Kreis 09 - Weilheimer Tagblatt

Peißenberger Torfabrik

TSV erzielt 28 Treffer in drei Spielen und qualifiziert sich wie Oberhausen, Raisting und Wielenbach fürs Kreisfinale.

Es war wie verhext: Gerade, als das Vorrundenturnier im Merkur CUP in Oberhausen beendet war, tat sich über dem BSC-Sportgelände blauer Himmel auf. Während der Spiele hatten Regen, Sturm und Kälte geherrscht. Die acht Mannschaften ließen sich davon nicht beeindrucken und zeigten gute Spiele – und viele Tore. 51 Treffer wurden in zwölf Partien erzielt.

Gruppe C

Der Held von Pollings Trainerin Sabine Gerold hieß Maxi. Der Spieler war am Vormittag noch bei

Schussgewaltig wie die Großen: Der SV Haunshofen (grün) bringt im Spiel gegen den SSV Marnbach einen Freistoß aufs Tor. Am Ende gewann der SVH mit 3:2.

seiner Kommunion gewesen und hatte auf die anschließende Feier im Familienkreis verzichtet, um beim Merkur CUP sein Team zu unterstützen. Leider half das dem SV Polling nicht weiter. Drei Niederlagen bedeuteten das Aus. Trainerin Gerold, die unter anderem der Kommunion wegen auf mehrere Akteure verzichten musste, war dennoch stolz auf das Team: „Die Mannschaft hat echt stark gespielt. Sie hat das gezeigt, was sie auch im Training spielt.“ In mehreren Situationen habe auch das nötige Quäntchen Glück gefehlt.

Die Tickets für das Kreisfinale lösten in der Gruppe C am Ende die zwei Mannschaften, die auch schon im Vorjahr den Sprung unter die besten Acht im Verbreitungsgebiet von „Weilheimer Tagblatt“ und „Penzberger Merkur“ schafften: der SV Wielenbach und der SV Raisting, der gleich zum Turnierauftakt mit einem 3:0 über Polling einen wichtigen Extrapunkt holte. Sowohl der SVR als auch der SVW kamen auf sieben Punkte. Im direkten Duell behielten die Wielenbacher mit 1:0 die Oberhand – damit schafften sie im letzten Spiel die Qualifikation. Leidtragender war der SV Unterhausen. Die Truppe von Trainer Walter Führmann gewann ihr letztes Spiel gegen den SV Polling zwar mit 5:0, doch das reichte nicht zum Weiterkommen. Mit fünf Punkten belegte der SVU den dritten Rang. Nachdem die erste Enttäuschung verwunden war, meinte Führmann zum knappen Aus: „Das ist nicht so tragisch.“ Gegen Polling „haben wir super gespielt“. In der Partie gegen Raisting (0:1) verlor der SVU denkbar unglücklich. Beim Auftakt gegen Wielenbach (1:1) „waren wir noch nicht ganz wach“, so Führmann.

Gruppe D

Der TSV Peißenberg wurde seiner Favoritenstellung gerecht. Mit dem Maximum von zwölf Punkten belegte das Team von Coach Erhan Tikves den ersten Platz. Fast schon rekordverdächtig: In ihren

Tor, Latte – oder drüber? Fleißig nahmen die Teams das gegnerische Tor ins Visier. Die Szene ist aus der Partie SV Raisting (rot) gegen SV Unterhausen, die der SVR mit 1:0 gewann.

drei Partien erzielten die Peißenberger 28 Tore. „Einwandfrei“ fand Tikves die Vorstellung seiner Mannschaft. Trotz ihrer Überlegenheit zeigten die Peißenberger bis zum Schluss ein sehenswertes Kombinationsspiel. „Sie machen das, was sie können. Da sind wir froh“, sagte Tikves. Hinter den Peißenbergern belegte der gastgebende BSC Oberhausen den zweiten Platz. Lorenz Richter, einer der beiden BSC-Trainer, war „absolut zufrieden“. Luft nach oben sei immer, so Richter. Angesichts der schwierigen äußeren Bedingungen habe die Mannschaft gut gespielt. In der letzten Partie gegen den SSV Marnbach bewies der BSC obendrein Geduld, kurz vor Schluss schlug das Team mit dem 1:0 zu. Die Burschen aus Marnbach und Deutenhausen kämpften im Turnier wacker, ein Punktgewinn war ihnen aber nicht vergönnt. Im Duell mit dem SV Haunshofen lag der SSV schon mit 2:0 vorn, unterlag aber knapp mit 2:3. Die Haunshofener eroberten so den dritten Platz. Mit dem Sprung in die nächste Runde hatte Coach Gerhard Niemeier nicht gerechnet: „Weiterkommen sollen Teams wie Peißenberg. Was täten wir denn beim Kreisfinale?“ Mit der Leistung seiner neun Kicker, darunter ein Mädchen und Spieler des Jahrgangs 2005, war der Coach „richtig zufrieden“. Am Ende gelang dem SVH sogar gegen Peißenberg ein Treffer. paul hopp

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