Vom Dachboden ins Halbfinale

Bringt Glück – und füllt das halbe Tor: Elefant Schwabi Hausi, das Maskottchen von TSV-Torhüterin Chantal Kemkens.

Wenn Chantal Kempkens in ihren Kasten geht, ist sie nie allein. Stets trägt die Torfrau des TSV Schwabhausen beim Gang zwischen die Pfosten einen riesigen Plüsch-Elefanten unterm Arm.

Kapitänin Christina Gallert hat ihn vor Saisonbeginn vom Dachboden gerettet, die Mädchen tauften das Tier „Schwabi Hausi“ und übergaben es der Obhut von Chantal. Als Glücksbringer – und auch als psychologischen Trick. „Wenn Chantal den Schwabi ins Tornetz setzt, sieht es so aus, als wäre das halbe Tor schon besetzt“, erklärt Trainerin Andrea Gallert, die das Team gemeinsam mit Dieter Rubner betreut.

Glück hat das Maskottchen gebracht, finden die Schwabhausenerinnen: „Wir haben viel erreicht“, so Gallert. Klar, das Halbfinale gegen Grasbrunn hätte man auch gern gewonnen. „Es ging ganz gut los“, fand Torhüterin Chantal, auch nach dem Rückstand habe man nicht aufgesteckt. Dann gelang Marie Arnold per Achtmeter kurz vor Spielende sogar der Ausgleich. Doch postwendend schoss Grasbrunn den 2:1-Siegtreffer. Schwabi wird’s bedauert haben: Beim Achtmeterschießen hätte das Maskottchen im Tornetz einen tollen Sitzplatz gehabt. cf

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