Gefühl wie in Champions League

+
Die Markt Schwabener Spielerinnen um Trainer Markus Straub (r.) schlugen sich im Finale des Merkur CUP wacker. Karin Mayr (hi., M.), Spielleiterin des Kreises München, gratulierte zu Platz fünf im Finalturnier.

Für die Mädchen der SpVgg Markt Schwabener Au fühlte sich die Teilnahme am großen Merkur CUP-Finale an, wie die Champions League für die Stars des FC Bayern. Der FFC Wacker München dominierte am Samstag in Huglfing zwar wie erwartet, die MSA-Juniorinnen landeten aber einen Achtungserfolg.

Vorneweg: Dass der Frauen-Fußballclub Wacker München wieder im Finale stehen würde, daran hatte keiner gezweifelt. Doch der vierfache CUP-Sieger musste heuer bis zum Schluss zittern – erst im Achtmeterschießen bezwangen sie den TSV Grasbrunn mit 4:3 (1:1 n.V.).

Auch der Rest der acht Mannschaften, die sich für das große Endturnier in Huglfing qualifiziert hatten, lieferte sich spannende Duelle auf Augenhöhe. Wie eng die Fähigkeiten der U11-Teams beieinander lagen, zeigt beispielsweise die knappe 0:1-Vorrunden-Niederlage der Markt Schwabenerinnen gegen den späteren Finalisten Grasbrunn.

Für MSA-Trainer Markus Straub schwebt der TSV Grasbrunn trotzdem noch über den Dingen: „Es waren sehr knappe Spiele. Die Mannschaften zwischen Platz drei und acht waren sehr ausgeglichen“, fand Straub. Er hob besonders die Leistung seiner Torhüterin Lorena Beer hervor, „die tolle Paraden gezeigt hat und zurecht vom Kommentator des Turniers begeisternd gelobt wurde“. Zählen konnte Straub auch auf die Torschützinnen Jolina Korb und Vera Funk. Letztere erzielte fünf der sechs SpVgg-Treffer. Mit einem lupenreinen Hattrick sorgte Vera im Spiel um Platz fünf für Freudenstürme auf der Tribüne. Zur Pause lag die SpVgg Markt Schwabener Au mit 0:2-Toren gegen Gastgeber SC Huglfing zurück. „Die Mädels waren niedergeschlagen. Aber ich habe ihnen gesagt, dass es weitergeht und zwei Tore schnell geschossen sind“, erzählte Straub, der damit scheinbar genau die richtigen Worte fand. Das letzte der drei Funk-Tore fiel in der Schlussminute.

„Wenn du mit einem Sieg aus dem Turnier gehst, ist die Stimmung natürlich top“, so Straub weiter, der am Sonntag die erfolgreiche Saison (Meister in ihrer Gruppe) mit einer großen Feier zum Abschluss brachte. Auch wenn Straub glaubt, dass seine Spielerinnen „mit ein bisschen Glück“ auch um Platzdrei hätten spielen können, war er doch begeistert: „Die Ergebnisse waren nicht überragend, aber spielerisch lief’s richtig gut. Wir haben gekämpft, alles gegeben und richtig Fußball gespielt.“

Für ihre tollen Leistungen erhielt jede Spielerin bei der Siegerehrung noch einen Merkur CUP-Miniball und einen Pokal. Weil DJ und Moderator für Stimmung wie bei einer Meisterfeier auf dem Rathausbalkon am Marienplatz sorgten, sprach Straub von „einer Siegerehrung auf Champions League-Niveau.“

Kommentare