Mammendorfs Pokalhelden 20 Jahre später

Mammendorfs Merkur CUP-Helden von 1996 (hinten v.l.): Benedict Grossmann, Willy Zauser, (kniend (v.l.) Mathias Urlberger, Michael Drexl, Christoph Probst, Dominik Strejhler, (stehend (v.l.) Emanuel Holzleitner, Trainer Robert Zauser, Markus Fasching, Sebastian Heimerl, Hans Schwarz, Manuel Erben, Trainer Manfred Heimerl und Simon Kuhn.

Am Samstag steigt das große Merkur CUP-Finale in Mammendorf. Vor 20 Jahren nahm der gastgebende Verein selbst die großen Münchner Clubs auf die Hörner.

Den FC Bayern zu bezwingen, das packen nicht viele. Die Schützlinge der Trainer Manfred Heimerl und Robert Zauser haben es fast auf den Tag genau vor 20 Jahren am 14. Juli 1996 geschafft: 2:1 wurde das Match auf eigenem Rasen geschafft. Damals war es die zweite Auflage des mittlerweile weltgrößten U11-Jugend-Fußballturniers. Heuer steigt das 22. Spektakel.

Der damalige Erfolg über die Bayern gelang zwar nur in der Vorrundengruppe. Trotzdem war er die Basis dafür, dass die Mammendorfer Burschen ins große Finale eingezogen sind, das damals im Unterhachinger Zweitliga-Stadion ausgetragen wurde. „Für so einen kleinen Verein war das schon ein Höhepunkt“, erinnert sich Trainer Manfred Heimerl. Davon werde noch heute gesprochen. Nicht nur beim Verein, „sondern schon auch in der ganzen Gemeinde.“ Dass nun das große Merkur CUP-Finale fast genau 20 Jahre später in Mammendorf stattfindet, macht die Erinnerung nur noch präsenter.

„Wir waren damals im Landkreis die stärkste Mannschaft“, so Heimerl. Fast ist er versucht von legendär zu sprechen, meint aber dann: „Es war eine einzigartige Mannschaft.“ Ein paar Spieler davon sind dem Verein treu geblieben. Markus Fasching, Christoph Probst und Willy Zauser kicken in der zweiten Mannschaft. Emanuel Holzleitner hilft gelegentlich bei den Alten Herren aus. Andere wie Michael Drexl (Thailand) und Benedikt Grossmann (Südafrika) hat es beruflich ins ferne Ausland verschlagen. Simon Kuhn und Hans Schwarz kicken für Emmering und Aich.

Für alle war der damalige Auftritt in Unterhaching der erste große Höhepunkt ihrer Fußballerlaufbahn. Doch auch für den SV Mammendorf als Verein war es einer der großen Momente. „Allein, dass 60 Fans mitgefahren sind, hat uns gezeigt, dass wir etwas ganz Besonderes geleistet haben“, erinnert sich Heimerl.

Die Mammendorfer Buben wurden von dieser Stimmung durch das Hachinger Finale getragen. Sie bestätigten ihren Lauf, ärgerten wieder die Großen. Bis ins Spiel um Platz drei schafften sie es und rangen der SpVgg Unterhaching nach regulärer Spielzeit ein Unentschieden ab. Erst durch die damals angewandte Golden-Goal-Regel gewannen die Gastgeber.

Noch heute hat der Zeitungsausschnitt einen Ehrenplatz in der Geschäftsstelle des SVM. Auch die Eltern gehen daran gerne vorbei. Sie halten die Erinnerung an die Heldentaten ihrer Buben ebenfalls wach. Regelmäßig treffen sich Mütter und Väter zu einer Kegelrunde. Und erzählen davon, wie es war, vor 20 Jahren, als man den FC Bayern geschlagen hat.

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