Finale der Jungen:

Zuschlag für TSV Ebersberg

Waldsportpark und Platzverhältnisse passen. Ruhigen Gewissens können Merkur CUP-Verbandsspielleiter Peter Papistock (vorne links) und Merkur CUP Cheforganisator Uwe Vaders (stehend rechts) das Finale in die Hände von Ebersbergs Sportlichem Leiter Dominic Mayer, Juniorentrainer Alex Schmidmaier, Jugendkassier Sepp Niedermaier, den Jugendtrainern Denise Sinnemann und Cesar Pereda sowie TSV-Vorstand Martin Schedo legen (v.l.).

Merkur CUP-Finalturnier wird prestigeträchtige und organisationsintensive Aufgabe für den ganzen Verein.

Da kommt am Samstag, 18. Juli, ein ganz großes Ding auf den TSV Ebersberg zu. Jetzt hat das Organisationsteam des Merkur CUP, dem wohl weltweit größten Jugendfußballturnier seiner Art, dem TSV den Zuschlag für die Ausrichtung des großen Finalturniers der acht besten oberbayerischen E-Junioren Jungenmannschaften gegeben. Ausgetragen wird der Merkur CUP in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußballverband (BFV), unterstützt von den Sponsoren E.ON, CUP-Ausrüster uhlsport sowie Ensinger Mineralquellen.

„Wir fühlen uns durch den Zuschlag geehrt“, freut sich Ebersbergs TSV-Vorstand und Fußball-Jugendleiter Martin Schedo, „das Finale hat ein gewisses Renommee und da wollen wir uns natürlich entsprechend präsentieren und zeigen, dass wir so eine große Veranstaltung stemmen können.“

Nach einer Besichtigung der Anlage im und um den Ebersberger Waldsportpark durch BFV-Bezirksjugendleiter und Merkur CUP-Verbandsspielleiter Peter Papistock und dem Marketingleiter des Münchner Merkur und CUP-Cheforganisator Uwe Vaders „haben wir uns nach einem längeren Gespräch darauf geeinigt, dass wir das Finale hier in Ebersberg realisieren können“, berichtet Schedo stolz. Unmittelbare Folge des Veranstaltungs-Coups: „Den Ebersberger Jugendcup, der für dieses Juli-Wochenende geplant war, müssen wir absagen.“

Mit dem Final-Zuschlag geht auch ein Organisations-Monstrum einher, das Schedo nun gemeinsam mit seinem vereinsinternen Organisationsteam in den Griff bekommen muss. „Glücklicherweise hat der Merkur einige potente Sponsoren und ein eigenes 20-köpfiges Team in der Hinterhand, sodass wir nicht großartig Zelte und dergleichen einkaufen müssen“, gibt der TSV-Jugendleiter Einblicke in die anstehende Planungsphase. „Wir sind in erster Linie dafür zuständig, dass die Anlage in einem ordentlichen Zustand ist und das Catering bestmöglich abläuft.“ Vergangenes Jahr besuchten 1500 Zuschauer das Merkur CUP-Finale im Sportpark Unterhaching. Die Organisatoren rechnen mit einem ähnlichen Ansturm auf den Waldsportpark. „So viele Menschen zu verköstigen, ist nochmal eine Nummer größer, als die 900 Zuschauer, die wir letzte Saison im Relegationsspiel der Herren hatten.“

Als Polizeibeamter ist Martin Schedo ein Freund geregelter und gut geplanter Abläufe. „Die Organisation im Vorfeld wird in mehrere Module aufgeteilt. Für den Auf- und Abbau ab Freitagnachmittag beziehen wir den kompletten Herrenbereich und insgesamt 40 bis 50 Mann ein.“ Ein wichtiger Modulbereich dürften die kleinen Events, wie Schussgeschwindigkeits-Messanlagen rund um die Veranstaltung sein. „Da müssen wir uns Gedanken machen, inwieweit der Spielball eingeflogen wird“, scherzt Schedo, stellt aber auch klar: „Das ganze soll keine Partymeile werden. Der Jugendfußball steht klar im Vordergrund.“

Einem möglichen Parkplatzproblem sieht Schedo gelassen entgegen. „Mit unserem Hartplatz und Parkmöglichkeiten im Gewerbegebiet mache ich mir keine Sorgen. Vielleicht kommt man noch mit der Firma Aldi ins Gespräch und kann deren Fläche nutzen.“

Bevor es am 18. Juli für Organisatoren und Nachwuchskicker ernst wird, steht noch eine Merkur CUP-Generalprobe im Waldsportpark auf dem Programm: Das Kreisfinale am Sonntag, 17. Mai (ab 11 Uhr). Dem folgen nur noch die vier Bezirksfinals Anfang Juli, bei denen die Top Acht ermittelt werden.

Für den Gastgeber TSV Ebersberg „wäre es natürlich sensationell, wenn unsere eigene E-Jugend den Sprung ins Finale schafft“, so der Vereinsvorsitzende, „in den letzten beiden Jahren hatte der Landkreis immer ein Team dabei. Da brauchst du aber in der Qualifikation wahnsinniges Losglück, um nicht gleich gegen den FC Bayern oder 1860 München spielen zu müssen. Aber selbst wenn es nicht reicht, ändert das nichts an unserem Engagement.“ Martin Schedos Schmunzeln nach dem letzten Satz soll sich auch nach dem Finalturnier bei der Abrechnung einstellen. „Wirtschaftlich sollte für den TSV Ebersberg schon etwas hängen bleiben. Der Gewinn wird dann zwischen Vereins- und Jugendkasse aufgeteilt.“

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