Bierdusche für den Trainer

Teambesprechung: die E-Junioren des SV Planegg-Krailling mit ihren Trainern Dirk Bursch (l.) und Alex Schnepf.

Revanche genommen: In der ersten Runde des Merkur CUP verlor der SV Planegg-Krailling noch 1:3 gegen die DJK Würmtal. Jetzt setzte er sich gleich zum Auftakt der zweiten Runde 1:0 durch und legte damit den Grundstein für den Gruppensieg.

von nicole kalenda

Planegg – „Ich bin positiv überrascht. Das haben sie sehr gut gemacht“, sagt Trainer Dirk Bursch über die E-Junioren des SV Planegg. Sein Team sicherte sich in der zweiten Runde des Merkur Cup den Gruppensieg und erreichte damit das Kreisfinale. Zweiter wurde Gastgeber DJK Würmtal. Sie kämpft nun ebenfalls am kommenden Sonntag, 9. Juni, um den Einzug ins Bezirksfinale (siehe Bericht links). Die DJK Pasing, die nicht den besten Tag erwischt hatte, musste sich in der zweiten Gruppe mit Rang drei zufrieden geben. Für sie ist das Turnier, das von E.ON Bayern Vertrieb, uhlsport und Ensinger Mineral-Heilquellen gesponsert wird, nun vorbei.

Gleich am ersten Tag nach den trainingsfreien Pfingstferien zeigten sich die Planegger gut aufgelegt. Gegen den Lokalrivalen DJK Würmtal profitierten sie gleich in der ersten Minute von einem Abspielfehler des Gegners. Vincent Christ schoss das einzige Tor der Begegnung. Die Würmtaler wurden stärker, nutzten aber ihre Möglichkeiten nicht. Der SVP hatte die ersten drei Punkte sicher und konnte gegen den SV Aubing entspannt aufspielen. 3:1 lautete schließlich das Ergebnis. Das bescherte den Planeggern einen Extra-Punkt. Moritz Freytag, Benjamin Köpke und Oliver Langer trafen. Auch gegen den SV Germering sah es nicht schlecht aus, doch der Schiedsrichter pfiff ein Handspiel, und Germering nutzte den Strafstoß zum 1:0-Sieg.

Die DJK Würmtal tat sich auf dem nassen und tiefen Platz schwer. Nach der Niederlage gegen Planegg wurden die Schützlinge von Felix Hirschnagl ein wenig nervös, schließlich hatten sie sich viel

Schoss den Siegtreffer gegen Germering: Jari Höllerer (r.) von der DJK Würmtal.

vorgenommen. Auch gegen den SV Germering kämpften sie mit Problemen. Jari Höllerer erlöste seine Mannschaft schließlich mit dem 1:0-Siegtreffer. Die letzte Partie gegen den SV Aubing hatte Endspielcharakter. Die DJK Würmtal musste mindestens ein Unentschieden schaffen, um noch Platz zwei zu erreichen, doch darauf wollte sich Hirschnagl nicht verlassen. Lukas Eibler brachte die DJK in Führung. Beim 1:1 war Torwart Paul Winter machtlos. Er hatte zunächst einen abgefälschten Freistoß abgewehrt. Beim Nachschuss konnte er nur noch zusehen. „Da hat ihn die Abwehr im Stich gelassen“, sagt Hirschnagl. Aubing drehte das Spiel und ging in Führung. „Wir waren eigentlich raus“, so Hirschnagl. Doch die Würmtaler gaben nicht auf: Tobias Wagner schoss das 2:2 und Niklas Dittmar erzielte per Strafstoß nach einem Foulspiel das 3:2. Das Erreichen des Kreisfinales wurde gefeiert wie ein Champions-League-Sieg. „Die Jungs waren mächtig stolz“, sagt Hirschnagl. Der Trainer bekam sogar eine Bierdusche ab.

