Fürstenfeldbruck dankt dem Achtmeterkiller

Vom Punkt unbezwingbar: Torwart Leon Markert vom drittplatzierten SC Fürstenfeldbruck.

Ein Zauberer verrät seine Tricks nicht. Und ein Achtmeterhexer schon gleich gar nicht. Und so verstummte Leon Markert, angesprochen auf sein Geheimnis.

Zweimal hatte der Torwart vom SC Fürstenfeldbruck seine Mannschaft zuvor gerettet, als die Schiedsrichter Achtmeter gegen die Brucker gepfiffen hatten. Zunächst im letzten Gruppenspiel, als es im direkten Duell mit dem SV Waldeck-Obermenzing um den Einzug ins Halbfinale ging. Und dann noch einmal im Spiel um Platz drei, als der SpVgg Unterhaching beim Stand von 0:0 ein Strafstoß zugesprochen worden war. Am Ende gewannen die Brucker mit 3:0.

Dass nach Rang zwei im Vorjahr wieder ein Stockerl-Platz herausgesprungen ist, daran hatte Leon also großen Anteil. Seinen Trick wollte der Schlussmann nach Schlusspfiff aber nicht preisgeben. Viel Training stecke dahinter, klar. Und: „Ich habe eine Technik, damit die Schützen in das Eck schießen, in das ich mich hechten will.“ Wohl dem, der einen solchen Rückhalt im Kasten hat. „Leon hält fast immer“, schätzt sich auch sein Trainer Angelo Pucci glücklich.

Aber auch der Rest der Brucker Mannschaft machte auf sich aufmerksam. Zum Beispiel Martin Nwokeke, Luka Klanac und Oskar Kozianka, die sich gegen Haching in die Torschützenliste eintrugen. So konnte sich Fürstenfeldbruck beim Beinahe-Heimspiel in Mammendorf als vierte Kraft neben Bayern, 1860 und Unterhaching etablieren. „Der zweite Platz vom Vorjahr war unser Vorbild“, so Torjäger Martin. Dass es dafür in diesem Jahr nicht ganz gereicht hat, lag an den deutlichen Niederlagen gegen den TSV 1860 (0:4 in der Gruppe) und den FC Bayern (1:6 im Halbfinale).

Trainer Pucci haderte deshalb ein wenig: „Eigentlich haben wir sogar noch mehr Qualität.“ Will sagen: Sie hätten auch die beiden Favoriten gern mehr geärgert. Trotzdem zog er ein positives Fazit: „Der Sieg gegen Haching war ein schöner Schlusspunkt.“ Mannschaft und Trainerteam bleiben auch in der neuen Spielzeit zusammen: „Wir werden die Jungs weiter schleifen.“ Und notfalls steht hintendrin Achtmeterkiller Leon.

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