Kömür wie Ronaldo

Tapfer gewehrt: Trotzdem war der TSV Dachau (l./M.) im Spiel gegen den FC Bayern chancenlos.

Dachau so gut wie nie – Spielmacher nach Armbruch als Co-Trainer

Den „größten Erfolg der Vereinsgeschichte im Merkur CUP“, wie Trainer Cem Kömür stolz bilanzierte, verbuchte der TSV 1865 Dachau ohne „unseren Spielmacher“. Dieser habe sich in der Vorwoche, so Kömür, „beim Aufwärmen den Arm gebrochen“ und stünde deshalb beim Merkur-CUP-Finale nur als moralische Unterstützung zur Verfügung.

Erst nach einigen weiteren Erläuterungen rückt der 36- jährige Dachau-Coach damit heraus, dass es sich beim absenten Spielmacher um seinen Sohn Mert handelt. Immerhin sei ihm dieser nun „als Co-Trainer“ beigestanden und „hat es wie Ronaldo gemacht“, wie Kömür lachend das Zusammenspiel mit seinem Sohn mit den wilden Anweisungen des portugiesischen Stars während der Verlängerung des EM-Finales gegen Frankreich vergleicht. Zum Titel reichte es für das Trainergespann Kömür zwar nicht, Platz fünf beim Merkur CUP aber machte den Vater dennoch „stolz. Das war mehr, als wir erwarten durften“. Da „unser Spielmacher“ zur neuen Saison zum TSV 1860 wechselt, wird auch Vater Kömür den Trainerjob zumindest vorübergehend an den Nagel hängen und sich künftig „vor allem als Chauffeur“ betätigen. Damit aber dürfte sich Cem Kömür auf Dauer kaum zufriedengeben. Zu leidenschaftlich trieb er seine Mannschaft während der Spiele an. Die „schönste Belohnung“, schwärmt er, sei „die Freude in den Augen der Jungs“. So spricht kein Trainer, der mit seinem Job schon abgeschlossen hat. Trotz der zeitintensiven Chauffeurdienste, die er künftig zu leisten hat.

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