Mädchenturnier

Unerwartetes Weiterkommen sorgt für Terminprobleme

Huglfinger Torgaranten: Die Zwillinge Hanna und Emma Tragl (in gelben Trikots, hier im Spiel gegen den ESV Penzberg) erzielten fünf der sechs Treffer für den SC. foto: gronau

Huglfinger Mädchen erreichen großes Finale, eigentlich hätten sie nächstes Wochenende ein Turnier in München bestreiten sollen

Die Mädchen des SC Huglfing haben das Finale im Merkur CUP erreicht. Auf dem heimischen Sportgelände an der Tautinger Straße erreichten die Huglfinger Nachwuchs-Fußballerinnen den zweiten Platz. Damit sicherten sie sich einen der acht Startplätze am kommenden Samstag in Schwabhausen. Das bringt für Trainer Marco Tragl aber gewisse Probleme mit sich. Am nächsten Wochenende sollten seine Mädels zusammen mit den SC-Buben eigentlich ein Turnier in München bestreiten. „Das war ein nicht erwarteter Finaleinzug für uns“, so Tragl. Natürlich wird seine Mannschaft, die fast ausschließlich aus F-Juniorinnen besteht, bei der Merkur CUP-Endrunde mitmachen, in München müssen es dann die Buben alleine richten.

Dabei sah es zunächst nicht danach aus, als würden die Gastgeberinnen die nächste Runde erreichen. Bei Bullenhitze – auf dem Platz herrschten Temperaturen jenseits der 35 Grad – kassierten die Huglfingerinnen gegen den späteren Gruppensieger TSV Grafing eine 1:4-Niederlage. Das Ehrentor für den SC erzielte Hanna Tragl. Die Situation besserte sich schlagartig durch den 3:0-Erfolg gegen den Landkreisrivalen ESV Penzberg. Alle drei Treffer gingen auf das Konto von Emma Tragl. Zusätzlich zu den drei Zählern holte der SC auch noch den Extrapunkt, den es bei drei oder mehr erzielten Toren pro Partie gibt.

Damit kam es im letzten Gruppenspiel gegen die SpVgg Höhenkirchen zu einem richtigen Endspiel um den zweiten Platz. Den Huglfinger Mädchen hätte bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen gereicht. Lange stand es 1:1, nachdem die SpVgg in der zweiten Halbzeit die frühe SC-Führung durch Vroni Franz egalisiert hatte. Richtig zittern musste das Tragl-Team allerdings nicht, denn es hatte die Partie weitgehend im Griff – und mit einem verwandelten Siebenmeter in der Schlussminute machte Emma Tragl den 2:1-Erfolg der Huglfinger Mädchen perfekt.

Für die Mädchen des ESV Penzberg zählte laut ihrem Trainer Arthur Schenk der olympische Gedanke: Dabeisein ist alles. „Wir haben lauter Anfängerinnen, der Spaß steht im Vordergrund“, so der Coach. Es war ohnehin Glück dabei, dass seine Mannschaft überhaupt dabei war. Als einer von zwei Gruppendritten – insgesamt waren es sieben – war der ESV in die zweite Runde gelost worden. Die Penzberger Mädels schlugen sich wacker, verloren aber alle drei Spiele. Dabei war ihnen nicht einmal ein Treffer vergönnt. „Da merkt man noch die mangelnde Erfahrung“, so Schenk. Trotz der drei Niederlagen: Wirklich enttäuscht war bei den Penzbergern niemand.

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