„Fürs Finale bitte bereitmachen“

Finale wir kommen (hinten, v.l.): Rudolf Riedl, Thomas Peter, Mark Ast, Andre Ullrich sowie die Spieler (Mitte und vorne) Philip Urthaler, Sebastian Kaltwasser; Julian Ullrich, Philipp Hauschild, Paul Freihaut, Patrick Tache, Daniel Winzer, Jannik Ast, Justin Anders, Janek Kaiser, Sebastian Kammerloher.

Die E-Junioren des SC Baldham-Vaterstetten gehören nach toller Leistung und Platz zwei zu den Top Acht

„Heute ist nicht nur für uns, sondern für den gesamten Verein ein Traum wahr geworden!“ SCBV-Coach Rudi Riedl ließ seiner Euphorie nach der Siegerehrung freien Lauf.

Der SC Baldham-Vaterstetten war Gastgeber des Bezirksfinales D im Rahmen der nunmehr 20. Auflage des Merkur CUP, der vom Münchener Merkur, dem Bayerischen Fußballverband sowie von E.ON, Ensinger Mineral-Heilquellen und Merkur-Cup-Ausrüster uhlsport präsentiert wird.

Das Trainerduo Riedl/Mark Ast war “einfach nur stolz“ auf das, was ihre E-Junioren des SC Baldham-Vaterstetten auf den Platz gezaubert hatten. Lediglich die alles-überragenden Ballkünstler des Deutschen Rekordmeisters FC Bayern München konnten die Baldhamer im Finale besiegen. Diese Finalteilnahme sicherte dem SCBV das Ticket für das große Merkur-Cup-Finale am 19. Juli in Unterhaching.

Um es in Zahlen zu verdeutlichen: Die Kicker um Kapitän Jannik Ast gehören zu den acht besten von

Auf Augenhöhe konnten Jannik Ast (r.) und der SCBV im Finale nur eine Hälfte mit dem FC Bayern konkurrieren.

insgesamt 415 gestarteten Mannschaften im Merkur-Land. „Das hätten wir vor dem Turnier heute nicht gedacht“, gab der überglückliche SCBV-Spielführer bereitwillig zu, „das hier und heute war eigentlich schon das Saisonhighlight.“ .Das musste er anschließend revidieren, denn nun warten die wirklich großen Kaliber Oberbayerns.

Einen ganz wichtigen Grundstein für den Erfolg legten die Gastgeber bereits im Auftaktmatch gegen den FC Langengeisling. Und Kapitän Ast ging sogleich mit gutem Beispielvoran, markierte den, nach einer Abtastphase verdienten Führungstreffer. Nachdem der Bann gebrochen war, machte sich Baldhams physische Überlegenheit bemerkbar. Gerade bei den unerwartet langen Abstößen vom souveränen Torwart Sebastian Kammerloher hatte der FCL so seine Probleme. Philipp Urthaler machte mit seinem 2:0 den ersten Dreier klar, denn der Anschlusstreffer kam zu spät.

Als deutlich zäherer Gegenüber entpuppte sich der TSV 1865 Dachau. Zwar war es wieder Ast, der den Baldhamern ein frühes 1:0 bescherte. Doch den fälligen Achtmeter vergab er kurz darauf und somit auch eine komfortable Führung. Im direkten Gegenzug rächte sich diese Nachlässigkeit und dem TSV gelang durch einen sehenswerten Treffer der Ausgleich. Auch im zweiten Abschnitt ließen die Schützlinge von Riedl und Ast so einiges liegen und kamen nicht über ein 1:1 hinaus.

Jetzt musste im letzten Gruppenspiel gegen den BC Attaching schon ein Sieg her, wollte man den scheinbar unbezwingbaren Bayern im Halbfinale aus dem Weg gehen. Mit einem souveränen Auftritt und Toren von Janek Kaiser sowie einem Kopfballtor von Ast wurde das vermeintlich leichtere Halbfinale eingetütet – 2:0.

Jedoch kommt es nicht von ungefähr, dass Kontrahent TSV Alling am Ende den dritten Platz belegen sollte und den besten Torhüter des Tages in seinen Reihen wusste. Ein Sahnepass von Janek Kaiser auf den durchgestarteten Ast und dessen Kaltschnäuzigkeit brachten die Entscheidung. 1:0-Erfolg, Finaleinzug, grenzenloser Jubel auf dem Rasen und der Tribüne.

Und dann kam die Nachricht vom Traumfinale über die Lautsprecherboxen: „Für das Finale halten sich bitte bereit, der SC Baldham-Vaterstetten und der FC Bayern München.“ Das ließ auch die Cheftrainer nicht kalt. „Wir hatten bei der Ansprache in der Kabine schon Gänsehaut“, meinte Mark Ast schmunzelnd. Anfangs gestaltete sich das Duell David gegen Goliath noch ausgeglichen. Einen unglücklichen Strafstoß konnte Kammerloher zwar noch parieren, der Nachschuss war jedoch unhaltbar. Bis zur Halbzeit (0:2) zeigte sich der SCBV durchaus noch konkurrenzfähig. „Danach haben wir aber aufgegeben“, gestand Kapitän Ast die Kapitulation vor dem in allen Belangen überlegenen FCB ein. Die 0:7-Niederlage ist aber an diesem Baldhamer Feiertag mit erreichter Final-Quali irrelevant.

Den Zeitungsbericht zum Bezirksfinale gibt's hier zum Download.

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