Eiskalte Maßnahme: Mia im Eimer

Fiona Rauscher glänzte als Torjägerin und als Teilzeit-Torhüterin

Wasserduschen rund ums Fußballfeld sind beim Merkur CUP nichts Ungewöhnliches. Die beim ESV Penzberg nach dem Halbfinalspiel gegen den FFC Wacker war aber eine besondere:

Sie wurde nicht nach einem Sieg, sondern nach einer Niederlage verpasst. Und nicht der Trainer wurde nass, sondern eine Spielerin.

Trainer Arthur Schenk tauchte seine Nummer 9, Mia Guttenberger, einmal kurz kopfüber in den Eimer. Mia wusste, warum: „Weil ich mich zu sehr über die Niederlage geärgert habe“, sagte die junge Penzbergerin danach mit noch tropfnassen Haaren. Mia fand, sie habe das erste Gegentor verschuldet, als sie einen Schuss von Wacker un- haltbar ins eigene Tor abfälschte. Darüber grämte sie sich noch nach Schlusspfiff. „Jetzt“, so Mia nach ihrem unfreiwilligen Tauchgang, „geht’s mir schon viel besser.“

Gegen Wacker war kein Kraut gewachsen, aber mit diesem Anspruch war Arthur Schenk auch nicht nach Huglfing gereist: „Ich habe vor dem Turnier nichts erwartet – jetzt sind wir Dritter geworden“, lobte er den ersten Finalauftritt seiner Mädels.

Zu verdanken hatten die Penzberger den Erfolg ihrem couragierten Auftreten, den Treffern von Vivien Hloch (2 Tore) sowie Fiona Rauscher (4) – und den besonderen Methoden von Trainer Schenk. Neben der Dusche für Mia Guttenberger hatte er noch eine weitere Überraschung in petto: Im Halbfinale gegen Wacker tauschte er in der zweiten Halbzeit kurzerhand Torhüterin Merle Schäfer und Torjägerin Fiona Rauscher. „Ich glaube, er wollte, dass ich auch mal ein bisschen rauskomme“, vermutet Merle. Und Stürmerin Fiona hielt den nächsten Schuss per Glanzparade.

Arthur Schenks Einfälle, sie wirken.

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