Philipp Lahm Sommercamp:

Einmal um die Welt mit dem Bayern-Star

+
Fragerunde mit dem Bayern-Kapitän: Philipp Lahm kommt ins Grübeln – da staunt Merkur-CUP-Kind Tobias (r.).

Die Sommerferien sind zu Ende – Philipp Lahm blickt mal wieder auf drei erfolgreiche Sommercamps seiner Stiftung zurück. Das Konzept hat sich bewährt, nächstes Jahr geht es weiter. Auch Teilnehmer des Merkur CUP, dessen Schirmherr der Bayern-Kapitän ist, waren wieder dabei.

Die kleine Melissa blickt aus ihren klugen, untertellertassengroßen Augen nach oben, hinauf zu Philipp Lahm. „Wie bist du denn auf die Idee gekommen, ein Sommercamp zu machen“, fragt sie den Kapitän des FC Bayern. „Ich will euch die Welt zeigen“, sagt er.

Mittendrin statt nur dabei: Philipp Lahm beim Besuch seines Sommercamps.

Die Aufregung ist riesig, als Lahm die Kinder im Sommercamp besucht. „Oh Gott, oh Gott, oh Gott – er ist wirklich da“, stammelt Tobias, einer der Glücklichen, die über den Merkur CUP teilnehmen dürfen. Ein paar Freudentränen fließen; seinem großen Star so nahe zu kommen, das erlebt man nicht oft. Es ist jedes Mal auch für ihn selbst etwas Besonderes, wenn er für einen Nachmittag im Camp vorbeischaut, erzählt Lahm. „Ich will das live spüren, diese Begeisterung, diese Freude am Spiel.“ Bei der Stiftung bekommt er am Ende reichlich Feedback („viele Eltern stellen fest, dass ihre Kinder selbstbewusster und selbstständiger nach Hause kommen“) – aber es ist doch immer wieder das Beste, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen.

Das Konzept ist erprobt, seit 2009 wurden inzwischen 18 Camps organisiert, das Ziel formuliert Lahm so: „Die Kinder sollen nachhaltig etwas mit nach Hause nehmen, sich selber entdecken können und herausfinden, welche Stärken sie haben.“ Der Spaß steht im Vordergrund, spielerisch wird die Pädagogik verpackt. „Ohne Spaß hat man keine Leidenschaft, dann schaltet man ab, und nichts bleibt hängen“, erklärt Lahm.

In Form von Entdeckeraufträgen nimmt der Bayern-Star die Kinder jeden Tag auf eine Reise mit um die Welt. Südafrika, China, Argentinien, Italien – es geht um den ganzen Globus. Die Videos, in denen Lahm den Kindern ihre Aufträge erläutert, wurden meist im jeweiligen Land gedreht, da herrscht enorm Authentizität – und davon bringt er nochmal eine Portion mit, wenn er ins Camp kommt.

Welches Land ihm am besten gefällt, will Nathalie wissen. „Ich glaube, Italien“, sagt Lahm. „Das Essen, das Wetter – man hat immer gute Laune.“ Ihr hingegen habe China am meisten imponiert, so Nathalie. Und die Nachtwanderung und der Besuch des Bauernhofs, da durfte man reiten („manche sind rückwärts auf dem Pferd gesessen“). Was wurde denn unter dem Motto China im Sommercamp gemacht? „Yoga, entspannen, Musik hören – das war voll schön.“ Und tut auch mal gut bei so vielen Entdeckungen, wenn man mit Philipp Lahm einmal um die Welt reist.

VON ANDREAS WERNER

Kommentare