TSV Herrsching verpasst Halbfinale hauchdünn

Konfettiregen für Platz fünf: Die E-Junioren des TSV Herrsching spielten ein starkes Finalturnier. foto: sro

Helmut Sättler verzieht das Gesicht und kratzt sich an seinem Deutschland-Käppi. „Mei, des is Fußball“, analysiert der Trainer des TSV Herrsching pragmatisch den knapp verpassten Halbfinaleinzug seines Teams beim großen Merkur CUP-Finale im Ebersberger Waldsportstadion.

Es wäre der ganz große Herrschinger Coup geworden, sich im Finalturnier der besten acht Mannschaften des weltweit größten E-Jugendturniers seiner Art, das der Münchner Merkur in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußballverband (BFV), unterstützt von den Sponsoren E.ON, Merkur CUP-Ausrüster uhlsport sowie Ensinger Mineralheilquellen zum 21. Mal veranstaltete, bis ins Halbfinale durchzukämpfen.

Als Knackpunkt sollte sich das 1:1-Remis im Auftaktspiel gegen die SpVgg Unterhaching erweisen. „Fünf Minuten lang hat es so ausgesehen, dass die uns überrumpeln werden“, rekapitulierte Sättler, „zum Schluss können wir aber sogar gewinnen.“ Angefeuert vom lautstärksten Anhang im gesamten Ebersberger Waldsportstadion, brachte der Weitschusstreffer und 1:1-Ausgleich von Tim Wiesweg den TSV jedoch zu spät zurück in die Spur. Ein weiterer Treffer hätte am Ende das Weiterkommen bedeutet.

Nachdem gegen den späteren Turniersieger FC Ismaning die 1:0-Führung durch Lasse Jünger nicht ins Ziel gebracht werden konnte (1:2), reichte der Doppelpack von Vinzenz Wolf beim 2:1-Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den SV Eurasburg-Beuerberg nicht mehr zu Gruppenplatz zwei. „Wir sind deswegen nicht traurig“, versicherte Herrschings bärenstarker Torwart Tobias Knöll vor dem Spiel um Platz fünf, „heute ist ein guter Tag, das Highlight der Saison.“

Das Platzierungsspiel gegen den großen FC Bayern München war schließlich mehr als ein Trostpflaster für Tobias & Co. „Neben der Piratenhüpfburg gefällt mir bei diesem Finale am meisten, dass ich mich mit den besten Teams messen kann“, freute sich Tobias auf den wohl namhaftesten Gegner in Deutschland. Dass es nicht einmal der Titelverteidiger in Ebersberg unter die besten vier geschafft hat, verdeutlicht für Herrschings Coach nur das hohe Niveau dieses Turniers. „Ich bin sehr zufrieden mit unserer ersten Teilnahme überhaupt.“ Zwar unterlag seine „wissbegierige Truppe“ dem Bayern-Nachwuchs mit 0:4, aber nach dem Schlusspfiff konnte Helmut Sättler sein Käppi ruhigen Gewissens zu Ehren seiner Mannschaft ziehen.

Für den TSV Herrsching spielten: Tobi Knöll, Art Pleske, Luca Naunheim, Max Draeger, Morris Roll, Simon Dirmhirn, Vinzenz Wolf, Tim Wiesweg, Lasse Jünger; Trainer/Betreuer: Andt Schwaldt, Helmut Sättler.  bj

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