Bezirksfinals C + D

Knappe Auftakt-Niederlage ein Stimmungskiller

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Lagebesprechung: Trainer Sasachas Staab mit seinen Burschen. Die Kicker des 1. FC Garmisch-Partenkirchen mussten sich in Warngau mit dem achten Rang zufrieden geben.

TSV Murnau im Halbfinale gegen Unterhaching ohne Chance – 1.FC Garmisch-Partenkirchen freut sich über ein „großartiges Erlebnis“

Das Bezirksfinale im Merkur CUP ist so etwas wie der Scharfrichter im Turnier. Da geschieht die letzte Auslese. Aus 32 mach’ 8 Teams, die dann beim großen Finale dabei sein dürfen: eine harte Geschichte. Diese Erfahrung mussten am Sonntag auch der TSV Murnau und der 1. FC Garmisch-Partenkirchen machen – die beiden Vertreter aus dem Landkreis, die sich verabschieden mussten.

Markus Keller, Trainer der Murnauer E-Jugend, ist trotz des Ausscheidens begeistert vom Turnier, das der Münchner Merkur mit seinen Heimatzeitungen, dem Fußballverband und den Premiumsponsoren E.ON, Ensinger Mineralquellen, Bavaria Filmstadt und Cewe Fotobücher seit mehr als 20 Jahren veranstaltet. „Das ist für die Jungs schon etwas Besonderes. Im normalen Ligenbetrieb gibt es ja auch mal etwas leichtere Spiele. Aber hier wirst du in jeder Begegnung voll gefordert.“ Wie ausgeglichen das Niveau teilweise ist, stellten die Murnauer gleich in ihrer Auftaktpartie gegen Gastgeber Unterpfaffenhofen-Germering fest. Sie waren zunächst das bessere Team, mussten aber kurz vor der Pause zwei Treffer zum 0:2 hinnehmen. In Halbzeit zwei brachte Raphael Ott den TSV auf 1:2 heran, zu mehr aber reichte es aber nicht. Wohl gemerkt gegen den späteren Turniersieger.

Bei den Murnauern saß der Frust dennoch tief. Das Resultat wirkte nach. In den weiteren Partien verzettelten sich die Jungdrachen immer mehr in Einzelaktionen. Spiel Nummer zwei gegen die SG Reichling/Hofstetten gewann der TSV zwar durch den goldenen Treffer von Gabriel Göschel glücklich, aber irgendwie war die Luft schon raus. Die dritte Begegnung der Gruppenphase dokumentierte das am besten: Es gab ein mageres 0:0 gegen den SC Baldham-Vaterstetten. Kein Drama, schließlich ging es als Zweiter doch noch ins Halbfinale. Dort allerdings wartete die Spielvereinigung Unterhaching. Murnau wollte nochmals richtig Paroli bieten, der Nachwuchs des Regionalligisten ließ aber nichts anbrennen. Mitte der ersten Halbzeit stand es bereits 2:0, ein echter Stimmungskiller für die Murnauer. Wenig verwunderlich gab es dann auch im Spiel um Platz drei gegen den FC Stern nichts zu gewinnen. Nicht ganz so tragisch sah Trainer Keller das Auftreten. „Wir sollten trotzdem nicht zu enttäuscht sein“, betont er. „Wir müssen den gesamten Merkur CUP betrachten. Da waren wir immerhin unter den besten 32 Teams.“

Das war auch das aufbauende Argument, das Sascha Staab nach dem achte Rang der Garmisch-Partenkirchner E-Jugend im Bezirksfinale D in Warngau einfiel. „Für meine Burschen war es ein tolles Erlebnis, bei so einem riesigen Turnier dabei zu sein. Da noch im Bezirksfinale mitspielen zu dürfen, sollte keine Selbstverständlichkeit sein.“ Zweimal waren die FC-Kicker an diesem Nachmittag nah dran an einem Erfolgserlebnis. Zunächst in ihrer Gruppe im Duell mit der Spielvereinigung Altenerding. Nach zwei deutlichen Niederlagen gegen Fürstenfeldbruck (0:4) und Waldram (1:4) lief es in der dritten Partie besser. Der 1. FC führte lange Zeit 2:1, um dann in den Schlusssekunden noch zu verlieren. Bitter. So ging es in der Platzierungsrunde nur um den siebten Rang, den die Werdenfelser trotz guter Chancen dann noch Gastgeber SV Warngau durch ein 1:2 überlassen mussten. „Somit war es für uns einerseits sicherlich eine Enttäuschung, auf der anderen Seite aber auch ein großartiges Erlebnis.“

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