„Wann kommt Volland zurück?“

Löwen-Sportchef Hinterberger bei den Merkur CUP-Kids im Stadion

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Am 7. Dezember stand ein Überraschungsgast vor den Kindern: Florian Hinterberger, Sportchef des TSV 1860, ließ es sich nicht nehmen, persönlich bei den mehr als 2000 Merkur CUP-Kids und Betreuern vorbeizuschauen, die für das Spiel gegen Union Berlin in die Allianz Arena eingeladen waren.

Natürlich brachte auch 1860-Nikolaus Hinterberger Unterstützung mit, nicht den Krampus, sondern die Vereinsmaskottchen Sechzger und Sechzgerl. Als Gabe hatte er einen Stapel Autogrammkarten dabei, der bei den 128 Kreisfinalisten reißend Absatz fand. Darüber hinaus nahm sich Geburtstagskind Hinterberger (wurde gestern 55 Jahre alt) viel Zeit, um all jene Fragen zu beantworten, die die kleinen 1860-Fans schon immer loswerden wollten.

Für Magnus Kuhles (11) von der SpVgg Wildenroth ist Moritz Stoppelkamp „unser Löwen-Ribery“. Seine Frage: „Warum spielt Stoppelkamp als Rechtsfuß immer wieder auf der linken Seite?“

Hinterberger: „Der spielt nicht komplett links, sondern die wechseln immer, auch während des Spiels. Stoppelkamp kommt eigentlich mehr über rechts, Adlung mehr über links, aber die tauschen öfter die Seiten, das ist so gewollt. So ist auch das Siegtor in Bochum gefallen: Stoppelkamp hat von links geflankt, Adlung kam von rechts und hat die Flanke eingenickt.“

Kevin Klupp (11) vom SV Inning macht sich Gedanken über die Torausbeute der Löwen. Seine Frage: „Holt 1860 einen Stürmer, wenn Benny Lauth weggeht?“

Hinterberger: „Erstens weiß ich nicht, ob er weggeht, das ist eigentlich nicht geplant. Zweitens wollen wir, wenn’s geht, schon noch einen Stürmer holen.“

Mark Potetzki (11) vom SV Inning: „Wo kommen die neuen Spieler her? Was passiert da im Hintergrund?“

Hinterberger: „Da sind einige Leute beteiligt. Natürlich die Trainer, ich, und dann haben wir noch ein paar Scouts, die für uns schauen. Wir tragen dann alles zusammen, schauen, ob’s vom Finanziellen her passt, und dann wägt man ab, ob man den Spieler verpflichten kann. Das ist natürlich ein Prozess, der immer etwas länger dauert. Das geht nicht an einem Tag.“

Max Ettenberger (10) von den SF Egling ist ein großer Fan von Torhüteroldie Gabor Kiraly (37). Daher interessiert ihn: „Warum ist der Kiraly in seinem Alter noch so gut? Und wie lange steht er noch bei 1860 im Tor?“

Noch ein Löwen-Promi: Vizepräsident Heinz Schmidt schaute bei den Kindern vorbei.

Hinterberger: „Der Gabor ist auch als reifer Spieler so gut, weil er unglaublich professionell ist, vieltrainiert, eine Topfitness hat und mit den Jahren immer mehr Erfahrung bekommen hat. Das ist gerade bei Torhütern ganz wichtig. Wie lange er weitermacht, weiß ich nicht, aber es ist angedacht, dass wir seinen Vertrag verlängern. Und dann schauen wir mal, ob er noch ein, zwei oder drei Jahre auf diesem Niveau spielen kann.“

Michael Endres (13) vom SV Eurasburg interessiert sich für den idealen Weg in den Profibereich: „In welchem Alter haben Sie damals angefangen mit dem Fußball?“

Hinterberger: „Angefangen hab ich, als ich noch ganz klein war. In den Verein bin ich erst mit 13,hab dann die ganzen Jugendmannschaften durchlaufen und bin mit 18 Profi geworden. Zwei Jahre hab ich bei 1860 gespielt, vorher bei Bayer Leverkusen und vorher noch mal woanders (u.a. bei Fortuna Köln).“

Dennis Hartmann (10) vom SC Huglfing stellt die Frage der Fragen: „Glauben Sie an den Aufstieg?

Hinterberger: „Immer (lacht). Ich glaube immer an den Aufstieg.“

Damit lässt sich Dennis natürlich nicht abspeisen. Konsequent fragt er nach: „Und wann steigt 1860 auf?“

Hinterberger: „Wir arbeiten daran, dass es möglichst schnell klappt.“

Leo Deibele (11) vom TSV Sauerlach: „Gibt der Investor in der Winterpause Geld für neue Spieler?“

Hinterberger: „Davon gehen wir aus. Es werden noch Gespräche geführt, aber wir sind alle sehr zuversichtlich.“

Thomas Fernandez (12) vom SV Warngau wohnt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Familie Aigner, sein Lieblingsspieler ist – natürlich – Stefan Aigner, der heute für Eintracht Frankfurt spielt. Thomas will wissen: „Ist der Aigner von sich aus gegangen oder haben Sie ihn verkauft?“

Hinterberger: „Ach, ehrlich, Stefans Papa ist dein Nachbar? Dann sagst bitte einen schönen Gruß! Natürlich hätte ich den Aigner niemals aus freien Stücken verkauft. Wir wollten ihn auf jeden Fall halten, aber das ist leider nicht gegangen. Er hatte ein Angebot aus der ersten Bundesliga, und da kann ein Verein wie 1860 leider nicht mithalten. Ich bedaure das sehr, denn der Stefan ist schon ein richtig guter Spieler.“

Philip Emslander (11) von Fortuna Unterhaching will wissen: „Welche neuen Spieler kaufen Sie im Winter?“

Hinterberger: „Das weiß ich jetzt noch nicht. Auf jeden Fall beschäftigen wir uns mit einigen Offensivspielern, und dann schauen wir mal, wer’s am Ende wird, wen wir uns leisten können. Messi wird’s nicht, Ronaldo auch nicht, höchstens sein Sohn (lacht).“

Basti vom TSV Murnau: „Wer ist Ihr absoluter Lieblingsspieler?“

Hinterberger denkt kurz nach: „Kevin Volland.“

Basti hakt nach: „Wann spielt der wieder für 1860?“

Hinterberger: „Da müssen wir warten, bis er ein bisschen älter geworden ist, über 30 vielleicht. Oder besser: Wir steigen in die Bundesliga auf, dann ist das auch denkbar.“

Den Zeitungsbricht gibt's hier zum Download.

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