Tränen mit Tickets getrocknet

Besonderes Erinnerungsbild: Ebersbergs U11-Buben mit denen des FC Bayern, die ihnen die Karten für die Tour durch die Allianz Arena schenkten.

Angesichts dieser starken Leistung reichte selbst der FC Bayern bei der Siegerehrung einen Großteil seiner Siegerprämie in Warngau an den TSV Ebersberg weiter.

Im Bezirksfinale des Merkur CUP, den der Münchner Merkur mit seinen Heimatzeitungen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußballverband organisiert, und der mit der Unterstützung der Sponsoren E.ON, CEWE, Bavaria Filmstadt sowie den Ensinger Mineralquellen austrägt, hatte sich das E-Juniorenteam von Trainer Samir Piric mehr als „gut verkauft. Vom spielerischen her, dachte ich vorher nicht, dass wir es ins Halbfinale schaffen.“

Doch nach dem 0:2-Auftakt gegen die Bayern lag ein Überraschungscoup in der Luft. „Wir haben uns auf die Defensive beschränkt. Trotzdem hatten wir zu viel Respekt. Aber alle anderen wurden von Bayern abgeschossen, deshalb hat es gepasst“, urteilte Piric. Nachdem im Vorjahr Florian Polack von den Ebern an die Säbener Straße gewechselt war, kamen die Trainer beider Seiten schnell ins Gespräch. „Mein Co-Trainer Stefan Schreiner ist 1860-Fan. Als der FCB dann als Turniersieger 20 Karten für eine Führung durch die Allianz Arena und die Erlebniswelt gewonnen hat, haben sie uns „auch als Strafe die Tickets geschenkt“, freute sich Piric über diesen „tollen Preis“.

In Spiel gegen Gastgeber SV Warngau zwei ließ er seine ausgeruhte Abteilung Attacke von der Leine. Semir Piric, Sebastian Lang und Jonas Bergmann untermauerten mit ihren Treffern zum 3:1-Erfolg, dass mit ihrem Team im hochkarätigen Teilnehmerfeld zu rechnen war. Als Gruppenzweiter zog der TSV nach einem überlegenen und durch Goalgetter Jonas Bergmann veredelten 1:0-Sieg gegen Fortuna Unterhaching, ins Halbfinale ein.

17 Minuten lang hielt man gegen „körperlich fittere“ Fürstenfeldbrucker das 0:0. Kurz vor dem Achtmeterschießen traf das SCF-Siegtor die kleinen Eber wie ein Keulenschlag. „So knapp und spät im Halbfinale zu scheitern, war brutal bitter für die Kids“, so Piric mit belegter Stimme. „Alle waren am Boden zerstört, alle haben geweint. Die Aufbauarbeit von unserem Trainerteam war Überredungskunst ohne Ende.“ Die Aussicht, unter die zwölf besten von über 400 Teams zu kommen, trocknete schließlich die TSV-Tränen. Das 4:0 im kleinen Finale gegen die DJK Waldram (2x Bergmann, 2x Lang) bescherte dem Eberberger Nachwuchs Platz drei zum Abschluss einer überaus erfolgreichen Merkur CUP-Saison.

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