Vielleicht macht’s Berg wie Island

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Da ist das Ding: Die Buben des TSV Pentenried haben am Samstag im Bezirksfinale die Chance, ins ganz große Finale einzuziehen, in dem es dann um die begehrte Trophäe geht.

Wer tritt in die Fußstapfen des TSV Herrsching? Der Kreissieger des Merkur CUP schaffte es im vergangenen Jahr bis zum großen Finale. Am Samstag haben zwei Landkreis-Teams die Chance, es den Ammerseern nachzumachen.

André Wopper konnte doch nicht nein sagen. „Ich habe mich überreden lassen, das Bezirksfinale bei uns auszurichten“, erzählt der Trainer und sportliche Leiter beim MTV Berg. So haben seine U11-Junioren-Fußballer am Samstag ab 11 Uhr Heimspiel, wenn sie beim Bezirksfinale A des Merkur CUP antreten. „Das freut mich für meine Jungs, dass sie nicht irgendwo hinfahren müssen“, sagt Wopper.

Trotz des Sieges im Kreisfinale äußert sich Wopper zurückhaltend, was die Chancen seiner Mannschaft angeht. „In dieser Runde gibt es keine leichten Gegner mehr. Zudem haben wir uns im Kreisfinale ja auch schwer getan und uns ein bisschen durchgemogelt“, sagt Wopper. Die Berger treffen in ihrer Vorrundengruppe auf den TSV Benediktbeuern, den FC RW Oberföhring und den SV Waldeck-Obermenzing. Sollte der MTV doch unter die ersten Zwei kommen, könnten im Halbfinale der SE Freising, der ASV Dachau, der SC Huglfing oder der SV Walpertskirchen warten.

„Für uns als kleiner Verein ist das eine tolle Bühne“, freut sich Wopper. Er betreut das Team seit vier Jahren. „Die Entwicklung der Mannschaft ist bemerkenswert.“ Dennoch könnte er auch mit Rang fünf gut leben. Diese Platzierung erreichte der Männerturnverein bei seiner letzten Teilnahme bei einem Bezirksfinale vor sieben Jahren.

Groß ist die Vorfreude auch beim TSV Pentenried. Die Pentenrieder hatten im Kreisfinale nicht nur als Ausrichter eine glänzende Figur abgegeben. Die TSV-Nachwuchsfußballer hatten auch sportlich überzeugt und waren souverän ins Endspiel eingezogen. „Die Geschichte hat sich wiederholt“, sagt Wolfgang Umkehrer, der zusammen mit Ilhan Uysal die Mannschaft betreut. Bereits vor fünf Jahren war Umkehrer mit einer E-Jugend ins Bezirksfinale des Merkur CUP eingezogen. Diesmal geht es für die Pentenrieder nach Neufahrn. Ab 13.30 Uhr warten in der Vorrundengruppe des TSV namhafte Gegner, allen voran der mehrmalige Sieger des von E.ON, Ensinger Mineral-Heilquellen und Merkur-CUP-Ausrüster uhlsport unterstützten Turniers, der TSV 1860 München.

„Die Jungs freuen sich riesig“, sagt Umkehrer. Weitere Kontrahenten des TSV Pentenried sind der Lenggrieser SC und der FC Ismaning. Umkehrer wäre schon froh, wenn seine Mannschaft eine Partie gewinnen könnte. Dabei helfen soll der mitreisende Anhang. Nicht dabei sein wird Umkehrer selbst. Er hat Verpflichtungen bei seiner Musikband. „Das ist sehr schade, aber so ist es halt nun mal“, bedauert der Trainer, der das Team am Donnerstag einschwor.

In der anderen Vorrundengruppe des Beziksfinale B spielen der TSV Peiting, Ausrichter FC Neufahrn, der TuS Holzkirchen und der TSV Dachau 65. Um das große Finalturnier des Merkur CUP zu erreichen, müssten sowohl die Berger als auch die Pentenrieder mindestens den Finaleinzug schaffen. „Vielleicht sind wir ja das Island des Merkur CUP und schaffen die Sensation“, sagt Wopper.

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