Walpertskirchens Isländer jubeln

Sie waren nur Außenseiter beim Bezirksfinale des Merkur CUP in Berg am Starnberger See. Doch Walpertskirchens E-Junioren übertrafen am Samstag alle Erwartungen und gewannen.

Fehlte nur noch ein isländisches Trikot: „Die Presse hat gemeint, wir seien klarer Außenseiter“, sagte der begeisterte E-Junioren-Coach Manfred Hötscher, als sein SV Walpertskirchen gerade das Bezirksfinale A des Merkur CUP beim MTV Berg gewonnen hatte: 1:0 im Endspiel gegen den starken SV Waldeck-Obermenzing.

Die Sensation war perfekt, und ein überglückliches U 11-Team durfte sich im strömenden Regen von Berg feiern lassen. Die Walpertskirchener waren als einziges Team mit dem Bus angereist, den die Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt gesponsert hatte. Darin fanden Spieler, Betreuer, Angehörige und Fans Platz. So unterstützt, hatte es der vermeintliche Außenseiter allen gezeigt und darf jetzt am 16. Juli zum Großen Finale nach Mammendorf.

Der „Sigthorsson“ der Walpertskirchener hieß Tobias Rauch und lief beim Bezirksfinale mit der Nummer 6 auf, soweit man das nach dem Trikotwechsel zwischen all den Regengüssen noch erkennen konnte. Rauch hatte in der zweiten Halbzeit beim Stand von 0:0 einen Freistoß flach und direkt zum stürmisch umjubelten 1:0 verwandelt und danach tatkräftig mitgeholfen, den knappen Vorsprung gegen die Obermenzinger über die Runden zu bringen. Die hatten vor allem in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel gehabt, aber das Tor nicht getroffen. Nach dem Seitenwechsel verlief das Match ausgeglichen – mit dem besseren Ende für Hötschers E-Junioren.

Dass der SV Walpertskirchen, Zweitplatzierter des Kreisfinals, zum Endspiel mit trockenen Leiberln antreten konnte, war sicherlich hilfreich, denn ab den Halbfinals – hier setzte sich der SVW 3:1 (Tore: Benjamin Hötscher, Tobias Gassner/2) gegen den TSV Benediktbeuern durch – hatte der Himmel immer wieder seine Schleusen geöffnet und die Akteure durchnässt.

Bei guten Platzbedingungen hatten die Walpertskirchener schon in der Vorrunde aufhorchen lassen. Ein 3:1 gegen den SC Huglfing (Tore: Adrian Alexy/2, Nils Hachenberger), ein 0:0 gegen den SE Freising und ein 2:0 gegen den ASV Dachau (Tobias Gassner, Georg Schuler) bedeuteten den Sieg in Gruppe 1. Mit dem Finalerfolg hat sich der SVW als stabilste aller acht Mannschaften erwiesen – und reist nun vielleicht nicht mehr als Außenseiter nach Mammendorf.

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