ESV erreicht das Halbfinale

+
Da kommt Freude auf: Die Mädchen des ESV Penzberg feierten in der Vorrunde zwei Erfolge, die sie ins Halbfinale brachten. Am Ende belegten sie den dritten Platz.

Penzbergerinnen nach starker Leistung am Ende Dritter – Huglfing belegt den sechsten Platz

Heiße Duelle sind in Huglfing garantiert, sobald der Merkur CUP dort Station macht. Beim Mädchenfinale des weltgrößten E-Junioren-Turniers, das vom „Münchner Merkur“ und seinen Heimatzeitungen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) veranstaltet und das von E.ON, CEWE, den Ensinger Mineral-Heilquellen und der Bavaria Filmstadt unterstützt wird, galt das gleich im doppelten Sinne. Denn bei sommerlich heißen Temperaturen lieferten sich die acht Mädchenteams, darunter waren mit Gastgeber SC Huglfing und dem ESV Penzberg gleich zwei Mannschaften aus dem Landkreis dabei, hart umkämpfte Spiele. „Er war Gott sei Dank aber nicht die Rekordhitze wie im letzten Jahr“, sagte Andreas Drexler, der zusammen mit Marco Tragl die Huglfinger Mädels trainiert. Beim damaligen Turnier der zweiten Runde zeigte das Thermometer 40 Grad, diesmal blieb es knapp unter der 30-Grad-Marke.

Überaus knapp verpassten die Gastgeberinnen den durchaus möglichen Einzug ins Halbfinale. Das 0:0 im zweiten Gruppenspiel gegen den TSV Schwabhausen erwies sich dabei als Stolperstein. „Wir haben trotz klarer Chancen die Tore nicht gemacht“, bedauerte Drexler. Hinzu kam auch Pech. Im Turnierverlauf trafen die Huglfinger Mädchen fünfmal Latte oder Pfosten. „Huglfing und das Alu, darüber werde ich ein Buch schreiben“, meinte dazu der Stadionsprecher. Schon im ersten Spiel gegen den Post SV München fand bei den Huglfingerinnen der Ball zu selten den Weg in den gegnerischen Kasten. „Wir hätten 3:0 oder 4:0 gewinnen müssen“, urteilte Drexler nach dem Spiel, das sein Team dann immerhin mit 1:0 gewann. Bei einem deutlicheren Sieg, der den Huglfingerinnen einen Zusatzpunkt beschert hätte, wäre Platz zwei in der Vorrundengruppe 1 trotz der abschließenden 0:2-Niederlage gegen den haushohen Favoriten und Titelverteidiger Wacker München möglich gewesen. „Trotzdem sind wir zufrieden. Die Mädels sollten das Turnier genießen, und das haben sie gemacht“, bilanzierte Drexler nach der abschließenden 2:3-Niederlage im Platzierungsspiel gegen die SpVgg Münchner Schwabener Au. Damit belegten die SC-Mädchen Rang sechs, damit waren sie einen Platz besser als im vergangenen Jahr.

Ebenfalls eine Steigerung gegenüber dem vergangenen Jahr gelang den Mädchen des ESV Penzberg – und zwar eine ganz gewaltige. Nach Siegen gegen den FC Teutonia München (2:0) und die SpVgg Schwabener Au (2:1) sowie nach einer 0:3-Niederlage gegen den TSV Grasbrunn zogen die Schützlinge von Coach Artur Schenk als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein. „Vor zwei Jahren haben wir mit vier Mädchen angefangen, und jetzt sind wir mindestens Vierter“, freute sich Schenk über die gute Leistung seiner Mannschaft. 2015 war für seine Mannschaft nach der 2. Vorrunde Schluss gewesen.

Die Penzbergerinnen boten im Halbfinale dem großen Turnierfavoriten Wacker München, der bisher alle drei Titel im Merkur CUP der Mädchen abgeräumt hat, in der zweiten Hälfte auch ordentlich Paroli. „Da haben wir 0:0 gespielt, das muss man erst mal schaffen“, lobte Schenk. Zu diesem Zeitpunkt lagen die ESV-Mädels durch zwei unglückliche Gegentreffer vor der Pause aber schon mit 0:2 zurück. Bei diesem Ergebnis blieb es letztlich auch, weil ESV-Torhüterin Fiona Rauscher bravourös hielt. Die Allrounderin, die zuvor als Torschützin geglänzt hatte, ins Tor zu stellen, war ein taktischer Kniff von Schenk. „Ich habe auf ein 0:0 spekuliert“, so der Coach. Er hatte gehofft, damit den Favoriten ins Achtmeterschießen zu zwingen. Die Taktik ging aber nicht ganz auf. Die Enttäuschung über das Halbfinal-Aus wich bei den Penbergerinnen dann aber der Freude, da sie im Spiel um Platz drei den TSV Schwabhausen mit 2:1 besiegten.

Noch knapper ging es im Endspiel zu, wo sich wie im Vorjahr der FFC Wacker München und der TSV Grasbrunn gegenüberstanden. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung stand es 1:1. Damit musste die Entscheidung im Achtmeterschießen fallen – und da hatte Seriensieger Wacker dann mit 4:3 die Nase vorn. Damit hatten die Münchener Mädels Titel Nummer vier eingefahren. Entsprechend groß war der Jubel.

Kommentare