Der Walpertskirchener Wahnsinn

Die Trikotfarben passen schon mal: Wie hier der TSV Dorfen (im Bild Clemens Blaha) spielt auch die SpVgg Unterhaching in Rot-Blau. Die Hachinger sind der erste Gegner für den SV Walpertskirchen. Hier im Bild (v. r.): Benjamin Hötscher, Adrian Alexy und Trainer Manfred Hötscher. Foto: weingartner

Mit zwei Großbussen fahren die Walpertskirchener Fans morgen nach Mammendorf. Sie drücken ihren U 11-Kickern die Daumen, die sensationell im Konzert der Großen mitmischen.

Alle Walpertskirchener Augen blicken morgen nach Mammendorf im Landkreis Fürstenfeldbruck. Am Sportgelände (Jahnweg 9, 82291 Mammendorf) findet das Große Finale des Merkur CUP statt. Die E-Junioren des WSV müssen in den Gruppenspielen erst gegen die SpVgg Unterhaching ran, dann geht’s gegen den TSV 1865 Dachau, am Ende wartet der FC Bayern. Der Plan ist folgender: „Wir werden Gruppenzweiter und spielen dann im Halbfinale gegen die Löwen.“ Das sagt Fritz Kreischer und lacht. „Das ist natürlich nur Spaß. Dass wir das Große Finale erreicht haben, ist eh schon der Wahnsinn. Was jetzt kommt, ist reine Zugabe.“

Kreischer ist einer der vier Trainer jener Walpertskirchener Buben, die im Bezirksfinale so aufgetrumpft und am Ende auch gewonnen haben. „Eigentlich war’s fast leichter als das Kreisturnier“, sagt Kreischer und erinnert an das spannende Halbfinale, als sich seine Truppe ein großes Match mit dem Gastgeber TSV Dorfen lieferte. Und das verlorene Finale gegen die SpVgg Altenerding gilt ohnehin als eines der besten in den vergangenen zehn Jahren.

Durchs Bezirksfinale, das in Berg stattfindet, stürmten die Walpertskirchen im Eiltempo. Im einzigen Spiel, das der WSV nicht gewann (0:0 gegen Freising), vergaben die Stürmer Chancen en masse.

Das dürfen sie sich morgen nicht erlauben, denn die Gegner in Mammendorf sind halt ein ganz anderes Kaliber. „Natürlich sind wir als kleiner Landverein der Außenseiter“, sagt Kreischer. Aber ein Ziel hat sich die Mannschaft schon gesetzt. „Wir wollen nicht Letzter werden.“

Was Kreischer und seinen Trainer-Kollegen wichtig ist: Ihre Buben sollen nicht nur mit großem Kampfgeist dagegenhalten, sondern auch spielerisch mithalten. „Es ist nicht so, dass wir nur eine Spielweise haben. Die Buben können schon umschalten auf Offensive oder Defensive oder Spielaufbau vom Torwart aus“, erklärt Kreischer und erzählt von einem früheren Testspiel gegen Unterhaching. Das ging zwar letztlich 5:10 verloren, „aber bis zur Halbzeit haben wir 3:2 geführt“. Letztlich habe sich doch die körperliche Überlegenheit des Gegners durchgesetzt. Apropos Körperlichkeit: Der WSV ist stolz darauf, dass mit Georg Schuler und Samuel Ofori sogar zwei F-Junioren-Kicker im Zehn-Mann-Kader dabei sind. Und apropos stolz: Das ganze Dorf fiebert mit. Zwei Großbusse wurden gechartert für die Fahrt nach Mammendorf.

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