt. Es sollte ja dennoch der Spaß im Vordergrund stehen.“

Und kein taktisches Geplänkel, weshalb der Merkur auch das Offensivspiel belohnt, indem er für die Mannschaft das dritte erzielte Tor pro Spiel einen Zusatzpunkt gewährt.

Deshalb hat der SV Walpertskirchen zum Beispiel in der Zwischenrunde zwölf Zähler aus drei Spielen geholt. Und damit wären wir bei einem der Favoriten aus der Gruppe 2. Der andere ist der FC Forstern. Beide Teams führen übrigens die Punktrunde in der E 1-Gruppe mit fünf Siegen und einer Niederlage an – gemeinsam mit dem TSV Dorfen. Dort hält sich auch der TSV Taufkirchen (Platz vier) sehr gut, der quasi der Geheimtipp in dieser Gruppe ist. Sehr schwer wird es für den FC Langengeisling. „Wir haben fast nur Spieler des jungen Jahrgangs dabei. Für uns ist schon das Erreichen des Finales ein riesiger Erfolg“, sagt Coach Rainer Fischer.

Zweitliga-Profi als Gaststar

Auch beim TSV Dorfen spielen etliche junge Jungkicker. „Damit ist die Mannschaft zwar oft körperlich unterlegen, aber die Buben machen das spielerisch schon wieder wett“, glaubt Sattler, der mit seinem Organisationsteam schon einiges vorbereitet hat. „Vielleicht kommt Andi Voglsammer vorbei“, erzählt Sattler, der seit vielen Jahren Kontakt hält mit dem Dorfener, der inzwischen beim Zweitligisten Arminia Bielefeld spielt. Ein Partyzelt und ein VIP-Pavillon wird errichtet, „außerdem haben wir die Lautsprecheranlage so umgebaut, dass alle Zuschauer die Durchsagen gut verstehen können“, sagt Sattler, der hofft, dass das Wetter hält. „Ich organisiere jetzt schon seit 30 Jahren Fußballturniere, und bis auf zweimal hat’s nie geregnet.“ Das eine Mal war’s allerdings beim ersten Kreisfinale, das der TSV – selbstverständlich perfekt – organisiert hatte. Dorfen ist also vorbereitet – natürlich auch die Spieler, die heute mit ihren Trainern Anton Moser und Jörg Lüehrs eine letzte Übungseinheit absolvieren. Zur Vorbereitung hatte der TSV übrigens ein Testspiel in der Allianz Arena. „Wir haben gegen die Löwen verloren“, erzählt Sattler. Aber das hat schließlich Mats Hummels damals im Merkur CUP-Finale auch.

Parkplätze gibt es ausschließlich am Dorfener Volksfestplatz und hinter der Eishalle. Zu Fuß sind es dann bis zum Sportplatz lediglich drei Minuten.

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