Ein Salto der Marke Miroslav Klose

Durchlässige Abwehr: Heimstetten kassiert in der Vorrunde zwölf Tore.

Der SV Heimstetten präsentiert sich als perfekter Ausrichter, kann aber sportlich als Letzter nicht überzeugen

Die E-Jugendlichen des SV Heimstetten saßen bedröppelt auf der Auswechselbank am Seitenrand des Stadionplatzes im Heimstettener Sportpark. Die Mannschaft musste sich eine ordentliche Standpauke von Trainer Florian Kopp anhören. Beim Bezirksfinale C des Merkur CUP war die Mannschaft in der Vorrunde nach Niederlagen gegen den TSV München-Ost (0:2), den VfL Kaufering (0:4) und gegen den TSV Schondorf (0:6) punkt- und torlos geblieben. „Auch wenn wir uns nicht so viel ausgerechnet haben, hat mich die Einstellung und die fehlende Bereitschaft ein bisschen geärgert“, sagte Kopp nach der Gruppenphase. Am Ende klappte es dann bei dem Turnier, das Kaufering durch ein 5:0 im Finale gegen den TSV Eintracht Karlsfeld gewann, doch noch für den SVH. Den Heimstettenern gelang im Spiel um Platz sieben gegen den TSV Dorfen (2:3) dann doch noch zwei Tore. Die beiden Treffer von Yanik Liermann und Sebastian Grüner sorgten trotz eines letzten Ranges für einen einigermaßen versöhnlichen sportlichen Abschluss. Weniger die sportliche Seite, sondern vielmehr die Organisation der Veranstaltung stand bei den Heimstettenern im Vordergrund bei diesem Turnier, das von unserer Zeitung, dem Bayerischen Fußball-Verband sowie von E.ON, Ensinger Mineral-Heilquellen und Merkur CUP-Ausrüster uhlsport präsentiert wird.

Laut SVH-Jugendleiter Roman Langer sei dies gelungen. „Organisatorisch lief alles wunderbar und alles hat gut funktioniert. Wir waren froh, dass wir das Bezirksfinale ausrichten durften und wünschen dem verdienten Turniersieger vom VfL Kaufering im Finale alles Gute“, sagte Langer. Neben dem Geschehen

Das zischt: Abkühlung zwischendurch.

direkt auf dem Platz, wo bei sommerlichen Temperaturen eiskalte Torjäger (siehe Kasten), Saltos der Marke Miroslav-Klose und starke Torhüter-Paraden zu beobachten waren, wurde auch außerhalb des Spielfeldes einiges geleistet. Manch Betreuer sorgte mit einem Wasser befüllten Eimer für eine kühle Erfrischung. Manche Mutter musste nach knappen Niederlagen des eigenen Filius hingegen Tränen trocknen. Auf der Tribüne sorgten die mitgereisten Fans der Münchner für Stimmung. Und der Heimstettener Regionalliga-Torjäger Marco Bläser informierte die Zuschauer lauthals über das Stadionmikrofon über die Spielstände (siehe Kasten). „Es hat einfach gepasst“, befand SVH-Abteilungsleiter Michael Matejka.

Neben den beiden Finalisten, die sich für das Landesfinale am 19. Juli bei der SpVgg Unterhaching qualifizierten, stach die erstmals an einem Bezirksfinale teilnehmenden Münchner heraus. „Auf geht’s München kämpfen und siegen“, schallte es mehrfach von der Haupttribüne im Heimstettener Stadion. In Gruppe B wurde der TSV, der später mit seiner Mannschaft den Fairnesspreis einfuhr, Erster vor den Kauferingern.

In Gruppe A setzten sich neben dem favorisierten SC Eintracht Freising die Karlsfelder trotz eines Fehlstarts als Gruppenzweiter durch. Nachdem Kaufering das packende Halbfinale gegen Freising knapp gewann (1:0), setzten sich die Nachwuchskicker aus dem Landkreis Landsberg im Finale gegen Karlsfeld. Das Tor zum 5:0-Endstand des Kauferingers Niklas Neuhaus und sein anschließender Salto der Marke Miroslav Klose sorgte für den Schlusspunkt des torreichen Turnieres, das in Unterhaching seine Fortsetzung findet.

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