Die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte

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Keinen Ball verloren geben: Gegen den FC Neufahrn (in Rot) holte der TuS Holzkirchen ein 0:0. fotos: Matthias Spanrad

Bezirksfinale B in Neufahrn: TuS Holzkirchen präsentiert sich bärenstark, muss sich aber den Löwen geschlagen geben

50 Sekunden, dann wäre die Sensation perfekt gewesen. So hatte der TSV 1860 München mit dem 1:0 beim Bezirksfinale B in Neufahrn gerade noch den Kopf aus der Schlinge gezogen, und der TuS Holzkirchen ging nach einer eindrucksvollen Partie mit hängenden Köpfen vom Feld – obwohl er in den drei vorherigen Spielen überzeugt hatte.

Kompakt und stark präsentierten sich die Gruppengegner in einem Turnier auf hohem Niveau, das in der dritten Spielminute gegen den TSV Peiting mit einem Rückstand begann. Doch den drehten die Holzkirchner mit einem Doppelschlag durch Gabriel Hundsrucker und heimsten den ersten Dreier ein. Die favorisierten, bärenstarken und körperlich weit überlegenen Dachauer schockte Leo Biewer mit dem 1:0. Mehr als den glücklichen Ausgleich gestattete man den Gegnern nicht, und auch beim 0:0 gegen Gastgeber Neufahrn holte Holzkirchen einen Punkt. Ein gutes Resultat. Doch in der Bilanz fehlte ein Treffer, sodass es im Halbfinale kam, wie es nicht hätte kommen sollen: Man musste gegen die Münchner Löwen ran.

Und die ärgerte Holzkirchen mächtig. Vom isländischen Schlachtruf „Huh – huh – huh“ an der Seitenlinie angetrieben, bot das Team von Martynas Sugzda ein Spiel auf Augenhöhe. Die Latte schepperte, Abwehr und Keeper der Münchner hatten gut zu tun, während Raphael Adolf bis zu seiner Verletzung kurz vor Schluss „ein Sahnespiel erwischte“ (Sugzda) und im Gegenzug seiner Mannschaft mit tollen Paraden den Rücken frei hielt. Während Holzkirchen frech und mutig spielte, stieg die Nervosität beim Gegner, bis in der letzten Minute das entscheidende Tor fiel. Aus der Traum, der greifbar war.

Das Spiel um Platz drei gegen Pentenried endete nach dem 1:1 in einer Regenschlacht am Siebenmeterpunkt und sah den TSV als Sieger. Mit Rang vier glückte den jungen Holzkirchnern, von denen einige bereits im Vorjahr maßgeblichen Anteil daran hatten, dass der TuS im Bezirksfinale in Markt Schwaben Siebter wurde, die beste Platzierung aller acht Bezirksfinalauftritte des Vereins.

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