Die DJK Pasing, die wegen Schullandheim-Aufenthalts auf drei Leistungsträger verzichten musste, fand nur langsam ins Turnier. Nach einem 0:4 gegen den TSV Solln war gegen den SC München Süd eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. 6:0 gewann die Mannschaft von Trainer Stephan Gruber. Torschützen: Til Brauer (2), Lisa-Marie Städtler, Dzenis Demic, Jonas Gruber und Naod Belachew. Doch der letzte Gegner, der FC Ludwigsvorstadt, „war eine Nummer zu groß für uns“. Erneut verlor die DJK 0:4.

Wiedersehen im Halbfinale?

„Die Platz- und Witterungsverhältnisse haben keinen besseren Fußball zugelassen“, sagt Felix Hirschnagl, Trainer der DJK Würmtal, über die zweite Runde des Merkur CUP, die zu Wochenanfang auf eigenem Rasen ausgetragen wurde. Bei Dauerregen und niedrigen Temperaturen belegte seine Mannschaft Rang zwei hinter dem SV Planegg-Krailling. Am Sonntag, 9. Juni, sind nun 24 Grad und Sonne angekündigt. Ideale Bedingungen also für seine technikverliebte Mannschaft, beim Kreisfinale ein paar gute Spiele zu zeigen. Gastgeber ist der TSV Forstenried (11 Uhr, Graubündner Straße 100).

Die DJK Würmtal muss sich mit dem SV Untermenzing, TSV Forstenried und FC Ludwigsvorstadt messen. Die beiden Erstplatzierten ziehen ins Halbfinale ein. Um 15.20 Uhr ist das Endspiel angesetzt. Beide Finalisten qualifizieren sich für das Bezirksfinale, das Anfang Juli stattfindet. „Wir haben nicht direkt ein Ziel“, so Hirschnagl. „Unseren Traum haben wir uns eigentlich mit dem Erreichen des Kreisfinales erfüllt. Die Jungs können sich immer nur weiter belohnen.“

Am Samstag steht erst einmal ein Ligaspiel an, am Sonntag dann der Merkur CUP. Hirschnagl, der seine 14 Akteure immer fleißig routieren lässt, will die besten Spieler am Sonntag aufstellen. Vielleicht ist dann sogar das Bezirksfinale drin. Von den Gegnern hält Hirschnagl den FC Ludwigsvorstadt für am gefährlichsten.

Platz zwei in der Gruppe dürfte kaum reichen. Denn dann trifft man im Halbfinale vermutlich auf den FC Bayern München, der sich in der anderen Gruppe den ersten Platz nicht nehmen lassen wird und sicher auch ins Bezirksfinale einziehen möchte. Erster Gegner der Bayern in der Gruppenrunde ist der SV Planegg-Krailling. „Platz zwei ist machbar. Ich habe mir die Gruppe angeschaut“, sagt Trainer Dirk Bursch.

Sollten also die Planegger als Gruppenzweiter und die DJK Würmtal als Gruppenerster das Halbfinale erreichen, dann treffen sie dort aufeinander Es wäre das dritte und letzte Lokalduell im Rahmen des Turniers.

Die Ergebnisse

Gruppe 1

DJK Würmtal - SV Planegg-Krailling 0:1

SV Aubing - SV Germering 1:0

DJK Würmtal - SV Germering 1:0

SV Planegg-Krailling - SV Aubing 3:1

SV Germering - SV Planegg 1:0

SV Aubing - DJK Würmtal 2:3

1. SV Planegg-Krailling

2. DJK Würmtal 

3. SV Aubing

4. SV Germering

Gruppe 2

DJK Pasing - TSV Solln 0:4

SV Ludwigsvorstadt - SC München Süd 4:0

DJK Pasing - SC München Süd 6:0

TSV Solln - FC Ludwigsvorstadt 1:0

SC München Süd - TSV Solln 0:8

FC Ludwigsvorstadt - DJK Pasing 4:0

1. TSV Solln

2. FC Ludwigsvorstadt 

3. DJK Pasing 

4. SC München Süd