Traumstart des SCBV reicht nicht

Ja, wir waren dabei. Die Buben des SC Baldham-Vaterstetten beendeten das Turnier auf Rang sieben.

Team und Trainer aber zufrieden.

Rudolf Riedl eilte nach Abpfiff des letzten Spieles seiner Mannschaft beim Merkur CUP-Finale in Unterhaching schnell vom Platz. „Jetzt kann ich mich endlich rasieren“, sagte der Trainer der E-Junioren des SC Baldham-Vaterstetten, der zusammen mit Mark Ast das Team im Sportpark coachte. Nach dem Erfolg im Bezirksfinale vor gut zwei Wochen hatte Riedl nach einer verlorenen Wette sein Versprechen eingehalten, sich den Bart bis zum Finale wachsen zu lassen. Allzu viele graue Haare kamen zu seinem Bart beim Finale in Unterhaching allerdings nicht mehr dazu.

Riedl musste sich zunächst keine Sorgen machen. Seine Mannschaft erwischte einen hervorragenden Start in das Turnier, das am Ende der FC Bayern mit einem 2:0-Finalsieg gegen den TSV 1860 München für sich entschied. Der mit zwei ehemaligen Spielern von der SpVgg Unterhaching auflaufende SCBV war auf das erste Duell gegen die Gastgeber so richtig heiß. „Sie waren gut eingestellt“, lobte Riedl sein Team. Prompt gewann seine Mannschaft nach dem Tor von Jannik Ast mit 1:0.

Nach dem Überraschungssieg gegen den bis dato in der Qualifikation zum Finale in 14 Spielen ungeschlagenen Gastgeber folgte ein 0:2 gegen den VfL Kaufering. Im letzten Spiel der Gruppe 1 gab’s

Auf Augenhöhe spielten die Baldhamer mit den besten oberbayerischen E-Jugendteams mit.

dann eine bittere 0:3-Niederlage gegen den TSV Murnau. Sebastian Kaltwasser konnte beim Stand von 0:0 einen Ball noch von der Linie klären. Nach dem 0:1 kurz nach der Halbzeitpause war es um den SC geschehen und es folgten zwei weitere Gegentore.

Der Sieg gegen den späteren Turnierdritten Unterhaching war auf einmal nichts mehr wert. Die Mannschaft wurde mit drei Punkten Gruppenletzter. „Im Nachhinein hätte ich da natürlich lieber gegen Haching verloren und danach zwei Mal gewonnen“, sagte Riedl.

Im Spiel um Platz sieben zeigte sich der SCBV dann gegen die SF Föching in der Defensive stärker. Nach dem 1:0 von Philipp Urthaler war vor allem Torwart Sebastian Kammerloher ein starker Rückhalt. Der Schlussmann hielt dank starker Paraden die Führung und den Sieg fest.

Das Fazit über Rang sieben fiel positiv aus: „Dabei sein war für uns alles. Wir sind im Merkur CUP noch nie so weit gekommen und waren das erste Mal im Finale. Wir haben es einfach genossen“, so Riedl. Sprach’s und verschwand in der Kabine – um sich zu rasieren: „Ich bin froh, wenn der Bart ab ist.“

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