Genießen und mitnehmen, was geht

Kreisfinalsieger SEF ist beim Bezirksfinale in Berg am Start.

Samstag ist Merkur-CUP-Tag! Während die E-Junioren des SE Freising in Berg um den Einzug ins große Finale kämpfen (11 Uhr), dürfen die Nachwuchskicker des FC Neufahrn sogar als Gastgeber eines der vier Bezirksfinals auftreten: Ab 13.30 Uhr rollt der Ball am Galgenbachweiher.

Es war vor etwa einem Jahr, als die U 11-Junioren des FC Neufahrn den größten Erfolg der jüngsten Vereinsgeschichte und damit den Einzug ins Bezirksfinale des Merkur CUP perfekt gemacht hatten. Zwar reichte es für das große Finale 2015 dann nicht mehr, die Rot-Schwarzen wurden Fünfter. „Dass wir das heuer aber wiederholen konnten, ist schon ein riesen Ding für den Verein“, sagt U 11-Coach Mario Moharitsch.

Und weil sich die Neufahrner in den vergangenen Jahren und unter anderem bei der diesjährigen zweiten Merkur-CUP-Runde vor wenigen Wochen so gut und gastfreundlich präsentiert hatten, half Jugendspielgruppenleiter Torsten Horn dazu, eines der vier Bezirksfinals (die anderen finden in Berg, Unterpfaffenhofen, und Warngau statt) an den Galgenbachweiher zu holen. „Das wird ein riesen Fest“, so Moharitsch in Vorfreude, viel werde man den hoffentlich zahlreichen Zuschauern bieten. „Es gibt eigentlich keinen Grund, am Samstag nicht nach Neufahrn zu kommen“, wirbt der Trainer.

Einen großen sportlichen Druck wird der FCN-Coach indes nicht aufbauen. Nachdem der Einzug in die vorletzte Runde des weltgrößten E-Jugend-Turniers schon eine super Angelegenheit war, „sehen wir die ganze Sache eher als großes Fest“. Soll heißen: Die Moharitsch-Truppe darf das Bezirksfinale vor heimischem Publikum genießen und alles mitnehmen, was geht.

Jedoch: Die kleine sportliche Sensation könnte sogar drin sein für die Rot-Schwarzen, die Losglück hatten. Denn während es der FCN in seiner Gruppe „nur“ mit dem TuS Holzkirchen, dem TSV 1865 Dachau und dem TSV Peiting zu tun bekommt, treffen in Gruppe B – neben dem TSV Pentenried und dem SV Lenggries – mit dem FC Ismaning (Titelverteidiger des Gesamtturniers) noch der TSV 1860 München aufeinander.

„Wenn wir unser ersten Spiel gegen Dachau, die etwa unser Niveau haben sollten, gewinnen und den Schwung mitnehmen, könnte das Halbfinale drin sein“, spekuliert Mario Moharitsch. Jedoch gehen die Neufahrner etwas gehandicapt ins Turnier. Weil die Hälfte der Mannschaft während der Woche einenSchullandheim-Aufenthalt hatte, war an ein geregeltes Training nicht zu denken. „Ich hoffe, dass die Jungs zumindest ein bisschen Schlaf bekommen haben“, schmunzelt er.

Ebenfalls gelassen ins Bezirksfinale, diesmal aber in Berg am Starnberger See, gehen die Nachwuchskicker des SE Freising um Trainer Mario Crapanzano. Nur mit Mühe holten sich die Lerchenfelder den Sieg bei diesjährigen Kreisfinale, „weswegen wir das Turnier einfach mal auf uns zukommen lassen“. Zwar treffen auch die Lerchenfelder in ihrer Vorrundengruppe auf keinen der „Großen“, also weder auf den FC Bayern, 1860 oder die SpVgg Unterhaching, „trotzdem gibt’s keine Zielvorgabe“, zeigt Crapanzano auf.

Vielmehr sollen die Gelb-schwarzen die vorletzte CUP-Runde genießen und mit schönen Partien gefallen. „Wie man an den ganzen Rückschlägen sehen kann, die wir heuer hinnehmen mussten, ist alles drin“, sagt er.

Deswegen fahren die Domstädter ganz gelassen nach Berg, wo der SEF in Gruppe A auf den SV Walpertskirchen, den ASV Dachau und den SC Huglfing treffen wird. „Walpertskirchen schätze ich am stärksten ein“, prognostiziert Crapanzano dabei. Schon zu seiner Zeit als Trainer in Eching habe er gegen die SVW-Truppe gespielt, „und wenn sie sich weiterentwickelt haben, ist das eine richtige starke Mannschaft“. Doch auch die Lerchenfelder können, wenn bei allen Akteuren die Einstellung und Leistung stimmt, ein super Merkur CUP-Bezirksfinale spielen, wie man weiß.

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